Triff mich!

Oktober 2019

Am 02.10.2019 werde ich auf dem Stuttgarter Sharepoint-Forum einen Vortrag über Microsoft PowerApps halten. Ich freue mich über zahlreiches Erscheinen.

Juni 2019

Am 13.06.2019 werde ich gemeinsam mit der IHK Chemnitz eine kostenfreie Veranstaltung durchführen. Diese wird das Thema „Digitale Transformation und Unternehmenskultur“ haben. Weitere Infos folgen bald an dieser Stelle.

April 2019

Am 27.04.2019 werde ich beim Global Azure Bootcamp in Dresden als Sprecher dabei sein. Ich spreche über PowerApps und wie man damit auf einfache Weise Azure Anwendungen verbinden kann. Ich zeige unter anderem, wie man ein Bild in eine PowerApp lädt, die automatische Bilderkennung samt Verschlagwortung in Azure nutzt und das Bild anschließend mit Tags in SharePoint ablegt.

Das Treffen findet bei der Bright Skies GmbH, Galeriestraße 2, 01067 Dresden statt.

Acht Thesen zur digitalen Transformation – These 5: Lernprojekt aktivieren

Autoren: Dr. Gerd Friese und Nico Thiemer

Dies ist der sechste Artikel in der Serie „Acht Thesen zur digitalen Transformation“.

Was verstehen wir unter der These 5 – Lernprojekt aktivieren?
„Denken wir an Lernen, dann wird der Begriff oft mit Frontalunterricht, PowerPoint-Folien und Faktenpauken in Verbindung gebracht. Modernes Lernen geht anders. Es ist ein Projekt, integriert in den Tagesablauf, damit Bestandteil der täglichen Arbeit, themenübergreifend und teamorientiert. Es geht nicht um Kompromisse oder den kleinsten gemeinsamen Nenner, sondern um die gegenseitige Ergänzung der Kompetenzen mit dem Ziel, die beste Lösung zu finden.
Spaß, Freude und die zu erreichende Anerkennung sind die eigentlichen Triebkräfte. Es gibt nichts besseres, nichts schöneres, sich selbst als eine kompetente Persönlichkeit in einem Team von Persönlichkeiten zu erleben!“

Lernprojekt aktivieren – ein Plädoyer für Wissensentwicklung und persönliche Anerkennung
Wir lernen das ganze Leben. Von Kindheit an treibt uns unsere Neugier an! Wohin ist am Anfang nicht so wichtig! Es gibt so vieles Neues zu entdecken: Die Sterne am Himmel, die Fische im Wasser und die wilden Tiere im Wald. Jeder neue Tag brachte neue Abenteuer. Was waren das für wunderbare Zeiten! Irgendwann aber kann es passieren, dass all das verloren geht. Die Kindheitsträume verschwinden und die Menschen hören auf neugierig zu sein. Oder doch nicht? Uns beschäftigt die Frage, warum schauen viele Menschen lieber die Folgen von z. B. „Game of Throns“ zum x-ten Mal, statt selbst aufzustehen und auf die Reise zu gehen? Könnte man das nicht auch als einen „bewusst in Kauf genommenen“ Realitätsverlust bezeichnen?

  1. Wenn Menschen (gewollt) die Zukunft abhanden kommt
    Wir stellen zunehmend fest, dass die Reglementierung, was wir dürfen oder nicht (was für uns gut ist oder auch nicht), immer mehr zunimmt. Unter dem Deckmantel, Schaden vom Bürger fern zu halten, geht es leider nicht mehr nur um Vorsorge, sondern auch um den Ansatz der Verhaltenssteuerung bis tief ins Selbstbewusstsein hinein. Der Spruch „Gut und gerne leben“ bedeutet ordentlich Umsatz zu machen, um die Binnenwirtschaft anzukurbeln. Und das hat sogar einen wissenschaftlichen Hintergrund!
    In einem Beitrag von Steffen Heyer (Magazin Brand eins „Die Menschen wollen vom Staat abhängig sein“) ist folgendes zu lesen: „In idealisierten Märkten handelt der Mensch für sich allein. Er ist auf seine individuelle Nutzenmaximierung bedacht und handelt dabei, zweitens, als (berechenbares) Vernunftwesen. Ökonomen gehen deshalb vom Individualismus und Rationalismus als Grundeigenschaften des Menschen als Wirtschaftssubjekt aus.“
    Frank Schirrmacher beschreibt in seinem Buch „EGO – Das Spiel des Lebens“ (Karl Blessing Verlag Auflage 2013) noch viel klarer, dass es nicht Psychologen waren, welche die neuen Verhaltens- und Denkmodelle des „rationalen Selbstinteresses ….. entwickelten, sondern Ökonomen, Physiker und Mathematiker!“. So wurde der HOMO OECONOMICUS neu geboren und sein egoistisches Grundcredo ist: „Ich shoppe, also bin ich“.
    „Was wird hier mit uns gespielt?“ fragt am Ende der Autor zu Recht und gibt auch gleich die Antwort: „Es wächst ein neues soziales Monster heran, das aus Egoismus, Misstrauen und Angst zusammengesetzt ist und gar nicht anders kann, als im anderen immer das Schlechteste zu vermuten. Und nichts, was man sagt bedeutet noch, was es heißt!“ Das zu lesen verun-sichert! Aber, wie täglich aus den Medien zu entnehmen ist, scheint es schon Realität zu sein!
  2. Ohne Motivation keine Aktivität
    „Ein guter Anfang braucht Begeisterung, ein gutes Ende Disziplin“ – Das Motto der deutschen Fußballnationalmannschaft während der WM 2014. Und, wie wir wissen, es hat funktioniert. Aber warum hat es funktioniert?
    Mathias Rudolf schreibt in seinem Blog „Zeit zu Leben“ sinngemäß Folgendes: Psychologen haben vor einiger Zeit folgendes herausgefunden: Jeder Mensch hat unbewusste Motive, die ihn innerlich antreiben. Wenn ein Ziel mit diesen Motiven übereinstimmt, dann spüren wir in uns einen starken Antrieb. Wir sind von selbst motiviert. Aber leider sind uns diese Motive nicht wirklich bewusst, d. h., wir wissen in der Regel nicht genau, was uns antreibt, was wir wirklich wollen! Deshalb kann es gut sein, dass wir uns ständig „falsche Ziele“ setzen.
    Genau an dieser Stelle setzt die (auf Beeinflussung ausgelegte) Theorie zur Schaffung des HOMO OEKONOMICUS in der praktischen „sozialen“ Marktwirtschaft an. Sie gibt uns Menschen ihre Ziele vor, indem sie ein wunderbares Zukunftsbild von einem sich immer wieder erneuernden Garten Eden (der Himmel auf Erden) in den Kopf einpflanzt – vorausgesetzt, wir gehorchen und shoppen ordentlich!
    Melinda Davis formuliert es in Ihrem Buch „WA(H)RE SEHNSUCHT – Was wir wirklich kaufen wollen“ (Econ Verlag 1. Auflage 2003) wie folgt: „Getrieben von der Sehnsucht nach Wahrheit und Echtheit kaufen wir Produkte, die uns Geborgenheit, Gefühl und Sinn geben“! Aber kann man das wirklich kaufen oder sind wir am Ende durch die Manipulation nur Avatare von uns selbst in einer künstlich geschaffenen Welt geworden? Mit der Realität, was uns im Innersten wirklich antreibt, hat das überhaupt nichts zu tun.
    Fangen wir an einer anderen Stelle noch einmal an neu zu denken: Warum hat das Unternehmen Jochen Schweizer® so viel Erfolg?
    Weil es den Menschen die Chance gibt, sich körperlich und geistig (gut behütet) neu zu entdecken. Und das bedeute Emotionen pur.
  3. Den Schalter umlegen
    Wir glauben, jeden von uns hat schon einmal ein „emotionaler“ Tiefschlag getroffen. Vom Ende der ersten großen Liebe bis zum Verlust eines besonderen Menschen geht die Spanne. Diese Momente zeigen uns sehr deutlich, wie verletzlich wir sind und dass die Zeit endlich ist! Diese bewusste oder unbewusste Reflexion schafft uns die geistige Freiheit, nicht nur etwas verändern zu wollen, sondern es auch wirklich zu können. Es ist die Chance aus altbekannten und eingeschliffenen Routinen auszubrechen.
    Sophia Seiderer veröffentlichte am 07.04.2010 im Welt Print/Wissen den Beitrag: Das Gehirn mag keine Überraschungen. Sie beschreibt hier, dass „Arjen Alink und seine Kollegen vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Experimenten mit Freiwilligen herausgefunden haben, dass erwartete oder bekannte Eindrücke vom Gehirn effektiver verarbeitet werden als unerwartete.“ Im Ergebnis bedeutet das, dass sich der Kopf stärker anstrengen muss, um unbekannte Inhalte zu interpretieren. Es liegt noch kein „Verarbeitungsmuster, keine Erfahrung“ vor. Dies aber verursacht Stress, schüttet aber auch Glückshormone aus. Einmal richtig erlebt und wir wollen es immer wieder. Der Lernprozess kommt langsam in Gang. Es fehlt noch die Orientierung!
    In Ihrem Blog ZURÜCK ZU DIR beschreibt Katharina Pfingsten drei einfache Schritte:
    Schritt 1: Lasse weg, was dich davon abhält, klarer (im Kopf) zu werden.
    Schritt 2: Klar denken – klar sprechen – klar handeln (Gedanken zu Worte zu Taten)
    Schritt 3: Entscheide dich, dich zu entscheiden (Kleine, aber wirksame Schritte)
    An dieser Stelle erlauben wir uns aber den „Zeigefinger“ zu heben! Wir alle sind, wenn wir es bis hierhergeschafft haben, voller emotional unterlegter Erwartungen. Das ist ok! Aber nur solange, wie diese Erwartungen realistisch und keine Wunschvorstellungen sind. Letztere führen leider zum Absturz und setzen uns auf „Start“ zurück.
  4. Einen Vertrag mit sich selbst schließen
    „Wenn die Träume fliegen, verliert man den Verstand, gewinnt aber an Freiheit!“ So würden wir beginnen. Aber was steckt hinter dem Begriff Freiheit? „Freiheit ist ein Zustand, bei dem ein Individuum ohne jeglichen äußeren und inneren Zwang zwischen mehreren Optionen und Alternativen selbstbestimmt wählen (entscheiden) kann“ (https://www.wertesysteme.de/freiheit/). Doch was ist uns die Freiheit wert? Während die Älteren viel darüber philosophieren, leben die jungen gut ausgebildeten Menschen sie längst! Drei Dinge stehen für sie im Vordergrund: Sinnhaftigkeit, Nachhaltigkeit und die Konzentration auf die Entwicklung ihrer ganz individuellen Fähigkeiten. Freiheit ist die Grundlage dafür, Werte die Orientierung und Anerkennung das Ziel und der Lohn! Dafür lohnt es sich doch zu kämpfen – oder etwa nicht?
    Was sind die Konsequenzen daraus? Die Zeiten, wo die Disziplin gebot, zunächst einen „ordentlichen“ Job zu erlernen, um eine Familie gründen und Sie ernähren zu können, sind vorbei. Selbstfindung ist nach der Schule an der Tagesordnung, weil für Selbstfindung und Talententwicklung unser Bildungssystem nicht ausgerichtet ist. Es wird „Nachgearbeitet“! Wer wirklich weiter kommen will geht dorthin, wo ihm die gewünschten individuellen Rahmenbedingungen geboten werden. Die „digital Natives“ tauchen ab in Ihre virtuellen Communitys und entwickeln dort eine Innovationsdynamik, die in gestandenen Unternehmen nicht mehr möglich ist. Die neue Welt ist digital, sie ist dynamisch und sie ist im höchsten Maße emotional. Das hat Auswirkungen.
    Professor Christian Scholz von der Universität des Saarlandes (Betriebswirtschaftler und spezialisiert unter anderem auf Personalmanagement) formuliert es so: „Die (Generation Z) glauben diesen platten Sprüchen wie ‚der Mensch steht im Mittelpunkt‘ einfach nicht und fallen auch nicht auf Werbeslogans rein“. Und weiter: „Die haben gar keine Lust, sich mit Unternehmen auseinanderzusetzen. Entweder sie ignorieren Unternehmen, die sich in ihren Augen nicht gut verhalten; oder – sie gehen einfach“ (https://www.zdf.de/nachrichten/heute/mischt-die-generation-z-die-arbeitswelt-auf-100.html).
  5. Es gibt viele Wege, aber nur einen individuellen persönlichen Fahrplan
    Es gibt nicht mehr „das Ziel“, es gibt nur noch einen Zustand, den man mit aller Kraft erreichen will. Der ist nicht beschreibbar, der wird durch das Gefühl (im Bauch) bestimmt. Wie wäre das, wenn wir jeden Tag „bunte Schmetterlinge“ im Bauch hätten?
    Drei mögliche Antworten:
    • Der Rationale sagt: Nicht auszuhalten! Die pure Hölle!
    • Der Geizige sagt: Da könnte ich viel Geld sparen!
    • Und WIR sagen: Was könnte es Besseres geben!
    Der Zustand definiert das Vorgehen. Aber es gibt keine Blaupause, keine klare Vorgehensweise, kein allgemeingültiges logisches mathematische Modell für den richtigen Weg. Was es braucht ist Mut, Entschlossenheit, Offenheit und Selbstvertrauen, es irgendwie zu schaffen! Und es klingt fast wie ein Spruch von der Kanzel: „Nutze die Intelligenz des Unbewussten und vertraue der Macht der Intuition“.
    Gerd Gingerenzer beschreibt in seinem Buch „Bauchentscheidungen“ (Goldmann-Verlage 11. Auflage Juni 2008) das Phänomen des Kollidierens von Verstand und Intuition. Sinngemäß formuliert er: „Ein gewisses Maß an Dummheit stärkt die Möglichkeit zu gewinnen, ohne zu denken“! Was aber auch bedeutet, dass man selbst schon reichlich Erfahrung mit Erfolgen und Misserfolgen gemacht haben muss. Übung macht halt den Meister!

Neuer Artikel zum Thema Azure Security in der aktuellen Ausgabe des IT-Administrators

In der aktuellen Ausgabe des IT Administrators ist von mir ein Artikel erschienen, welcher verschiedene Werkzeuge zum Thema Sicherheit in Microsoft Azure untersucht. Leseprobe:

„Microsoft Azure ist eine Plattform, welche eine Vielzahl verschiedener Dienste anbietet. Und jeder dieser Dienste ist potentiell verwundbar. Gleichzeitig steigt die Bedrohung von Diensten immer weiter an. Dem zu begegnen bietet Microsoft Azure eine Vielzahl von Sicherheitsdiensten, dieser Artikel bietet einen Überblick welchen Dienst sie wo und wie einsetzen können.

Dieser Artikel untersucht ausschließlich Dienste welche direkt von Microsoft zur Verfügung gestellt werden und produktiv sind. Dienste in der Vorschau und von Drittanbietern werden nicht beachtet. Ebenso soll in den Diensten nur die Möglichkeiten des Free Tarifs untersucht werden, sofern nicht ausdrücklich anders erwähnt. Einige Dienste gibt es allerdings nur in einer kostenpflichtigen Variante, diese werden ebenfalls betrachtet. Als Fazit sollten Sie ein grundlegendes Verständnis haben welcher Dienst wann eingesetzt werden kann. Natürlich lassen sich die verschiedenen Dienste kombinieren und ergänzen sich gegenseitig.“

Foto IT Administrator Sicherheit in Microsoft Azure

Daten anlegen, ändern und löschen mit PowerApps


Dieser Blogartikel ist Teil einer Serie über das Erstellen von PowerApps. Weitere Artikel finden Sie hier:

1.            Arbeiten mit PowerApps – Grundlagen
2.            Grundlagen von PowerApps Komponenten und PowerApps Studio

Die beiden vorherigen Artikel haben sich mit den Grundlagen von PowerApp und deren Komponenten beschäftigt. Dabei wurden die ersten Teile einer PowerApp für ein einfaches Bestellwesen entwickelt. Dieser Artikel beschreibt das weitere Vorgehen und erweitert die vorher erstellte PowerApp.

Im aktuellen Stand haben wie der PowerApp eine Datenverbindung zu SharePoint hinzugefügt und einen Datentabelle sowie ein Formular zum Bearbeiten der einzelnen Datensätze eingefügt.

Die nächsten Aufgaben wären jetzt die Änderungen in die Datenquelle zurückzuschreiben, neue Einträge in der Datenquelle zu erstellen sowie vorhandene zu löschen. Wir benötigen dazu zuerst drei Schaltflächen, eine für das Speichern von Änderungen, eine um einen neuem Eintrag zu erstellen und eine zum Löschen. Klicken Sie dazu im Ribbon auf Einfügen und auf Schaltfläche.

Platzieren Sie die Schaltflächen unterhalb des Formulars. Wenn Sie eine Schaltfläche anklicken, können Sie in der Eigenschaft Text die Beschriftung ändern. Es bietet sich außerdem an den Schaltflächen einen selbst beschreibenden Namen zu geben.

Achtung: Wir werden im Folgenden einige Formeln verwenden. In der Dokumentation ist angegeben, dass Argumente in einer Funktion mit einem Komma (,) getrennt werden. Wenn Sie allerdings in einer deutschsprachigen Umgebung entwickeln, müssen Sie die Argumente mit einem Semikolon (;) trennen! Ich werde in diesen Artikeln in einer deutschsprachigen Umgebung arbeiten. Beachten Sie auch, dass die Codebeispiele aus dem Internet fast immer mit Komma arbeiten. Wenn Sie diese Beispiele verwenden wollen, müssen Sie diese entsprechend ändern.

Neue Daten anlegen

Damit ein Speichervorgang ausgeführt wird, muss die Datenquelle auf den Klick der Schaltfläche Neuer Eintrag reagieren. Dies erfolgt über eine Formel, welche der Schaltfläche in der Registerkarte Erweitert in der Eigenschaft OnSelect mitgegeben wird. Es gibt mehrere Formeln, welche dazu verwendet werden können einen neuen Wert in einer Datenquelle zu speichern.

Die erste Möglichkeit ist die Formel NewForm(Name des Formulars). In meinen Fall wäre dies

NewForm(Form1).

Dieses Format hat allerdings Probleme, wenn Sie im gleichen Formular Einträge ändern und neue Einträge erstellen. Daher ist die bessere Alternative, die Formel Collect zu verwenden. Die Formel besteht aus dem Format:

Collect(Datenquelle, Element, … )

wobei Element eine Aufzählung ist welche Felder in der Datenquelle mit welchem Wert gefüllt werden. Die Auflistung hat dabei das Format {Name des Felds in der Datenquelle:Wert eines Feldes in der PowerApp;<Nächstes Feld…>}
In unserem Fall würde also die Formel wie folgt aussehen. Diese Formel tragen wir in die OnSelect Eigenschaft der Schaltfläche Neuer Eintrag ein.

Collect(Bestellungen;{Title:DataCardValue1.Text;Menge:Value(DataCardValue2.Text);Beschreibung:DataCardValue3.Text})

Die Felder welche wir in der Funktion angeben, DataCardValueX, sind die Felder welche die Werte im Formular enthalten. Diese Felder werden in PowerApp Karten genannt. Sie können die Namen der Felder/Karten in der Übersicht links finden, indem Sie einfach die Datenfelder des entsprechenden Formulars erweitern.

Wenn ein neuer Wert einer Datenquelle hinzugefügt wird, wird diese automatisch aktualisiert. Damit wird der neue Wert auch gleich in der Datentabelle angezeigt.

Achtung: Die Funktion Collect prüft nicht, ob die Datenquelle welche Sie angeben wirklich existiert. Wenn Sie also z.B. einen Schreibfehler haben, wird die Funktion ohne Beanstandung ausgeführt, Sie erhalten allerdings keinerlei Ergebnis oder Fehler.

Damit wir nach jeden Eintrag wieder leere Eingabefelder haben und das Formular zurücksetzen, ergänzen wir die Formel oben um ;;NewForm(Form1);;ResetForm(Form1). Dabei verbindet ;; zwei Formeln miteinander. Die komplette Formel wäre also

Collect(Bestellungen;{Title:DataCardValue1.Text;Menge:Value(DataCardValue2.Text);Beschreibung:DataCardValue3.Text});;NewForm(Form1);;ResetForm(Form1)

Vorhandene Daten aktualisieren

Vorhandene Daten zu aktualisieren ist einfacher. Editieren Sie die Schaltfläche zum Aktualisieren wie schon oben beschrieben und benennen diese mit Speichern. In der OnSelect Eigenschaft können wir jetzt aber nicht mehr die Collect Funktion verwenden, sondern einfach SubmitForm(Name des Formulars). In meinen Fall wäre dies

SubmitForm(Form1)

Wenn Sie einen Datensatz in der Tabelle anklicken, erscheint dieser im Formular. Ändern Sie die Werte entsprechend und klicken Sie dann auf den Button.

Vorhandene Daten löschen

Um vorhandene Daten zu löschen, editieren Sie die dritte Schalfläche und ändern die Beschriftung in Löschen. Fügen in der OnSelect Eigenschaft der Schaltfläche die folgende Formel ein.

Remove(Bestellungen;DataTable1.Selected)

Dabei ist Bestellungen die Datenquelle und DataTable1.Selected der ausgewählte Datensatz in der Datentabelle.

Haben Sie diese Anforderung schon einmal gehabt? Oder eine andere Frage? Dann schreiben Sie einen Kommentar!

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Arbeiten mit dem PowerApps Studio for the web

Dieser Blogartikel ist Teil einer Serie über das Erstellen von PowerApps. Weitere Artikel dieser Serie finden Sie hier:

  1. Arbeiten mit PowerApps – Grundlagen

In letzten Blogartikel haben wir uns mit den Grundlagen von PowerApps beschäftigt sowie unsere erste Canvas-App erstellt und dabei das PowerApps Studio for the web geöffnet. Dieser zweite Artikel der Serie erläutert, wie Sie mit diesem Studio arbeiten können und wie Sie Ihrer ersten App Funktionen hinzufügen. Geplant ist eine App, in welche Benutzer eine Bestellung für Büromaterial aufgeben können. Das Speichern der Anforderung erfolgt dabei in einer SharePoint Liste.

Arbeiten mit dem PowerApps Studio for the web

Die Abbildung unten zeigt das PowerApps Studio for the web unmittelbar nach dem öffnen. Dabei haben die folgenden Punkte die folgende Funktion:

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Ribbon: DieMenüleiste, in welcher sich die Steuerelemente befinden, welcher Sie der App hinzufügen können. Diese verteilen sich auf die Menüs Start und Einfügen. Im Weiteren werde ich auf verschiedene Steuerelemente eingehen.
Wenn Sie neue Elemente der PowerApp hinzufügen, sollten Sie diese sinnvoll umbenennen. In diesem Workshop werde ich ausnahmsweise darauf verzichten, da es das Verständnis noch weiter erschweren würde.

Formelfeld: Das Eingabefeld für eine Formel für ein ausgewähltes Element. Formeln ähneln stark dem bekannten Format aus Excel und sind für eine App unersetzlich. Eine Übersicht über alle Formeln finden Sie hier: Referenz zu Formeln für PowerApps.

App Überprüfung: Wenn Sie im Studio eine Formel eingeben, so wird diese unmittelbar geprüft. Falls Fehler gefunden wurden, wird hier ein roter Punkt angezeigt. Ein Klick darauf öffnet einen Dialog mit einer Übersicht aller Fehler. Sie können allerdings eine App trotz Fehler veröffentlichen.

App starten: Hier können Sie den aktuellen Start ihrer App testen. Dies geht partiell auch, wenn Sie die ALT Taste gedrückt halten und dann auf das die Elemente in Designer klicken. Eine entsprechende Meldung wird Ihnen auch angezeigt, wenn Sie den Test verlassen.

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Die App wird beim Starten allerdings nicht für andere Benutzer veröffentlicht und auch nicht gespeichert! Zwar gibt es eine Autosave Funktion, welche aber erst aktiv wird, nachdem Sie zumindest einmal manuell gespeichert haben. Sie sollten dies also gleich nach dem Erstellen der App als erstes machen.

App teilen: Geben Sie andern Mitarbeitern Zugriff auf Ihre App.

Alle Elemente in der App: Eine App besteht aus vielen verschiedenen Elementen. So können Sie mehrere Screen haben auf denen sich wiederum Formulare, Schaltflächen und vielen mehr befinden können. In dieser Übersicht können Sie schnell auf alle Elemente in der App zugreifen. Im rechten Bereich werden dann die jeweiligen Eigenschaften des Elementes angezeigt wenn Sie dieses anklicken.

App Screen: Hier erstellen Sie Ihre App. Platzieren Sie Elemente und schalten Sie zwischen den verschiedenen Screens um. Sie können diesen Bereich maximieren und darin zoomen.

Eigenschaften eines ausgewählten Elementes in der App: Hier befinden sich mehrere Reiter, in welchen Sie die Eigenschaften eines ausgewählten Elementes anpassen können. So können Sie zum Beispiel entweder hier oder im Formelfeld einem Element eine Formel mitgeben.

Workshop: Der PowerApps Elemente hinzufügen

Damit wir Daten in einer App speichern können, benutzen wir eine SharePoint Liste. Die App soll ja dazu dienen, eine interne Bestellung von Büromaterial zu ermöglichen. Die Bestellungen werden dabei in einer benutzerdefinierte SharePoint Liste mit dem folgende Format gespeichert:

Feldname Datentyp Beschreibung
Titel Text Dieses Feld ist von SharePoint vorbelegt. Sie können den Namen ändern, aber wenn Sie das Feld in der App ansprechen wollen, so wird immer noch auf den internen Namen Titel verwiesen.
Menge Zahl Wie viel soll bestellt werden
Beschreibung Textfeld Falls eine weitere Beschreibung nötig ist.

Arbeiten mit Datenquellen

Unsere SharePoint Liste liegt unter der angenommen URL httpS://xyz.sharepoint.com/sites/intern/ Lists/Bestellungen. Für alle weiteren Vorgänge müssen Sie diese URL natürlich mit ihrer eigenen URL ersetzen. Nachdem wir unsere neue PowerApp geöffnet haben, ist diese zunächst leer. Wir sehen einen leeren Screen als Container für unsere Elemente und sonst weiter nichts. Bevor wir jetzt beginnen neue Elemente dem Screen hinzuzufügen, müssen wir zuerst unsere Datenquelle, in dem Fall die SharePoint Liste, mit der PowerApp verbinden. Dies sollten Sie auch immer zuerst machen, weil Sie a.) damit eventuelle Probleme (und die gibt es immer mal!) sofort begegnen und b.) alle Elemente, sofern diese eine Datenbindung unterstützen, die Datenquelle gleich zur Auswahl anbieten.

Um eine Datenquelle an eine PowerApp anzubinden, gibt es verschiedene Konnektoren. Viele davon sind im Standardtarif enthalten, einige davon werden nur in PowerApps Plänen eins und zwei lizenziert. Ein Konnektor stellt eine Verbindung zu einer angegeben Datenquelle her und sorgt dabei für den jeweils spezifischen Zugriff auf die Daten. Außerdem werden im Hintergrund sämtliche Funktionen erstellt um die Daten in der Quelle zu lesen, zu ändern, zu löschen und neue hinzuzufügen. Diese Aktionen werden dann von Steuerelementen in der PowerApp ausgeführt. Wie dies im Einzelnen in der Datenquelle geschieht, kann uns egal sein.

Um eine SharePoint Liste der PowerApp hinzuzufügen, klicken Sie im PowerApps Studio for the web auf die Menüleiste Ansicht und dort auf Datenquelle. In dem erscheinenden Panel klicken Sie auf die Schaltfläche Datenquelle hinzufügen und auf +Neue Verbindung.

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Sie sehen eine Liste aller Konnektoren. Es werden Ihnen alle Konnektoren angezeigt, auch die in der Vorschau sind (Symbol Lampe) und die Premiumkonnektoren für Plan eins und zwei (Symbol Siegel). Suchen Sie den Konnektor SharePoint und klicken Sie auf Erstellen. Wie Sie sehen können, sind auch lokale Daten möglich. Allerdings benötigen Sie dazu einen Konnektor, welchen Sie im Vorfeld extra aufsetzen müssen.

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Geben Sie bei Verbindung mit einer SharePoint Website herstellen die Adresse der SharePoint Site ein, auf welcher sich die Liste Bestellung befindet und klicken Sie auf Los. In meinem Beispiel wäre dies httpS://xyz.sharepoint.com/sites/intern/. Markieren Sie die vorher erstellte Liste Bestellung und klicken Sie auf Verbinden. Damit ist die Liste aus SharePoint mit der PowerApp verbunden. Das Panel können Sie dann schließen.

Datentabelle hinzufügen

Um den Inhalt der SharePoint Liste zu sehen klicken Sie auf Einfügen und Datentabelle. Es öffnet sich ein Panel, in welchen Sie für die Datentabelle eine Datenquelle auswählen müssen. Wählen Sie die vorher erstellte Datenquelle Bestellung aus. Es werden sofort die schon vorhandenen Daten angezeigt. In dem Panel können Sie jetzt festlegen welche Felder angezeigt werden und in welcher Reihenfolge. Ziehen Sie dazu Felder auf dem Panel in die gewünschte Reihenfolge.

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Wenn Sie jetzt auf eine Spalte in der Tabelle klicken, sowohl im Screen aus als links in der Übersicht aller Elemente, können Sie sehen, wie Sie für jedes Element Eigenschaften, Regeln und mehr über Erweitert einstellen können.

Daten ändern und neu anlegen

Leider bietet das Steuerelement Datentabelle keine Möglichkeit Daten darin zu editieren oder neue hinzuzufügen. Um dies zu erreichen, fügen Sie dem Screen über Einfügen ein Formular vom Typ Bearbeiten hinzu.

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Auch dieses Steuerelement muss mit einer Datenquelle verbunden werden. Wählen Sie wieder die Datenquelle Bestellung. Bei der Einstellung An Spalten ausrichten wählen Sie 1. Positionieren Sie dann das Steuerelement rechts neben der Datentabelle.

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Damit in dem Formular der jeweils in der Datentabelle ausgewählte Datensatz angezeigt wird, muss dieser dem Formular noch mitgegeben werden. Markieren Sie dazu das Formular, damit Sie die Eigenschaften angezeigt bekommen. Klicken Sie auf die Registerkarte Erweitert. In Abschnitt Daten tragen Sie in die das Feld Items DataTable1.Selected ein. Damit verweisen Sie auf die Datentabelle und die jeweils darin selektierten Zeile.

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Haben Sie die Datentabelle umbenannt, müssen Sie die Formel natürlich ändern. Klicken Sie zum testen oben auf das Dreieck.

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Das Ergebnis sollte ähnlich der Abbildung unten sein. Wenn Sie eine Zeile anklicken, sollte die Werte in dem Formular stehen.

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Wie Sie weitere Aktionen in der PowerApp vornehmen können, erfahren Sie mit dem nächsten Beitrag.

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Arbeiten mit PowerApps – Grundlagen

 

Viele haben schon davon gehört, wenig (gefühlt) damit gearbeitet. Die Rede ist von PowerApps von Microsoft. PowerApps sind ein wichtiger Baustein in der Cloud Strategie von Microsoft. Denn PowerApps sollen über Funktion und Oberfläche alle Cloudsysteme miteinander verbinden. Da PowerApps mit der Microsoft Cloud Workflow Umgebung Flow umgehen können, ergänzen sich beide perfekt. Außerdem können beide Anwendungen auch mit lokalen Daten arbeiten, sind also nicht auf die Cloud beschränkt. Und nicht zu vergessen, in SharePoint Online können die Listenformulare schon lange mit PowerApps ersetzt werden. Zeit also, sich PowerApp etwas genauer anzuschauen.

Dieser Artikel ist der Start einer mehrteiligen Serie, welche sich den folgenden Schwerpunkten widmen wird.

1 – Arbeiten mit PowerApps – Grundlagen – Dieser Artikel
2 – Grundlagen von PowerApps Komponenten und PowerApps Studio
3 – Daten anlegen, ändern und löschen mit PowerApps Komponenten
4 – Arbeiten mit Katalogen in PowerApps
5 – Daten  durchsuchen und arbeiten mit Eingabefeldern in PowerApps

In der Serie wird es eine praktische Mischung zwischen Theorie und Praxis geben. Jeder Beitrag wird dabei eine Erläuterung enthalten und einen entsprechenden Workshop. Als Beispielanwendung werden wir eine Bestellung für Büromaterial implementieren. Wenn Sie das Beispiel nachvollziehen möchten, benötigen Sie eine Office 365 Lizenz oder zumindest einen SharePoint Online Plan.

Mein Einstieg in PowerApps verlief nicht ganz so erfreulich. Ich hatte die Möglichkeit schon die erste Beta zu testen, bin damit aber einfach nicht zurechtgekommen. Dies lag vielleicht auch daran, dass zu diesem Zeitpunkt die Doku einfach nicht ausreichend war und ich auch nicht unbedingt die Notwendigkeit gesehen habe. Dies hat sich geändert. PowerApps sind eine wunderbare Möglichkeit um einfach und schnell ohne Programmierung Lösungen zu entwickeln. Microsoft propagiert PowerApps auch als Nachfolger für InfoPath und wenn man einmal intensiver mit PowerApps gearbeitet hat, sind die Ähnlichkeiten nicht von der Hand zu weisen. Im Gegensatz zu InfoPath werden PowerApps auch ständig weiterentwickelt.

Es gibt natürlich viele Unterschiede zwischen PowerApps und InfoPath, z.B. Formeln. In PowerApps wird sehr oft mit Formeln gearbeitet, welche sich an die bekannte Syntax der Excelformeln anlehnen. Wenn man vorher schon mit diesen gearbeitet hat, fällt einen der Einstieg in PowerApps vergleichsweise leicht. Ein reiner Entwickler wird sich damit wahrscheinlich eher plagen, denn dieser wird sofort versuchen Aufgaben mit JavaScript oder ähnlich zu lösen. Nativ kann ich keinen solchen Code in PowerApps verwenden, aber ich kann mit Azure Functions arbeiten. Und in diesen wiederum habe ich (fast) völlige Freiheit.

Optimiert sind PowerApps für Tablet und Phones. Sie können natürlich auch im Browser laufen, entweder als eine ganze Seite oder aber eingebettet in einem iFrame. Da aber die mobilen Geräte die Zielgruppe sind, können Sie beim Erstellen einer App nur zwischen den beiden Geräteklassen Tablet und Phone unterscheiden. Die Auflösung der App können Sie nachträglich ändern. Für Android und iOS gibt es eine App, welche das Ausführen von PowerApps darin erlaubt.

Es kann grundlegend zwischen zwei Arten von PowerApps entschieden werden: Canvas-Apps und Modellgesteuerte Apps. In einer Canvas-App haben Sie die volle Kontrolle über das Layout und die Funktion. In der Regel erstellen Sie eine Canvas-Apps. Modellgesteuerte Apps setzen dagegen auf ein festes Datenmodell auf. Deren Funktion und Layout kann eingeschränkt sein. Diese Art von PowerApps werden unter anderem bei Dynamics 365 verwendet.

Jeder Benutzer, welche ein Office 365 Konto hat, kann PowerApps erstellen und ausführen. Daneben gibt es noch weitere Preismodelle. Wie üblich unterscheiden sich diese im Umfang der jeweiligen Möglichkeiten und im Mengengerüst. Eine Übersicht finden Sie unter https://powerapps.microsoft.com/de-de/pricing. Eine Besonderheit sind dabei die Benutzer von Dynamics 365, diese haben automatisch PowerApps im höchstmöglichen Tarif. Jeder Benutzer, der eine PowerApp ausführt, benötigt eine (kostenlose) Lizenz. Die Möglichkeiten unterscheiden sich auch noch einmal aufgrund des zu Grunde liegenden Office 365 Tarifes. Eine genaue Übersicht bietet https://docs.microsoft.com/de-de/powerapps/administrator/pricing-billing-skus

Workshop: Mit PowerApps starten

Dieser Abschnitt beschreibt, wie Sie Ihre erste PowerApp grundlegend erstellten können. Dazu benutzen wir das PowerApps Studio for the web. Das PowerApps Studio für Windows wird nicht weiter entwickelt und soll nicht mehr genutzt werden. In diesem ersten Teil werden wir die PowerApp erst einmal nur erstellen und in den weiteren Beiträgen entsprechend anpassen.

Gehen Sie im Browser Ihrer Wahl zu der Adresse https://powerapps.microsoft.com und melden Sie sich dort mit Ihrem Office 365 Konto an oder erstellen Sie ein kostenloses Konto. Sie kommen auf eine Startseite, auf welcher Sie sofort eine neue, eigene PowerApp erstellen können oder sich erst einmal eine Vorlage anschauen. Beim ersten Anmelden werden Sie nach der Sprache gefragt. Beachten Sie, dass wenn Sie Deutsch auswählen Sie in allen Formel nicht das Komma (,) verwenden müssen sondern das Semikolon (;).

Sich eine Vorlage anzuschauen ist für den Anfang keine schlechte Idee um damit ein Gefühl für PowerApps zu bekommen. In unserem Beispiel möchten wir aber zuerst eine Canvas-App ohne Vorlage für einen Tablet erstellen. Zeigen Sie auf die entsprechende Kachel in der Reihe der Vorlagen links. Über der Schaltfläche Diese App erstellen finden Sie zwei Symbole. Klicken Sie auf das Symbol für das Tablet und dann auf die Schaltfläche. Die folgende Meldung Willkommen bei PowerApps Studio überspringen wir vorerst.

Im Studio haben Sie oben ein Ribbon. Klicken Sie auf Datei und dann auf App-Einstellungen. Hier können Sie der App einen eindeutigen Namen geben und grundlegende Designanpassungen vornehmen. Klicken Sie auf Bildschirmgröße und Ausrichtung und geben Sie das Format und die Größe an. Dies sollten Sie am Anfang machen um später nicht zeitaufwendig das Layout zu ändern. Wie Sie im weiter an der App arbeiten, Steuerlemente und Datenquellen hinzufügen lernen Sie im nächsten Beitrag.
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Digitale Behördenprozesse in Deutschland – Ein Selbstversuch

Allenthalben hört man von digitalen Behördenprozessen und -abhängig vom Standpunkt- wie schlecht oder auch wie gut diese schon sind. Ich hatte das Vergnügen, nein, das Erlebnis dies bei der Umschreibung eines KFZ in Chemnitz zu testen. Umgeschrieben werden soll dabei das KFZ von Firma A auf Firma B. Komplett online geht das nicht, man kann aber zumindest online einen Termin reservieren und einige Stammdaten eingeben. Und da geht das Dilemma schon los.

Auf der Startseite der Anwendung  gibt es einen Hinweis, was ich als Firmeninhaber so brauche, wenn ich ein KFZ umschreiben möchte. Der Handelsregisterauszug wird als gegebenenfalls deklariert, dies wird später noch wichtig. Wann ich diesen brauche und wann nicht, wird aber nicht erwähnt. Da dieser was kostet, wenn er aktuell ist und ich wenig Zeit habe, besorgte ich diesen nicht.

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Irgendwann kommt man zur der Stelle, wo man für die KFZ Steuer die Kontodaten erfassen muss. Die BIC ist dabei ein Pflichtfeld. Warum eigentlich, die IBAN löst ja auch die Bank auf. Egal, würde das Feld auch die BIC der Postbank akzeptieren, wäre das auch kein Problem. Macht es aber nicht. Egal wie, hinein kopieren, von Hand eintragen, die Eingabe wäre „nicht plausibel“. Aus meiner Not heraus habe ich dann eine BIC eines anderen Kontos eingetragen, und siehe da, es geht! Auf der Website steht, Copyright 2015. Vielleicht wurde zu diesem Zeitpunkt eine Liste der damals gängigen BICs eingelesen und das war es dann. Wenn ich schon solche Klimmzüge machen muss, wie soll das ein nicht IT-affiner Mensch können? Und warum ist keine E-Mail Adresse o.ä. angegeben, damit man mal darüber informieren kann was nicht geht? Fragen über Fragen…

Meinen Termin, mit falsche BIC, habe ich dann noch erhalten. Also zum Amt um das Auto umzumelden. Geht aber nicht so einfach, denn, man vermutet es: Ein Handelsregisterauszug ist Pflicht. Das würde so auf der Webseite stehen, ich müsste nur richtig lesen. Aha. Wenn ich nur solch ein Selbstbewusstsein hätte… Mein Einwurf, ich muss das Auto heute ummelden, dass muss jetzt gehen, wurde damit beantwortet, ich kann mir doch einfach einen Handelsregisterauszug besorgen. Ja, das Amt kann es, der normale Bürger nicht. Denn der muss sich erst bei handelsregister.de anmelden, verifizieren und kann dann man mal einen Auszug bekommen. Stimmt natürlich nicht, laut Bearbeiter, das gehe einfacher. Wie denn nun aber, das war auch nach mehrmaliger Nachfrage nicht herauszubekommen. Da Prozesse von Menschen leben, wurde dann aber doch durch die Bearbeiterin amtsintern ein Auszug organisiert. Dafür vielen Dank, aber das alles wäre vermeidbar gewesen.

Das dann noch die vorläufige Versicherungsnummer nicht passte und das EDV Programm damit streikte, geschenkt. Eine neue Nummer wurde dann von mir via Telefon besorgt.

Fazit: Da liegt noch viel im Argen. Und vielleicht steht manchen doch ein wenig mehr Bescheidenheit an.

Artikel über Azure Speicher im Printmagazin IT-Administrator

Am 06.2.2019 erscheint von mir ein Artikel über Microsoft Azure Speicher im Printmagazin IT Administrator – https://www.it-administrator.de. Der Artikel erläutert, wie Sie Speicher in Microsoft Azure reservieren, was die Kosten beeinflusst und wie Sie den Speicher verwalten. Es hat viel Spaß gemacht den Artikel zu schreiben, weitere werden folgen. Als Vorgeschmack hier der Teaser sowie die ersten Absätze des Artikels.

„Wer sich mit Microsoft Azure beschäftigt, kommt an Azure Speicher kaum vorbei. Denn jede virtuelle Maschine, jedes Backup, jedes Log und jede Datenbank nutzt diesen Speicher. Dessen Verwaltung kann sich anfangs als komplexer herausstellen als zunächst gedacht. Der Workshop legt die Grundlagen für einen einfachen Einstieg und will gleichzeitig zum Experimentieren anregen.

Microsoft Azure Speicher ist von jedem Ort der Welt per HTTP oder HTTPS verfügbar, dabei sehr schnell und – wenn Sie einige Prinzipien verstanden haben – auch einfach zu verwalten. Natürlich sind die Daten verschlüsselt, wenn Sie möchten, sogar mit Ihrem eigenen Schlüssel. Der Preis setzt sich aus der Menge der gespeicherten Daten, deren Abruf aus dem Speicher von einem Client und Schreib- und Lesevorgängen in den Daten zusammen. Über verschiedene Optionen kann ein Administrator den für den jeweiligen Anwendungszweck besten Tarif wählen. Einige dieser Optionen lassen sich auch jederzeit ändern, zum Beispiel wann Daten, die bisher in ständigem Zugriff waren, zu Archivdaten werden. Um die dahinter liegende Infrastruktur zur Speicherung und dem Abruf der Daten muss sich der Administrator keine Sorgen machen. So bleibt mehr Zeit für das Wesentliche.

Um Microsoft Azure Speicher zu nutzen, müssen Sie zuerst über ein Azure-Abonnement verfügen und darin ein Speicherkonto erstellen. Das Speicherkonto dient dabei als Container, um verschiedene Anforderungen voneinander abzugrenzen. Um das Speicherkonto zu erstellen, erweitern Sie im Azure-Portal das Menü auf der linken Seite, um die Dienste zu öffnen, und klicken auf „Alle Dienste“. Scrollen Sie anschließend nach unten zu „Speicher“ und wählen Sie „Speicherkonten“. Klicken Sie im angezeigten Fenster auf „Hinzufügen“. “

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Acht Thesen zur digitalen Transformation These 4: „Zukunftsstrategie neu formulieren“

Autoren: Dr. Gerd Friese und Nico Thiemer

Dies ist der fünfte Artikel in der Serie „Acht Thesen zur digitalen Transformation“. Die vierte These lautete, dass eine Zukunftsstrategie neu formuliert werden muss.

These 4: Zukunftsstrategie neu formulieren

Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen. Helmut Schmidt sagte diesen Satz 1980 im Bundeswahlkampf über Willi Brandt. Wer aber seine speziellen Wähler einzig mit Geschenken kapern will, läuft Gefahr, seine eigentlichen Geldgeber (Steuerzahler) aus den Augen zu verlieren.

In der Wirtschaft läuft es genau anders herum. Ohne klare Orientierung gibt es keine Zukunft für die Firma. Je schneller sich der Wandel vollzieht, umso mehr brauchen wir einen emotionalen Bezug zu etwas, wofür es sich lohnt zu arbeiten. Und das ist nicht unbedingt nur klingende Münze. 

 Vielmehr geht es zunehmend um mehr persönliche Anerkennung, Sinnhaftigkeit und Lebensqualität bis ins hohe Alter!“

Was verstehen wir unter der These 4?

Eine Zukunftsstrategie setzt natürlich ein Bild von der Zukunft selbst voraus. Und im Mittelpunkt dieses Bildes sollte immer noch der „Mensch“ als die zentrale Gestaltungskompetenz stehen.  Dies so klar zu definieren ist in Zeiten der digitalen Transformation ein MUSS, keine Option! Ein Unternehmer, der zukünftig Wertschöpfung generieren will, kommt daran nicht vorbei.

Warum ist das so? Liest man nicht allerorten, dass die Maschinen uns bald alle Tätigkeiten abnehmen werden? Warum soll der Mensch überhaupt noch arbeiten. Dieser etwas simplen Aussage liegt eine fatale falsche Annahme zugrunde. Denn Tätigkeit ist nicht gleich Arbeit. Arbeit ist ein sozialer Akt, ein -wenn auch nicht immer sehr ausgeprägt- kreativer Akt. Eine Tätigkeit ist dies oft nicht. So werden Maschinen Tätigkeiten übernehmen, aber wahrscheinlich (hoffentlich, zu mindestens in der näheren Zukunft) keine Kreativität an den Tag legen können. Dies bleibt das „Privileg“ des Menschen.

Die Perspektiven: Sich auf seine Stärke besinnen und eine klare Orientierung entwickeln

  1. Wer keine Orientierung hat, wird von der Angst beherrscht und manipulierbar!

In vielen Organisationen ist auf verschiedenen Ebenen eine diffuse Angst zu spüren. Angst zu versagen, Angst Verantwortung zu übernehmen, Angst sich zu bewegen und damit auch (ganz unabsichtlich) den Zorn eines Vorgesetzten zu erregen. Diese Angst ist oftmals eine Folge des technologischen Wandels auf der einen Seite und intransparenter Prozesse und Abläufe im Arbeitsumfeld auf der anderen Seite.

Das Schlimme ist, dass Intransparenz das Entstehen von verdeckten Machtstrukturen fördert und demjenigen mit dem größten Ellenbogen erlaubt, den größten Gewinn daraus zu ziehen. Damit wird einer Manipulation Tür und Tor geöffnet und die Wertschöpfung komplett ausgehebelt.

Moderne transparente und chatbasierende Arbeitsumgebungen (z. B. Slack oder Microsoft Team) verhindern dies. Und genau das ist auch der Grund, warum gerade das mittlere Management solche Werkzeuge scheut bzw. ablehnt.

Und hier offenbart sich die Veränderung sehr deutlich! Die Führungskräfte „von heute“ müssen über die Kompetenz verfügen mehr zu moderieren, als nur „anzuweisen“! Aber das müssen Sie auch perfekt beherrschen!  Und, sie müssen es auch wollen.

  1. Vorwärts zurück in die Vergangenheit – das Nachwirken alter Frameworks!

Der Grund, warum viele Menschen ängstlich in die Zukunft schauen, ist einfach. Sie empfinden, dass der technologische Fortschritt in all seinen Facetten eine autonome Kraft darstellt. Sie können nichts dagegen tun. Sie können nichts daran ändern. Früher war alles einfacher, besser, schöner!

Aber die Zukunft ist nicht vorherbestimmt! Sie ist gestaltbar, entwickelbar! Man muss nur den Mut haben, es gemeinsam auch zu tun. Die Zeiten, wo jeder sich auf die „Vorsorgepflicht“ des Staates, des VEB oder der Aktiengesellschaft berufen konnte, gab es in der Realität nie (nur in der Phantasie)!

Wie bereits festgestellt, wird die zukünftige Arbeit Kopfarbeit, also kreative Arbeit sein. Dafür bedarf es eines entsprechenden denkfreundlichen „Arbeitsumfeldes“. Ist dies nicht vorhanden, dann sollte es schnellsten neu geschaffen bzw. die bestehenden bescheidenen Ansätze weiter entwickelt werden.

Die heutige Fixierung auf völlige Auslastung der Arbeitskraft eines Mitarbeiters stammt aus dem Industriezeitalter.  Es liegt die Annahme zugrunde, dass nur unter diese Maßgabe der maximale Profit entstehen kann. In den kreativen, den zukünftigen Arbeitsfeldern, ist solches Gedankengut das reinste Gift. Denn es entscheidet dann die Qualität mehr als die Quantität – auch wenn es bedeutet, dass der Mitarbeiter eben mal „geistigen Leerlauf“ hat. Quantität ist eine Frage der Tätigkeit und damit eine Aufgabe für Maschinen.

Es  bedarf folgender Voraussetzungen:

  • Wissen, um was es bei den Veränderungen im Kern überhaupt geht!
  • Einer klaren Zukunftsorientierung (Unternehmeridee, Unternehmensvision und eigener Platz)!
  • Genügend Mut bewusst teilhaben zu wollen und die Kraft es auch zu tun!

Das alles ist nicht neu! Führen über Kompetenz ist allerdings in der klassischen Lehre und auch in der Lebenserfahrung vieler gestandener Manager nicht ausreichend enthalten. Diskursivere Prozesse bedingen, dass man sich selber nicht so wichtig nimmt. Besser ist: Das man zuhört und auch lernt.

  1. Warum der Glaube an Linearität (Vorherbestimmbarkeit) genauso falsch ist wie die Annahme, dass Chaos könnte sich von selbst ordnen!

Linearität bedeutet, dass, wenn sich eine Komponente im Umfeld ändert,  sich alle anderen in gleicher, in adäquaten (proportionaler) Form ebenfalls ändern. Zukunft wäre  berechenbar!

Das würde nur dann eintreten, wenn

  • die technologische Entwicklung sehr langsam von statten geht und
  • die Veränderungen nicht parallel, sondern nacheinander ablaufen.

Somit wären sie vom Betrachter nachvollziehbar, verstehbar und damit beherrschbar.

Tatsächlich aber laufen viele Veränderungen vor dem Auge eines hypothetischen externen unbeteiligten Betrachters in Raum und Zeit unbestimmt bzw. undefiniert in ihren Parametern ab. Die Komplexität der Vorgänge übersteigt die rationalen Fähigkeiten unseres Gehirns zur Schaffung von Ordnung um ein Vielfaches. Wer nicht gelernt hat, das Wichtige vom Unwichtigen zu trennen, zu abstrahieren bzw. immer wiederkehrende Muster zu erkennen, wer es nicht schafft daraus für sich (das Team) eine Handlungsstruktur zu entwickeln, wird in der Flut der Informationen jämmerlich ertrinken. Es geht um das WIE, erst dann um das WAS und am Ende erst ums Geld!

Chaos an sich gibt es nicht! Chaos ist eine Chance für neue Möglichkeiten. Es ist die Grundlage für die Gestaltung der Zukunft – oder einen Rückfall in die Anarchie der vergangenen Jahrhunderte.

  1. Jeder von uns muss sich seinen Weg durch die „Unbestimmbarkeit“ ins digitale Kommunikations-Zeitalter suchen!

Statt des Begriffes Digitalisierung wird in der Öffentlichkeit zunehmend der Begriff „NEW WORK“ verwendet. Das ist sinnvoll!

Hier geht es aber nicht um die Arbeit an sich, sondern darum, wie Arbeit neu zu gestalten ist. Ohne „Vorbestimmtheit“ bedeutet dies für die an der Arbeit Beteiligten immer wieder die Durchquerung einer neuen Terra Inkognita.

Also, Jeder der erzählt, der wüsste wo eine digitale Reise hingeht, erzählt blanken Unsinn. Was man sagen kann, ist, dass sich die in 1. kurz beschriebe Transparenz immer weiter verbreiten wird (und muss). Es wird zunehmend egal sein, wer welche Werkzeuge wann benutzt. Solang diese miteinander kommunizieren können, ist alles gut. Die Schnelligkeit der Verfügbarkeit von Informationen bestimmt den Erfolg. Eine Weisheit, welche erstaunlicherweise nicht jeder hat.

Eines ist aber klar: Es kommt nur der gut und gestärkt durch, für den derartige Herausforderungen genau das Mittel sind, sich neu zu profilieren, sein Selbstwertgefühl zu stärken – sicher auch um die entsprechende Anerkennung dafür zu erhalten.

  1. Zukunftsvision – menschliche Imaginationsfähigkeit und Kreativität sind die Grundlage, um seine eigene Zukunft gedanklich vorwegnehmen zu können.

Die richtige Fragestellung ist wichtig! Welche Zukunft hätten wir denn gern? Gibt es eine reale Chance die gewünschte Zukunft unter den gegebenen gesellschaftspolitischen Verhältnissen überhaupt erfolgreich zu entwickeln? Oder anders gefragt,  was ist denn überhaupt möglich?

In einer Veröffentlichung des Handelsblattes vom 16.11.2018 (Dieter Fockenbrock) wird unter der Überschrift „Führende Weltkonzerne und Investoren legen Konzept für nachhaltigen Kapitalismus vor“ darüber referiert, wie man denn das bestehende Konzept in die Zukunft bringen könnte.

Das klingt dann so: „Traditionelle Unternehmensberichterstattung mit ihrer Beschränkung auf die kurzfristige finanzielle Performance vermittelt nur ein unvollständiges Bild der langfristigen Erfolgsaussichten eines Unternehmens“. Und weiter: „Wer langfristig investieren wolle, brauche mehr Informationen, als die übliche Rechnungslegung hergebe“.

Das wussten wir schon!

Aber es wird noch konkreter: „Im Einzelnen wird vorgeschlagen, die sogenannten Wertetreiber Mitarbeiter, Innovation, Vertrauen, gesellschaftlicher Nutzen und Corporate Governance in die Berichterstattung einzubauen. Das Konzept enthält etwa Kennzahlen, mit denen gemessen werden kann, wie ein Unternehmen das Können der Mitarbeiter nutzt“.

Damit ist die Katze aus dem Sack! Menschen (Arbeitskräfte) werden schlicht auf die benötigten Teilmengen reduziert und in Form einer Zahl dargestellt. Die Frage, was sie eigentlich wollen, wird an keiner Stelle des Beitrags gestellt!

Damit bleibt nur ein möglicher Weg übrig! Nur wer weiß, wie Wertschöpfung (Inhalt der neuen Arbeit) funktioniert, kann die daraus resultierenden monetären Ergebnisse und neuen Erkenntnisse so benutzen, um seine eigenen Ziele (Visionen) zu verwirklichen. Letzteres ist die Zugkraft, die uns besser macht.

 Es zeigt sich, dass unter den gegebenen Rahmenbedingungen eine persönliche Zukunftsvision nicht nur individuelle Sicherheit schafft, sondern die entscheidende Grundlage für unser persönliches Überleben ist! Den Rest schafft die KI in der Zukunft auch ohne uns!  

 Hilfestellung 

Damit Sie selber sehen können, wo sich Ihre Organisation befindet, beantworten sie einfach für sich die folgenden Fragen:

  1. Wie transparent ist Ihr Unternehmen? Wissen Sie wirklich, wie Ihre Abläufe sind und wie Ihr Wertschöpfungsablauf wirklich aussieht?
  2. Kenn Sie das Angstpotenzial, den Grad der Unsicherheit, welcher aus dem Slogan „Digitalisierung“ bei Ihren Mitarbeitern heraus resultiert?
  3. Wie hoch ist der Anteil der Kreativarbeit gegenüber den Teil, der als klassischen Erwerbsarbeit bezeichnet wird?
  4. Wissen Sie , wie stark die Methodenkompetenz, das Abstraktionsvermögen der Manager und Führungskräfte (Wie erreichen wir unsere Ziele?) im Unternehmen tatsächlich ausgeprägt ist?
  5. Kenne Sie die Mitarbeiter, welche diese „Unbestimmtheit“ als „Herausforderung zur eigenen Profilierung“ benutzen wollen?

Wir würden uns über eine rege Kommentierung dieser These freuen. Liegen wir falsch, was ist richtig oder haben Sie noch ganz andere Gedanken? Wir sind gespannt.

 

Jahresabschluss 2018

Das Jahr neigt sich dem Ende und gibt mir damit Gelegenheit alles Lesern dieses Blogs zu danken. Wenn ich der Statistik trauen darf, waren in 2018 ca. 14.000 eindeutige Besucher auf diesem Blog. Damit bin ich erst einmal zufrieden 🙂

Der am meisten gelesene Artikel ist –wie schon im letzten Jahr- der zum verschieben/kopieren von SharePoint  Listen, dicht gefolgt von Ampelfunktion für SharePoint Aufgabenlisten. Ich habe einige neue Blogs in Planung; wenn jemand eine Idee hat was ich mal schreiben soll, einfach in den Kommentar zu diesem Beitrag schreiben.

Treffen Sie mich in 2019 bei verschiedenen Veranstaltungen, ich werde rechtzeitig hier darüber informieren. Bis dahin wünsche ich allen ein schönes Fest und einen guten Rutsch!