Arbeiten mit dem Webpart für Inhaltssuche – Teil 1 – Übersicht

Arbeiten mit dem Webpart für Inhaltssuche – Teil 1 Übersicht
Arbeiten mit dem Webpart für Inhaltssuche – Teil 2 – KQL
Arbeiten mit dem Webpart für Inhaltssuche – Teil 3 – Arbeiten mit Displaytemplates
Arbeiten mit dem Webpart für Inhaltssuche – Teil 4 – Vordefinierte Suchen erstellen

Dieser Artikel ist der Start einer mehrteiligen Serie, welche sich mit dem Webpart für Inhaltssuche beschäftigt. Warum ist dieser Webpart in modernen SharePoint Anwendungen so wichtig und warum wird dieser vergleichsweise wenig verwendet? Neben der Beantwortung dieser Fragen werde ich mich auch mit der Konfiguration des Webparts beschäftigen und einige korrekte Anwendungsbeispiele geben.

Wozu das Ganze?

In modernen SharePoint Anwendungen wird versucht auf Drilldown Strukturen zu verzichten. Dies wird erreicht, indem ich den Benutzern z.B. durch Dokumentenrouting eine einzige Stelle gebe um Dokumente hochzuladen und diese dann über Regeln verteilen lasse. Zwingend notwendig dafür ist allerdings eine durchgeplante Informationsarchitektur. Gerade in Zeiten von exponentiellen Informations- und Wissenswachstum ist diese unerlässlich. Der Gedanke ist nun, den Benutzern durchgeplante Bereiche zur Verfügung zu stellen, wo diese an vielen verschiedenen Stellen ihre Informationen erfassen können. Aber über eine zentrale Stelle, z.B. ein Suchcenter oder auch die Startseite einer Anwendung, bereite ich diese Informationen wieder mit der Suche auf. Es ist nicht wichtig, wo eine Information liegt, sofern ich diese z.B. über Inhaltstypen und deren Eigenschaften schnell wiederfinde. Genau dafür ist der Webpart für Inhaltssuche konzipiert.

Grundlagen

Der Webpart für Inhaltssuche wurde in SharePoint 2013 neu eingeführt, ein ganz ähnlicher Webpart, den Suchergebniswebpart gibt es schon viel länger. In SharePoint 2013 und 2016 ist die Ähnlichkeit zwischen den Webparts sehr stark. Der primäre Unterschied ist zum einem, dass der Webpart für Inhaltssuche andere Möglichkeiten für die Konfiguration bietet und im Gegensatz zum Suchergebniswebpart nur in der Enterprise Edition verfügbar ist. Ich werde mich hier aber trotzdem mit dem Webpart für Inhaltssuche beschäftigen. Wenn man die grundlegenden Konzepte verstanden hat, kann man auch den Suchergebniswebpart konfigurieren. Voraussetzung für das Arbeiten mit diesen Webparts ist eine konfigurierte Suchanwendung, welche schon Inhalt indiziert hat.

Der Webpart für Inhaltssuche findet sich in der Gruppe Content Rollup und trägt dort den Namen Content Search. Es gibt auch noch einen Webpart Content Query, welcher mit XSLT arbeitet und daher völlig anders als der Webpart für Inhaltssuche. Wird der Webpart für Inhaltssuche auf einer Seite eingefügt, bekommt man eine Anzeige, mit welcher man in der Regel wenig anfangen kann. Oftmals nur drei graue Kacheln und danach einen nichtssagenden Link.

Den Webpart konfigurieren

Wenn man den Webparts bearbeitet, ist man auch nicht unbedingt schlauer. Was bedeuten jetzt die ganzen Einstellungen im Abschnitt Properties?

Am interessantesten ist zweifellos der Inhalt, welcher sich hinter der Schaltfläche Change query verbirgt. Hier kann ich die Abfrage ändern, welche der Webpart im Suchindex ausführt. Was genau man da machen kann, wird der Inhalt eines weiteren Artikels in nächster Zeit sein. Number of items to show erklärt sich von alleine und gibt eben an, wie viele Ergebnisse aus der Abfrage auf einmal angezeigt werden sollen.

Spannender ist da der Abschnitt Display Templates. Hier wird festgelegt wie die Suchergebnisse präsentiert werden. Dabei helfen zwei Typen von Vorlagen. Das Control Template legt fest, wie die Präsentation der gesamten Suchergebnisse erfolgt. Soll z.B. jedes Ergebnis auf einer Zeile stehen oder sollen diese, wie z.B. bei Bildern üblich, als Slideshow präsentiert werden. Man kann die Ergebnisse auch als Tabelle formatieren, aber das muss man selber entwickeln. In der Abbildung unten ist dies das Template List Table Control.


Das Item Template legt dagegen fest, wie jedes einzelne Suchergebnis angezeigt wird. Da wird auch schnell klar, was der graue Kasten bei den Suchergebnissen sein kann. Es ist ein Platzhalter für ein Bild, was nicht angezeigt werden kann. Logisch, den in der Regel haben Office Dokumente in SharePoint kein Bild hinterlegt.

Stellt man als Template z.B. Two Lines ein, sieht die Ansicht gleich ganz anderes aus.

Allerdings erscheint nur eine Zeile und nicht zwei wie das Template verspricht. Um diese anzuzeigen, muss der Abschnitt Property Mappings erweitert und die Option Change the mapping of managed properties for the fields in the Item Display Template aktiviert werden. Jetzt kann man im Dropdown Line 2 eine Eigenschaft auswählen, welche angezeigt werden soll. In dem DropDown werden u.a. alle verwalteten Eigenschaften angezeigt, welche SharePoint durchsucht. Allerdings ist natürlich nicht jede Eigenschaft an jedes Element gebunden. Ich wähle als Beispiel die Eigenschaft Author, denn diese ist immer vorhanden. Nach ein Klick auf Apply sehen die Suchergebnisse schon anders aus. Natürlich sind auch hier eigene Anpassungen möglich. Es lohnt sich, hier ein wenig zu experimentieren.

Die Einstellungen im Abschnitt Settings sollten
am Anfang unverändert bleiben.

Da dies der letzte Beitrag im Jahr 2016 ist, wünsche ich allen Lesern dieses Blogs eine frohes Fest und einen guten Rutsch in das neue Jahr!

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Falsche Werte im Metadatum Title in der SharePoint Suche

Eine der wichtigsten Neuerungen bei SharePoint 2013 war die Einführung des Webparts zur Abfrage von Suchergebnissen. Mit diesem wird es möglich einfach, schnell und optisch ansprechende Anwendungen zu entwickeln. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Lösungen stellt dabei die Anzeige von Metadaten dar. Gerade bei Dokumenten ist dies nützlich, so kann die Beschriftung des Links zum Dokument aus dem Metadatum Title generiert werden, welches jedes Dokument hat. Manchmal allerdings stehen dann in der Anzeige der Suchergebnisse völlig andere Werte als im Metadatumsfeld angegeben.

Dies ist auch bei einem Wartungskunden von mir geschehen. Er öffnete ein Ticket, in welchem er zeigte, dass einige Dokumente in der Anzeige des Suchwebparts in der Spalte Title die letzte Seitenzahl, also z.B. 5 von 5 zeigten. Andere Dokumente hatten in der Spalte Title die erste Überschrift aus dem Dokument stehen. Ließ man sich in SharePoint die Metadaten der Dokumente anzeigen, waren natürlich in der Spalte Title keine Seitenzahlen und keine Überschriften hinterlegt, sondern ordentlich die Namen der Dokumente. In dem Log der Suche gab es keine Auffälligkeiten, die Dokumente wurden aus der Sicht von SharePoint einwandfrei indiziert. Und natürlich trat dieses Verhalten nicht bei allen Dokumenten auf.

Es war relativ schnell klar, dass der Grund bei den Dokumenten als solches liegen musste. Wir haben dann herausgefunden, dass sich in der Vorlage, welche für das betreffende fehlerhafte Dokument verwendet wurden, sich Word Formatvorlagen befanden, welche Word nicht zuordnen konnte. Diese waren sowohl in der Kopf- als auch in der Fußzeile zu finden. Als Lösung haben wir dann die vorhandene Fußzeile, welche auch die Seitenzahlen enthielt, samt allen Formaten darin entfernt und neu geschrieben. Das Dokument neu hochgeladen, indiziert und siehe da: Alles wieder richtig.

Ganz offensichtlich ist der Parser der SharePoint Suche bei den falschen(?) Formatvorlagen aus dem Tritt gekommen und hat dann einfach in das Feld Title einen beliebigen Wert geschrieben. Das zeigt auch sehr schön, wie wichtig das stringente Verwenden von Vorlagen ist. Eine mögliche Lösung dafür gibt es hier: Verwalten von Vorlagen mit SharePoint und Inhaltstypen.

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Prüfung 70-339 – Managing Microsoft SharePoint Server 2016 erfolgreich bestanden

Am Freitag, den 28.10.2016 habe ich die offizielle Microsoft Prüfung (MOC) 70-339  – Managing Microsoft SharePoint Server 2016 im ersten Anlauf erfolgreich bestanden. Auch wenn ich ja über die Prüfung nicht viel erzählen darf, sollen mir doch zwei Bemerkungen gestattet sein:

  • Viel dreht sich, wie auch nicht anders zu erwarten, um hybride Szenarien. Wenn man  sich mit ADFS (Active Directory-Verbunddienste, Active Directory Federation Services) und Office 365 nicht auskennt, wird man diese Prüfung mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht bestehen. Dabei geht es auch wirklich tief rein, so werden z.B. die verschiedenen Zertifikate abgefragt, welche dafür notwendig sind. Dieser Teil war gefühlt mind. 30% der Prüfung.
  • Abgesehen von dem Thema Office 365 waren es Themen, welche jeder erfahrene SharePoint Administrator beantworten können sollte. Ich persönlich habe mich im Vorfeld nur mit den neuen Funktionen von SharePoint 2016 befasst (PowerShell Befehle lernen!), dies hat genügt.

Übrigens: Für erfahrene SharePoint Administratoren biete ich ein Onlineseminar an, in welchen die Themen für ein erfolgreiches Upgrade durchgesprochen werden. Der Kurs ist für Teilnehmer, die eine Zertifizierung für MCSE:SharePoint 2013 haben und diese auf MCSE:SharePoint 2016 heben möchten. Ich würde mich freuen, den einen oder anderen im Kurs begrüßen zu dürfen! Hier geht es zum Kurs.

MCSE:SharePoint2013 Upgrade zu MCSE:SharePoint2016

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Neue Onlinekurse zu den Themen SharePoint und Office 365 verfügbar

Wie schon vor einiger Zeit angekündigt, biete ich einiger meiner Kurse jetzt auch online an. Da dieses Format recht praktisch ist und auch Spaß macht, habe ich mich entschlossen weitere Kurse anzubieten. Vielleicht ist ja was für Sie dabei. Natürlich können auch individuelle Themen und Termine vereinbart werden. Sprechen Sie mich einfach an. Die Namen der Kurse sind verlinkt und führen direkt zum Anbieter.

Suche in SharePoint – Basiskurs

Dieser Kurs ist konzipiert für Teilnehmer, welche einen übersichtlichen und umfangreichen Einblick in die SharePoint Suche wünschen.

Suche in SharePoint – Aufbaukurs

Dieser Kurs richtet sich an erfahrene Benutzer der Suche in SharePoint. Für alle, die es ganz genau wissen wollen.

Office 365 für Entscheider

Der Kurs wurde entwickelt um abschätzen zu können inwiefern Office 365 für Sie eine mögliche Alternative ist. Sowohl technische als auch nichttechnische Aspekte werden beleucht.

Anwendungen nach außen veröffentlichen mit Active Directory Federation Services (AD FS)

Dieser Kurs befähigt Sie, einen internen SharePoint Server nach außen mit ADFS zu veröffentlichen.

MCSE:SharePoint2013 Upgrade zu MCSE:SharePoint2016

Dieser Kurs ist für Teilnehmer, die eine Zertifizierung für MCSE:SharePoint 2013 haben und diese auf MCSE:SharePoint 2016 heben möchten.

Informationen verwalten mit SharePoint

Dieser Kurs vermittelt das Wissen, welches notwendig ist um eine SharePoint Installation erfolgreich einzuführen. Grundlage ist immer die Informationsarchitektur.

 

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Speichergrenzen (Quotas) in SharePoint Webanwendungen verwalten

In vielen Umgebungen ist es wichtig, die Größe, welche Webanwendungen erreichen können, zu limitieren. Auch wenn dies mit SharePoint 2016, wo Webanwendungen sich im Terabyte bewegen können, technisch nicht mehr so relevant ist, gibt es doch viele andere Gründe die Größe zu limitieren. Der Artikel bezieht sich dabei auf SharePoint 2013/16 in einer onPremise Version. Das Prinzip bleibt in SharePoint online gleich, nur gibt es dort natürlich eine andere Oberfläche.

Das Vergeben von Quotas gliedert sich in zwei Teile und kann nur in der Zentraladministration oder aber mit PowerShell verwaltet werden. Sie müssen zuerst ein Quotatemplate erstellen und dieses dann auf eine Webanwendung anwenden. Um die Quotas zu konfigurieren, öffnen Sie die Zentraladministration und gehen Sie in den Abschnitt Application Management. Klicken Sie dort in der Gruppe Site Collections auf den Link Specify quota templates. Im Folgenden gehen wir davon aus, dass Sie ein neues Quota erstellen möchten. Möchten Sie ein vorhandenes ändern, wählen Sie dies entsprechend aus. Sie können im Grunde hier nicht viel konfigurieren. Geben Sie die Limits an wie vorgesehen und speichern Sie die das neue Quota. Wenn Sie keine Sandboxed Solution haben, müssen Sie dort auch nichts konfigurieren, ansonsten ist der Wert vom Verbrauch Ihrer Sandboxed Solution abhängig.

Klicken Sie nach dem speichern auf den Link Configure quotas and locks. Dies ist der eigentlich spannende Teil, denn hier können Sie angeben, was passiert beim Erreichen des Grenzwertes. Die Einstellungen sind selbsterklärend, sodass ich hier auf weitere Erläuterungen verzichten kann. Achten Sie immer darauf die richtige Site Collection auszuwählen. Im Eifer des Gefechtes passieren mir da immer mal Fehler. Natürlich können Sie ein Quota auch direkt verwenden, wenn Sie eine neue Site Collection erstellen.

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Importieren von Taxonomiedaten per CSV Dateien

Wer schon öfters mit Taxonomiedaten gearbeitet hat, wird früher oder später den Wunsch verspüren diese Daten in einem Rutsch zu importieren und nicht einzeln von Hand einzugeben. Besonderes wenn man verschachtelte Daten hat, welche dazu noch in großer Menge vorliegen, wird die Eingabe von Hand schnell sehr zeitfressend und auch fehlerträchtig. Dieser Artikel gibt Tipps für den Import von Taxonomiedaten via .csv Dateien. Denn dabei gibt es mehr Fallstricke als man denken könnte. Dieser Artikel gilt sowohl für Office 365 als auch für SharePoint 2010/13/16 onPremise.

Wir möchten eine Struktur wie unten abgebildet importieren:

Der Import geschieht via csv Dateien. Ein Muster wird dazu praktischerweise mitgeliefert. Sie finden diese Datei, indem Sie auf den Namen des Taxonomieservices klicken und dort auf View a sample import file.

Diese Datei ist schon recht brauchbar, zeigt diese doch eine Hierarchie von geographischen Daten für den Import. Wenn Sie diese Datei allerdings in einem deutschen Excel auf einem deutschen System öffnen, haben Sie nicht viel davon. Alles steht in einer Spalte. Das ist wenig komfortabel.

Auch mit dem Dialog Öffnen, in der Hoffnung dadurch die Daten zu importieren, kommen Sie nicht weit. Wie bekommen Sie die Daten also nun in ein vernünftiges Format wenn Sie damit in Excel arbeiten möchten?

Der Grund für die Formatierung in Excel liegt darin, dass in einem deutschem System das Trennzeichen das Semikolon ist, aber in der Datei –übrigens völlig richtig- das Komma verwendet wird. Die einfachste Lösung ist, öffnen Sie eine neue, leere Exceldatei und klicken Sie auf das Menüband Daten und dann auf Aus Text. Navigieren Sie zu der Datei und fügen Sie die Daten ein.

Dazu müssen Sie einen Assistenten benutzen, welcher im ersten Schritt die Einstellung Getrennt bei Dateityp verlangt. Setzen Sie außerdem den Hacken bei Die Daten haben Überschriften.

Klicken Sie dann auf Weiter und wählen Sie als Trennzeichen Komma aus. Klicken Sie auf Weiter und danach auf Fertig stellen. Fügen Sie die Daten in das bestehende Arbeitsblatt ein. Sie können dann auch die Daten ab der zweiten Zeile entfernen und haben damit immer wieder eine Vorlage zur Verfügung. Das Format ist eigentlich selbsterklärend, wollen wir eine Struktur wie oben erhalten, sollte ein Teil wie die folgende Abbildung aussehen.


Hat man die Daten erfasst, taucht das nächste Problem auf. Natürlich möchte man die Datei wieder als .csv speichern und Excel macht dies auch brav wenn man in Speicherdialog als Dateityp csv auswählt. Allerdings wird Excel die Datei mit Semikolon als Trennzeichen speichern und nicht mit Komma. Damit kann aber der Taxonomieservice nichts anfangen. Ein Blick mit Notepad in die Datei bestätigt dies auch.

Als Workaround kann man jetzt in Notepad via Strg+H alle Semikolons durch Kommas ersetzen und wieder speichern. Dabei lauert der nächste Stolperstein. Hat man Umlaute in seinen Daten, wird der Taxonomieservice diese nicht richtig darstellen. Denn Notepad speichert in ANSI, notwendig wäre aber Unicode.

Nachdem die Datei so vorbereitet ist, kann man wieder in den Taxonomieservice gehen und dort eine Gruppe anlegen. Aus dem Kontextmenü der Gruppe lässt sich dann die Datei importieren.

Das lästige Nachbearbeiten der csv Datei mit Notepad muss nicht sein, allerdings ist die Lösung nicht immer sinnvoll und möglich. Excel nimmt als Trennzeichen immer das global eingestellte Listentrennzeichen der jeweiligen Sprache. Dies kann geändert werden über Systemsteuerung -> Region -> Weitere Einstellungen -> Listentrennzeichen. Bei mir war ein Neustart notwendig und es scheint, dass es nicht immer funktioniert.

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Neuer Onlinekurs Arbeiten mit SharePoint online und Grundlagen Office 365

Seit etwa 13 Jahren gebe ich IT Schulungen im SharePoint Bereich bzw. seit der Einführung auch für Office 365 oder früher Office online. Unter anderem habe ich schon 2004 den ersten vollständigen, deutschen SharePoint Kurs inkl. der Unterlagen entwickelt. Dabei habe ich bisher immer die Schulungen als Präsenzschulungen gehalten, was eigentlich immer gelungen ist. Sicher, es gab ab und zu einen Ausreißer, das ist aber völlig normal.

Jetzt erhalte ich aber mehr Anfragen für Schulungen bsp. für Office 365 als ich vor Ort leisten kann. Daher habe ich mich entschlossen zusammen mit dem Anbieter quofox.com verschiedene Schulungen online anzubieten. Es sind dies die Schulungen Office 365 Grundlagen und Arbeiten mit SharePoint online. Beide Kurse bieten Grundlagen in den beiden Themen und bieten einen hervorragenden Einstieg in die Thematik als auch Vertiefung wenn gewünscht. Die Kurse sind modular gegliedert und ermöglichen daher einen Einstieg auch auf einen höheren Level.

Ich habe vor, weitere Kurse anzubieten, vielleicht haben Sie ja eine Idee was für Sie interessant wäre? Ich würde mich über Anregungen freuen!

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Fehler bei Installation von SharePoint/Office WebApps 2013 – .NET 4.5 angeblich nicht vorhanden

Update: Das Verfahren unten scheint nicht mehr zu funktionieren, Microsoft empfiehlt jetzt das Austauschen von Dateien auf dem Installationsmedium. Infos dazu gibt es hier:

https://support.microsoft.com/de-de/help/3087184/sharepoint-2013-or-project-server-2013-setup-error-if-the–net-framewo

Es gibt wieder einmal ein Problem bei der Installation von SharePoint und/oder den OfficeWebApps auf ein aktuell gepatchtes System. Das Installationsprogramm behauptet hartnäckig, dass das .NET 4.5 Framework, welches für SharePoint 2013 erforderlich ist und mit den Voraussetzungen installiert wird, nicht vorhanden wäre. Das Problem tritt beim ausführen des Setupprogrammes von SharePoint auf und zeigt den folgenden Screenshot. Auch ein erneutes Ausführen des Programms zur Installation der Voraussetzungen bringt hier keine Lösung.

Das .NET 4.5 Framework ist sicher installiert, daran besteht kein Zweifel. Die Meldung ist auch falsch, richtiger wäre, das Programm kann .NET 4.5 nicht erkennen, da .NET 4.6x installiert ist! Ist dieses nicht vorhanden, klappt alles tadellos. Wie also entfernt man nun das .NET 4.6x Framework? In einen Artikel von Microsoft zu diesem Thema wird geraten, das Setupprogramm von .NET 4.6x erneut auszuführen und es damit zu entfernen. Prinzipiell eine klasse Idee, funktioniert nur nicht wie der folgende Screenshot zeigt. Offenbar ist die Deinstallation darüber nicht vorgesehen.

Dabei drängt sich natürlich die Frage auf, wie ist das .NET 4.6x Framework überhaupt auf den Rechner gekommen? Natürlich, mit einen Windows Update! Nach einiger Recherche findet man dann heraus, dass es sich um das Update KB3102467 handelt, welches über Windows Update verteilt und installiert wurde. Dieses muss über die Systemsteuerung -> Programme und Features –> Installierte Updates entfernt werden.

Nach der Entfernung muss der Rechner neu gestartet werden. Nach dem Neustart sollte das .NET Framework 4.5 repariert werden. Dazu habe ich das .NET 4.5 Installationsprogramm unter https://www.microsoft.com/de-DE/download/confirmation.aspx?id=42642
heruntergeladen und ausgeführt. Dieses bietet dann tatsächlich eine Option zur Reparatur an.

Jetzt läuft auch das Installationsprogramm J Das .Net 4.6x Programm kann übrigens ohne Probleme wieder installiert werden. SharePoint stört sich daran nicht.

UPDATE 04.07.2016:

Der Fehler tritt auch bei der Installation der OfficeWebApps auf!

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Websitespalten in der Suche für Verfeinerung nutzen in Office 365

In einem früherem Blogartikel hatte ich über die Verfeinerung von Suchergebnissen geschrieben. Dabei hatte ich nur eine SharePoint OnPremise Umgebung betrachtet und reiche daher jetzt die entsprechenden Einstellungen unter Office 365 nach. Zum Verständnis dieses Beitrags ist es sicher sinnvoll den oben verlinkten Artikel zuerst zu lesen.

In Office 365 sind die Einstellungen im Wesentlichen gleich, bis auf einen entscheidenden Unterschied, welcher das Anpassen des Suchschemas betrifft. Immer wenn ich eine neue verwaltete Eigenschaft zum Verfeinern nutzen möchte, muss ich im Index ein Full Crawl ausführen. Es liegt auf der Hand, dass dies in Office 365 nicht ohne weiteres möglich ist. Wie also kann ich meine neuen verwalteten Eigenschaften trotzdem zum Verfeinern nutzen?

Die Antwort darauf ist ebenso simpel wie genial. Es gibt schon vorgefertigte verwaltete Eigenschaften welche ich nur noch mit meinen durchsuchten Eigenschaften füllen muss. In meinem Beispiel habe ich eine Dokumentenverwaltung in der ich die Spalte Phase verfügbar machen möchte.

Damit die Eigenschaft genutzt werden kann, muss die Dokumentenbibliothek (re)indiziert werden. Gehen Sie auf die Einstellung der Bibliothek und dort auf Advanced settings. Etwa in der Mitte der Seite gibt es den Eintrag Reindex Document Library. Klicken Sie auf die Schaltfläche Reindex Document Library.

Gehen Sie dann in die Verwaltung der Suche und in Anpassung des Suchschemas in Office 365.

Die vorbereiteten Eigenschaften finden Sie unter dem Schlagwort refinable. Abhängig vom Datentyp stehen verschiedene Eigenschaften zur Verfügung. Welche Typen dies sind und welche Werte diese speichern könne, steht hier: https://technet.microsoft.com/en-us/library/jj219667%28v=office.15%29.aspx#DefaultUnusedMPs

Für einen Test rufen Sie die Eigenschaft RefinableString00 auf. Um die Eigenschaft aufrufen für können, müssen Sie eventuell blättern. In Abweichung zur normalen Oberfläche können Sie dies hier oben rechts.


Öffnen Sie dann die verwaltete Eigenschaft RefinableString00, gehen Sie zu dem Abschnitt Mappings to crawled properties und klicken Sie auf Add a Mapping. Wenn scheinbar nichts passiert, scrollen Sie auf der Seite ganz nach oben. Suchen Sie die durchsuchte Eigenschaft und klicken Sie auf OK. Wiederholen Sie dies ggf. für weitere durchsuchte Eigenschaften.

Vergeben Sie anschließend im Abschnitt Alias eine Beschriftung unter der Sie die Eigenschaft später wieder finden möchten. Damit ist die Einstellung abgeschlossen.

Wenn Sie jetzt den Webpart für Verfeinerungen anpassen, können Sie diese Eigenschaft auswählen und die entsprechend zugeordneten Werte stehen ihn zur Verfügung. Allerdings kann dies eine Weile dauern.

 

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Websitespalten in der Suche für Verfeinerung nutzen – Suchschema anpassen (OnPremise)

Ein aktueller Schwerpunkt beim Thema SharePoint ist bei mir die Suche. In fast jeder Beratung welche ich zu diesem Thema gebe, taucht früher oder später die Frage auf wie ich Websitespalten bzw. selbst erstellte Tabellenspalten in der Verfeinerung der Suche nutzen kann. Denn diese sind nach dem anlegen dort nicht zu finden. Vielmehr ist es notwendig, das Suchschema anzupassen. Dieser Artikel erläutert das entsprechende Vorgehen in einer SharePoint OnPremise Umgebung, die Anpassung für Office 365 werde ich noch nachreichen.

Vorbemerkung

Vielleicht Ihnen das auch schon passiert? Sie haben eine Informationsarchitektur geplant mit den entsprechenden Inhaltstypen und Websitespalten. Im Suchcenter wird auch alles gefunden, aber Sie können nicht nach den Eigenschaften verfeinern, wie Sie es sich wünschen. Die entsprechenden Einträge tauchen im Verfeinerungswebpart einfach nicht auf. Anpassen können Sie den Verfeinerungswebpart, indem Sie die Seite bearbeiten, den Webpart bearbeiten und dann auf Einschränkungen auswählen… klicken.

Es erscheint eine Liste der möglichen Einschränkungen.

Die Liste der verfügbaren Einschränkungen ist identisch mit den Eigenschaften im Webpart für Inhaltssuche, welche Sie dort anzeigen können.

Suchschema anpassen

In der SharePoint Suche gibt es durchsuchte Eigenschaften und verwaltete Eigenschaften. Die durchsuchten Eigenschaften sind sämtliche Websitespalten, Tabellenspalten sowie weitere Metadaten, welche SharePoint finden kann. Diese Daten liegen im Suchindex mit ihrem nativen Namen vor, welcher oftmals komplex und wenig intuitiv ist. Verwaltete Eigenschaften machen nun diese durchsuchten Eigenschaften nach außen verwendbar. Sie können einen eigenen Namen verwenden und mehrere durchsuchte Eigenschaften unter einer verwalteten Eigenschaft zur Verfügung stellen. So gibt es eine verwaltete Eigenschaft Author, in welcher sich u.a. der Autor einer E-Mail und der Ersteller eines Dokumentes verbirgt.

Die Aufgabe ist also, eine neue verwaltete Eigenschaft zu erstellen und die durchsuchte Eigenschaft nutzbar zu machen. Außerdem muss die verwaltete Eigenschaft noch entsprechend konfiguriert werden. Gehen Sie dazu in ihre Dienstanwendung der Suche und dort in der linken Navigation zu Search Schema.

Sie sehen zuerst die verwalteten Eigenschaften und können auch die durchsuchten Eigenschaften betrachten. Dabei gilt folgende Regel: Immer wenn eine Websitesspalte erzeugt wird, wird auch eine durchsuchte Eigenschaften und damit korrespondierende verwaltete Eigenschaft erzeugt. Wird eine Spalte direkt in einer Tabelle erzeugt, wird eine durchsuchte Eigenschaft angelegt, aber keine verwaltete Eigenschaft. Im ersten Fall müssen Sie keine neue verwaltete Eigenschaft erstellen sondern diese nur anpassen, im zweiten Fall müssen Sie eine neue erstellen. Klicken Sie dazu auf New Managed Property.

Geben Sie der neuen verwalteten Eigenschaften einen Namen, welcher allerdings keine Sonderzeichen, auch keinen Bindestrich enthalten darf. Auch Leerzeichen sind nicht erlaubt. Gehen Sie dann in den Abschnitt Mappings to crawled properties und klicken Sie auf Add a Mapping. In meinen Fall möchte ich eine Eigenschaft CRM Version verfügbar machen. Geben Sie ein Schlagwort in die Suche ein und Sie sehen alle durchsuchten Eigenschaften welche das Schlagwort enthalten. Sie können immer nur eine durchsuchte Eigenschaft hinzufügen, ggf. müssen Sie den Dialog mehrmals aufrufen.

Und die Eigenschaft für Verfeinerungen nutzen zu können und um weitere Vorteile zu nutzen, aktivieren Sie die Optionen

  • Queryable
  • Retrievable
  • Refinable
  • Sortable

Im Optionsfeld bei Refinable und Sortable muss Yes – active ausgewählt sein. Speichern Sie die Änderungen. Damit die Einstellungen einen Effekt haben, muss ein Full Crawl der Inhaltsquelle durchgeführt werden, in welcher die Eigenschaften liegen. Gehen Sie dazu in ihre Content Sources und starten Sie den Full Crawl.

Wenn Sie jetzt wieder nach dem Abschluss des Full Crawls in den Webpart zu Verfeinerungen oder den Webpart für Inhaltssuche gehen, können Sie die Eigenschaft auswählen.

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Nico Thiemer