Triff mich!

Oktober 2019

Am 02.10.2019 werde ich auf dem Stuttgarter Sharepoint-Forum einen Vortrag über Microsoft PowerApps halten. Ich freue mich über zahlreiches Erscheinen.

Juni 2019

Am 13.06.2019 werde ich gemeinsam mit der IHK Chemnitz eine kostenfreie Veranstaltung durchführen. Diese wird das Thema „Digitale Transformation und Unternehmenskultur“ haben. Weitere Infos folgen bald an dieser Stelle.

April 2019

Am 27.04.2019 werde ich beim Global Azure Bootcamp in Dresden als Sprecher dabei sein. Ich spreche über PowerApps und wie man damit auf einfache Weise Azure Anwendungen verbinden kann. Ich zeige unter anderem, wie man ein Bild in eine PowerApp lädt, die automatische Bilderkennung samt Verschlagwortung in Azure nutzt und das Bild anschließend mit Tags in SharePoint ablegt.

Das Treffen findet bei der Bright Skies GmbH, Galeriestraße 2, 01067 Dresden statt.

Neuer Artikel im IT-Administrator 08/2020: „DLP und Vertraulichkeitsbezeichnungen in Office 365“

In der aktuellen Ausgabe vom IT Administrator gibt es von mir einen Artikel über das Arbeiten mit DLP und Vertraulichkeitsbezeichnungen in Office 365.

Besprechungen im Teams Client mit Räumen buchen

Teams Besprechungen erfreuen sich aus gutem Grund großer Beliebtheit. Eine solche aufzusetzen ist im Outlook Desktop Client kein Problem. Das geht auch wunderbar im Teams Client und im Outlook im Web. Möchte man allerdings einer Besprechung Räume hinzufügen, funktioniert dies nur im Outlook Desktop Client. Der Screenshots unten zeigt den erfolglosen Versuch im Team Client einer Besprechung einen Raum hinzuzufügen. Dabei existiert mindestens ein Raum.

Um Räume im Teams Client und Outlook im Web verfügbar zu machen, müssen Sie eine Raumliste erstellen, was nur eine spezielle Verteilergruppe ist. Leider gibt es dafür keine Möglichkeit in der Oberfläche, dies geht nur mit Power Shell. Kopieren Sie das unten stehende Script und passen Sie es entsprechend an. Ausgeführt werden sollte es vom Exchange online oder auch dem globalen Administrator.

Ich habe das Script bewusst einfach gehalten, in einer produktiven Umgebung würde ich zum Beispiel noch eine Abfrage einfügen ob eine Gruppe mit dem gewählten Name schon existiert. Möchten Sie der Raumliste mehrere Räume hinzufügen, könnte man zum Beispiel eine CSV Datei importieren und über eine Schleife die entsprechenden Räume hinzufügen.
Die Abbildung unten zeigt das Erstellen einer Besprechung im Teams Client dem erfolgreich Räume hinzugefügt wurden. Wenn die Räume nicht sofort erscheinen, den Teams Client einmal komplett neu starten.

Set-ExecutionPolicy RemoteSigned

# Verbindung zu Exchange online aufbauen
$UserCredential = Get-Credential
$Session = New-PSSession -ConfigurationName Microsoft.Exchange -ConnectionUri https://outlook.office365.com/powershell-liveid/ -Credential $UserCredential -Authentication Basic -AllowRedirection
Import-PSSession $Session -DisableNameChecking

# Name der Raumliste und Gruppe erzeugen
$Groupname ="Conference Rooms"
New-DistributionGroup -Name $Groupname -RoomList

# Raum hinzufügen, <Room E-Mail> entsprechend ersetzen
Add-DistributionGroupMember -Identity $Groupname -Member <Room E-Mail>

# Session entfernen
Remove-PSSession $Session

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Neuer Artikel im IT-Administrator 04/2020: „Arbeiten mit Aufbewahrungsbezeichnungen in Office 365“

In der aktuellen Ausgabe vom IT Administrator gibt es von mir einen Artikel über das Arbeiten mit Aufbewahrungsbezeichnungen in Office 365.

IT-Admin-02-2020

Arbeiten mit Vorlagen in Microsoft Teams

In der aktuellen Corona Situation ist für viele Firmen Home Office und damit Microsoft Teams das Mittel der Wahl. Dementsprechend gibt es viele KollegInnen, welche entsprechende Anleitungen schreiben wie man Teams am besten einführt, wie man es anpasst und die Nutzer animiert es optimal zu nutzen. Dies ist nicht der nächste Artikel unter vielen zu dem Thema, denn dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Thema Vorlagen in Microsoft Teams. Er erläutert, wie Sie einfach ein neues Team aus einem schon bestehenden erzeugen können und wo die Grenzen dessen liegen.
Microsoft Teams wird in vielen Geschäftsprozessen innerhalb einer Organisation eingesetzt. Oft sind dies Projekte und gerade dort kann man gut mit einer generischen Vorlage arbeiten. Eine Vorlage mit allen Kanälen und Tabs wird einmal erstellt und dann bei jedem neuem Projekt wieder verwendet. Dabei ist zu beachten, dass die neuen Teams natürlich eine Kopie sind und Änderungen am Template nicht auf die schon damit erstellten Teams weitergereicht werden. Änderungen an der Vorlage sind immer erst an danach erstellten Teams sichtbar. Die folgenden Ausführungen gelten für alle Teams, welche KEINE privaten Kanäle enthalten. Wie Sie mit privaten Kanälen umgehen, lesen Sie weiter unten.
Wenn Sie ein neues Team aus einem schon vorhandenen Team erstellen möchten, so erstellen Sie ggf. die Vorlage und gehen dann auf Team beitreten oder erstellen.  Dort wählen Sie dann Team erstellen und Erstellen aus… Im nächsten Dialog klicken Sie auf Team. Sie sehen alle Teams, in welchen Sie Mitglied sind. Wählen Sie das entsprechende Team und klicken Sie auf dieses. Im folgenden Fenster geben Sie dem neuen Team ein Name, wählen den Datenschutz und scrollen in dem Fenster ganz nach unten. Erst dann können Sie alle Einstellungen sehen, was Sie übernehmen wollen.
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Das neue Team wird sofort erstellt und steht den Mitgliedern zur Verfügung. Die folgende Abbildung zeigt zum einen die Vorlage und zum anderen das daraus neu erstellte Team.
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Vorlagen und private Kanäle

Wenn man die Vorlage und das neue Team vergleicht, fällt auf, dass der private Kanal Finanzen fehlt. Dies ist keine Einstellung in einer Konfiguration, sondern private Kanäle können in Vorlagen auf diesem Weg nicht verwendet werden. Es gibt allerdings andere Möglichkeiten private Kanäle in einer Vorlage zu verwenden. Bevor wir aber dazu kommen, noch ein paar Worte zu privaten Kanälen.
Auf private Kanäle darf nur ein bestimmter Personenkreis zugreifen, welcher sich zudem im Team bzw. der Office 365 Gruppe, die dem Team zugeordnet ist, befinden muss. Es ist nicht möglich, auf einen privaten Kanal eine bestehende Office 365 Gruppe direkt zu berechtigen. Muss man mit Code Teams Vorlagen erstellen, so muss man die einzelnen Benutzer aus der Office 365 Gruppe holen (aufzählen) und jeden Benutzer einzeln zuordnen. Das ist nicht weiter kompliziert, denn Microsoft Office Graph bietet dafür Methoden. Komplexer wird es, wenn nach dem Erstellen des Teams neue Benutzer hinzugefügt oder entfernt werden. Dazu könnte man an die Gruppe einen Power Automate Workflow hängen, der auf Änderung der Gruppenmitgliedschaft reagiert. Dieser Workflow entfernt oder fügt Mitglieder in die entsprechenden privaten Kanäle hinzu.
Um eine Teamvorlage zu erstellen, welche auch private Kanäle unterstützt, bieten sich verschiedene Wege an. Das eine wäre PowerShell. Man könnte die gesamte Vorlage per PowerShell coden und dieses PowerShell z.B. in Azure Automation oder Azure Function  ablegen. Über eine SharePoint Liste würden die Metadaten des neuen Teams erfasst. Das Speichern des Listeneintrages triggert dann das PowerShell. Eine Übersicht über alle Kommandos PowerShell für Teams finden Sie hier. Beachten Sie bei dieser Technik die Frage der Authentifizierung und des Kontext.
Intern machen die Kommandos der PowerShell Gebrauch von Microsoft Office Graph. Darüber können Sie nicht nur Teams verwalten, sondern so ziemlich alles machen was in Office 365 geht. Mit dem Microsoft Office Graph können Sie auch direkt arbeiten, Sie brauchen dafür kein PowerShell.
Microsoft stellt auch eigene Vorlagen für Teams zur Verfügung, welche Teams für verschiedene Branchen abbilden. Diese Vorlagen nutzen ebenfalls direkt Microsoft Office Graph. Eine Dokumentation dazu gibt hier. Die Definition eines Teams erfolgt in JSON. Eine Anleitung, wie solch eine Vorlage erstellt und ausgeführt wird, finden Sie hier. Natürlich wäre es auch möglich, wie in dem Beispiel oben, zu einem schon bestehenden Team weitere private Kanäle hinzuzufügen. Das ist das schöne an Microsoft Office Graph, er ist einfach und gleichzeitig extrem flexibel.
Das Erstellen einer Vorlage kann allerdings für jemand ohne einen Entwicklerhintergrund schwierig werden. Es ist aber nicht unmöglich, zumal man die Vorlage direkt im Browser auch testen kann. Aber vielleicht ist da der Dienstleister oder das Tool eines Drittanbieters die bessere Wahl…

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Arbeiten mit Konnektoren und Bots in Microsoft Teams

Microsoft Teams ist die wahrscheinlich am meisten genutzte Anwendung innerhalb von Microsoft Office 365 außerhalb der klassischen Anwendungen. Eine interessante Lösung, welche noch besser wird, weil sie einfach zu erweitern ist. Dafür gibt es verschiedene Wege. Zwei davon sind Bots und Konnektoren. Dieser Blogartikel beschreibt, wie Sie beide zu einer Teams Umgebung hinzufügen und damit arbeiten können.
Microsoft Teams bietet schon von Haus aus ein großes Potential Informationen zu verwalten und zu strukturieren. In einer nicht angepassten Standardinstallation bleibt man dabei innerhalb des Office 365 Ökosystem, was oftmals auch völlig ausreichend ist. Bots und Konnektoren erweitern Teams, indem man einfach mit Drittsystemen interagieren kann oder weitere Microsoft Anwendungen einbindet. Wobei es natürlich auch Bots und Konnektoren gibt, welche ausschließlich wieder innerhalb von Office 365 agieren. Diese werde ich auch für Demonstrationszwecke verwenden. Die Herangehensweise bleibt sich aber allen Konnektoren und Bots gleich.

Arbeiten mit Bots

Ein Bot ist ein kleines Programm, welches auf eine Eingabe reagiert und flexibel Informationen zurückliefert. Bots gibt es für alles mögliches, für das Wetter, für Workflows, Konferenzen, Umfragen, etc. Man kann auch selbst relativ einfach eigene Bots schreiben und in diese in Teams veröffentlichen, z.B. mit Microsoft Azure (https://dev.botframework.com). Bots können in Microsoft Teams Mandantenweit verfügbar sein, in einem Kanal oder beides. Mit mandantenweiten Bots wird über einen privaten Chat kommuniziert. In einem Kanal wird ein Bot mit @ angesprochen. Oft folgt unmittelbar nach dem Namen die Frage, welche ich an dem Bot habe. Weiter unten finden Sie dazu zwei Beispiele.
Einige Bots sind Microsoft Teams schon bei Installation hinzugefügt. In einer Standardinstallation kann jedes Teammitglied und jeder Besitzer, aber keine Gäste, weitere Bots hinzufügen. In der linken Linkleiste klicken Sie ganz unten auf Apps und in der erscheinenden Seite auf Bots. Suchen Sie den gewünschten Bot und klicken Sie diesen an. Nach einer Nachfrage wird dieser hinzugefügt. Abhängig vom Bot folgen noch weitere Dialoge, z.B. welchen Kanal der Bot hinzugefügt werden soll. Dies natürlich nur, wenn der Bot dies unterstützt. Sie erkennen dies am Dialog. Der folgende Screenshot zeigt ein Bot, welche nur global hinzugefügt und der nicht in einem Kanal verwendet werden kann.
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Wollen Sie mit dem Bot chatten und Sie habe noch keinen Chat mit ihm geführt, klicken Sie auf die drei Punkte in der Mitte der linken Linkleiste und klicken Sie auf den Namen des Bots.
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Sie können jetzt einen Namen einer Ihrer Mitarbeiter eingeben. Der Bot wird versuchen Ihnen alle Informationen über die Person aus dem Azure Active Directory zu liefern. Es sind auch noch weitere Abfragen möglich, der Bot bietet dazu Beispiele. Damit dieser Bot arbeiten kann, müssen Sie diesen erst berechtigen, wie die folgende Abbildung zeigt.
Die folgende Abbildung zeigt einen Bot, welcher zu einem Kanal hinzugefügt werden kann und mit dem man ebenso chatten kann. Einige dieser Bots erzeugen Ihnen auch in einem Kanal automatisch eine neue Registerkarte.
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Wenn man z.B. mit dem Forms Bot eine Umfrage erstellen möchte, kann man diesen in einem Kanal folgenermaßen ansprechen:
@Forms Wie findest Du diesen Blog? Super, Na ja, Nicht so der Hit
Der Bot wird daraufhin ein Formular samt Auswertung erzeugen. Ganz einfach, nur mit der Formulierung der Frage (Fragezeichen nicht vergessen!) und der möglichen Antworten, getrennt mit Komma.
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Wenn Sie einen Bot aus einem Kanal entfernen möchten, klicken Sie auf die drei Punkte neben dem Teamname und wählen Team verwalten. Auf der Registerkarte Apps können Sie den Bots aus dem Kanal löschen. Wenn Sie einen Bot global löschen wollen, zeigen Sie auf die drei Punkte in der Linkleiste und klicken mit der rechten Maustaste auf den Bot. Dort können Sie diesen dann global löschen oder blockieren.
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Arbeiten mit Konnektoren

Im Unterschied zu Bots warten Konnektoren in der Regel nicht auf eine Eingabe, sondern liefern in einen Kanal Updates aus einem verbundenen System. So kann man sich einfach und schnell informieren lassen. Ein Konnektor läuft immer unter der Identität des Benutzers, welcher diesen eingerichtet hat. Unter Umständen können so also Informationen für unbefugte Dritte offengelegt werden. Beachten Sie auch, dass viele Konnektoren eine Weile für ihr Update benötigen. Für Echtzeit sind diese nicht geeignet. Die Abbildung zeigt Updates des Twitter Konnektors, welcher dem Hashtag #SharePoint folgt.
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Sie können Konnektoren über den gleichen Dialog wie Bots hinzufügen und aus dem Kanal ebenso löschen.

Verfügbarkeit von Bots und Konnektoren anpassen

Nicht in jeder Produktivumgebung ist es gewünscht, dass alle Benutzer alle Bots und Konnektoren benutzen dürfen. Welche zur Verfügung stehen, kann ein Administrator einschränken. Dazu geht man auf https://admin.teams.microsoft.com und dort unter Teams Apps => Berechtigungsrichtlinien. Hier können Sie sehr genau die gewünschten Apps einstellen.
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Haben Sie schon einmal mit Bots und Konnektoren gearbeitet? Oder eine andere Frage? Dann schreiben Sie einen Kommentar!

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Moden Sites Pages in SharePoint online deaktivieren

Modern Sites Pages sind eine im Sommer 2017 eingeführte Funktion in SharePoint online um Webseiten (Site pages) zu erstellen. Dies ist jetzt die Standardfunktion, d.h. wenn ein Benutzer eine neue Webseite erstellt, erstellt er eine Modern Sites Page. Auch wenn diese Seiten sehr interessant sind und viele spannende Möglichkeiten bieten, gibt es doch einige Nutzer welche die klassischen Wikiseiten bevorzugen. Dieser Blogartikel erläutert Ihnen wie Sie die statt Moden Sites Pages wieder herkömmliche Wikiseiten erstellten können. Die folgende Abbildung zeigt eine Modern Sites Page unmittelbar nach dem Erstellen.

Sie können die Funktion im Browser nur auf Ebene des Webs deaktivieren, nicht auf Ebene der Sitecollection. Gehen Sie dafür in die Websiteeinstellungen und dort in die Websitefeatures.

Suchen Sie dort das Feature Site Pages – Allows users to add new site pages to a site oder in Deutsch Websiteseiten – Gestattet Benutzern, neue Websiteseiten zu einer Website hinzuzufügen. Das war es dann auch schon.

Acht Thesen zur digitalen Transformation These 6: Mitarbeiter integrieren

Autoren: Dr. Gerd Friese und Nico Thiemer
Dies ist der siebente Artikel in der Serie „Acht Thesen zur digitalen Transformation“.

Was verstehen wir unter These 6 – Mitarbeiter integrieren

„Mitarbeiter sind keine Unternehmer. Ihre Aufgabe ist Wertschöpfung zu realisieren, nicht vorrangig diese zu organisieren. Eine „sichere“ Arbeitszukunft wollen aber beide Seiten haben. Wie also sieht die Arbeitsteilung aus? Veränderung bedarf eines Rahmens, welcher jeden Mitarbeiter einen „sicheren“ Start-Handlungsspielraum gibt.
Wird nur über Zahlen gesprochen und werden nur allgemeine Apelle verfasst (Ihr müsst doch verstehen, dass…), werden viele eine passive Stellung einnehmen und sich einige sogar dagegen stellen. Lieber das behalten, was man hat, statt in eine unbekannte Zukunft gehen. Jobverlust ist nicht zu befürchten.

Veränderung aber bedarf vor allem einer klaren Orientierung, welche immer nur individuell und über die Beziehungsebene miteinander aufgebaut werden kann.“

Die Perspektive: Die neue Rolle der „Arbeitnehmer“

Menschen integrieren  – ein Plädoyer für mehr Vertrauen, Offenheit und Verantwortungsübernahme

„Was DIE da machen, ist doch alles Quatsch! Das kann so nicht funktionieren.“
Es ist nicht die Frage, ob diese Aussage wirklich wahr ist! Fakt ist, das alles, was  im Unternehmen passiert, negativ reflektiert wird. Das Bauch-Gefühl ist nicht positiv. Eine Abwehrhandlung! Aber wo kommt das her?
Die Antwort ist einfach: Wenn Menschen in einem Unternehmen nur wie Lohnarbeiter behandelt werden, wird die Reaktion entsprechend sein. Die Anerkennung Ihrer Leistung und die Wertschätzung ihrer Persönlichkeit erfolgt nicht oder zu wenig. Aber genau Letzteres ist (gepaart mit Vertrauen) die Grundlage, eigenständiges Denken und Handeln zu initiieren und  für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens in die Zukunft nutzbar zu machen.

Die Angst der Macher, die Kontrolle zu verlieren 

„Digitalisierung: Jeder dritte Mitarbeiter fühlt sich allein gelassen!“ (Christiane Kreder, 12. September 2019, Quelle: Capital) Grundlage: Aktuelle Gallup Engagement Index
„Viele Beschäftigte leiden unter der Digitalisierung!“ (Ver.di,  3. Dezember 2019, Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, kg) Grundlage: Umfrage der Gewerkschaft ver.di 2019
Alles eine Frage der Sichtweise? Keineswegs. Es ist wohl eher die Angst der alten Management-Elite, nicht zu wissen,  wie es richtig geht. Da man dies aber, ohne einen  Gesichtsverlust zu riskieren, nicht zugeben kann, werden die „Beschäftigten“ vors  Loch geschoben! Und selbst Ver.di ist sich nicht zu schade in das gleiche Horn zu stoßen! Wie weltfremd ist das denn! Die Realität ist eine völlig andere im Mittelstand.
Die Entwicklung geht Rückwärts – so ein Eindruck kann entstehen, wenn man den Ausführungen gestandener Manager zuhört. Dystropien sind wieder an der Tagesordnung.
Früher war alles besser! Charakteristisch für diese Entwicklung ist, dass das klassische Organisationsprinzip „Werkstatt“  wieder versucht wird neu zu etablieren. JEDER HILFT JEDEN UND ALLE TRAGEN (keine) VERANTWORTUNG! Wir sind doch Freunde und im Grunde genommen eine große Familie. Wir halten zusammen. Wie es dem Unternehmen (finanziell) geht, ist natürlich geheim. Die Entscheidungen werden beim und meistens auch durch den Patriarchen am Frühstückstisch getroffen. Bloß  keine Unruhe im Unternehmen aufkommen lassen. Die sozialen Aspekte dürfen nicht zu kurz kommen.
Das Letztere ist lobenswert! Aber Unternehmen z.  B. im Bereich der Lohnfertigung mit Mitarbeiterzahlen über > 50 funktionieren heute so nicht mehr. Das kann man auch an nachfolgenden Aussagen erkennen, wenn es nicht mehr rund läuft.
Schuld sind meistens: Nicht vorhersehbare Marktentwicklungen, Überheblichkeit der Auftraggeber (eigentlich Kunden) und natürlich die „Beschäftigten“, welche sich nicht genug anstrengen!  Sicher wird hier die Situation ein wenig übertrieben dargestellt, aber alle Inhalte haben einen realen Hintergrund und sind ein Ausdruck von Angst und Unsicherheit!

Wenn das Geld knapp wird, der Markt ist schuld 

Ein mittelständisches Unternehmen ist oftmals ein in sich geschlossenes Biotop! Es ist ein Kulturraum, welcher stark durch das individuelle Verhalten des Unternehmers (in Person des Patriarchen) geprägt wird. Das daraus resultierend Gefühl des „Werktätigen“ (für die Firma) wird zu jeder Zeit verglichen mit dem persönlichen Empfinden im privaten Bereich – auch bezogen auf die übergeordneten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Fühlt man sich im Unternehmen wohler als Außerhalb, dann arrangiert man sich intensiv, um ein aktiver anerkannter Teil eines Ganzen zu sein. Ist das Gefühl schlechter, tritt man zurück und versucht mit minimaler Anstrengung für einen eher bescheidenen Lohn ohne aufzufallen durchzukommen.

Obwohl  Menschen wissen, dass Veränderungen immer die Chance zur Verbesserung (z. B. des eigenen Lebens) bieten, hadern sie damit. Und den meisten ist klar, dass diese Denkstruktur langfristig falsch ist. Aber was können sie tun? Was ist die richtige Vorgehensweise. Sie wissen es schlicht nicht. Sie sind überfordert. Lieber nichts tun, als etwas Falsches zu tun!

In Zeiten der schnellen Veränderung, in Zeiten der immer stärkeren Automatisierung z. B. in der Lohnfertigung ist aber die individuelle „Fertigungs-Kompetenz“ des Werktätigen die einzige Möglichkeit, die Produktionskosten nachhaltig zu senken – vorausgesetzt Struktur und Wertschöpfungsprozesse sind bereits sauber ausgeprägt.

Aber, auch wenn es verrückt klingt, es geht zu aller erst nicht um Zahlen, sondern um die Integration eines emotional definierten Menschen. Genau hier werden in der Neuzeit die schlimmsten unternehmerischen Fehler begangen! Ein Mensch ist keine Maschine und kann damit auch nicht wie eine solche rational behandelt werden. Nicht der Markt, nicht die Mitarbeiter sind schuld,  wenn die die Bilanz am Ende des Jahres negativ ausfällt. Die Ursache  liegt in den Fehlentscheidungen der Vergangenheit! Aber welcher Manager hat so viel Mut und gibt das auch schon mal zu? Zugeben, zu den Dingen stehen, ist aber die Grundvoraussetzung für die Einleitung nachhaltiger Lernprozesse.

Der Paradigmenwechsel – Führung geht vor Management  

Hierarchie wird laut Duden in seiner Bedeutung als „Rangfolge“ oder „Rangordnung“ beschrieben.  Bei Wikipedia ist die „Hierarchie eine stufenmäßig auf Überordnung und Unterordnung beruhende Ordnung, die auf Herrschaft und Unterwerfung aufbaut. Die Elemente dieser Ordnung sind in vertikaler Reihung nach Bedeutung für die Entscheidungsmacht, Kompetenzen und Rang positioniert.

Eine, auf dieser Definition entwickelte Unternehmensstruktur, ist immer eine Verwaltungsstruktur und demgemäß eine Machtstruktur. Diese ist nur (und nur dann) sinnvoll,  wenn es um die Durchsetzung von „Recht und Gesetz“ zum Schutze von Leib und Leben des Arbeitnehmers geht. Sie taugt nicht zur Realisierung einer flexiblen und dynamischen horizontal ablaufenden Wertschöpfungsstruktur!

Bringen wir es auf einen Nenner: Geld wird heute „MITEINANDER/NACHEINANDER“ und nicht „UNTER- und ÜBEREINANDER“ verdient!

Wenn es aber, wie in 2. kurz angedeutet, vorrangig um Menschen und nicht um Zahlen geht, dann müssen sich die Informationsrichtung und die gesendeten  Inhalte ändern. Menschen holt man nicht über (unverständliche) Zahlen,  sondern über die „Verursachung“ von positiven Gefühlen ab!

„Wenn sich die Realität um uns herum schneller ändert, als die Mentalität der Menschen“ in der Lage ist, diese Veränderung zu begreifen,  dann hat das natürlich massive Veränderungen in der Gestaltung von Unternehmensprozessen zur Folge.  Dieses kulturelle Erdbeben bewirkt eine Verschiebung der Kräfte: Führung geht vor Management! Die „alte Welt“ steht auf dem Kopf.  Mehr als 2/3 der klassischen fachlich orientierten Manager ist nicht in der Lage, sich umzustellen! Sie sind und bleiben „rational“. Neue „Führungskräfte“, Beziehungsgestalter über die Bereichsgrenzen hinaus hin bis zu den Marktpartnern, sind nicht in Sicht.
An dieser Stelle scheiden sich die Geister in:

  1. Die klassischen Macher, die weiter wie bisher mit Disziplin und Ehrgefühl kämpfen wollen, ohne Rücksicht auf sich selbst und die Familie dabei zu nehmen! Aufrecht auf der Brücke mit  Blick zur Sonne stehen sie wie festgeschraubt, obwohl der halbe Lastkahn schon unter Wasser steht! Wohl in der Hoffnung, die nächste Dürre kommt bestimmt.
  2. Die emotionalen feinfühligen Unternehmer, welche Ausschau halten nach neuen Chancen und Möglichkeiten, denen gute soziale Beziehungen über alles gehen. Letztere sind seine Basis für moderne Zukunftsbilder. Sie fahren keine alten löchrigen Kähne, sie wissen nicht mal, dass solche überhaupt gibt. Sie lieben Jet-Skiing, benutzen den Hyperloop und sind in den Gedanken schon längst auf dem Mars.

Die Spannbreite ist groß: Die ersteren verkaufen (durch Arbeitnehmer hergestellte) einfache Produkte und Dienstleistungen. Die anderen erzeugen emotional einen Sog. Sie bekommen so viel „Risiko“-Kapital, dass sie nicht mehr wissen, wohin damit.

Vom Arbeitnehmer zum Mitarbeiter 

Das Grundgesetz [Art. 2 Absatz 1 GG] gewährt jeden das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
Wohl der beste Inhalt, der je geschrieben wurde!
Umso erstaunlicher ist es, dass es bei einer Vielzahl von Menschen (in einer kapitalgesteuerten Gesellschaft) es wohl mehr um die Frage KONSUM,  als um PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG geht. Wohin das führt, beschrieb bereits 1874 Gottfried Keller in seiner Novelle „Kleider machen Leute“.  Wir ergänzen: „ Aber keine Menschen“! Offensichtlich wollen viele mehr sein, als sie sind! Das hat zur Folge, dass die individuelle Persönlichkeit überdeckt wird, eine Scheinpersönlichkeit wie ein Mantel über das eigene ICH gelegt wird. Und das alles nur, um mehr oder anders zu sein, als man ist – ohne an sich selbst zu arbeiten.

Und so sollen die letzten Anmerkungen auch verstanden werden, sich selbst mehr zu hinterfragen, wer man ist und was man ist. DENN: Jeder von uns hat seinen eigenen Charakter, er ist toll auf seine Art und verdient es, dass man mit ihm respektvoll umgeht. Er hat seine Freunde, seinen Geburtstag und noch viele andere Sachen, die ihn von anderen unterscheiden, ihn auszeichnen und einzigartig machen.

ARBEIT spielt in dieser Entwicklung, in der Herausbildung der eigenen Persönlichkeit, eine große Rolle. Arbeitspsychologe Theo Wehner sagte In einem Interview (Zeit Online ARBEIT „Sinn ist die beste Motivationsquelle überhaupt“ vom  13. März 2019) auf die Frage „Warum arbeiten wir überhaupt?“ folgendes: „Der primäre Grund ist Geld verdienen!“ (Anmerkung: Überleben) Und weiter: „Der Grund aber, warum einige Menschen gerne zur Arbeit gehen ist, weil sie dabei zeigen können, wie gut sie sind, und so Wertschätzung erfahren (Anmerkung: Selbstverwirklichung). Wenn Menschen sich mit dem Inhalt ihrer Arbeit und dem Unternehmen, für das sie arbeiten, identifizieren, sind sie am zufriedensten. Gäbe es keinen finanziellen Druck, würde die Identifikation mit dem Unternehmen eine noch viel größere Rolle spielen.“

Komprimieren wir diese Aussagen: 

In der heutigen Gesellschaft haben sich zwei Gruppen von Werktätigen mit unterschiedlicher Werteorientierung (WO) herausgebildet:

  1. Vorrangig extrinsische WO: Status/Titel, Karriere, Gehalt, Haus, Auto usw. (Das ist mein Job, aber leben tue ich woanders!)
  2. Vorrangig intrinsische WO: Kreative Freiheit, Gemeinwohl- und Zukunftsorientierung usw. (Das ist mein Leben!)

Bei letzteren sind die Menschen bereit, bei Geld und Status Einbußen hinzunehmen, wenn sie ihre Aufgabe als sinnvoll erachten.

Unternehmer, welche dies verstanden haben und berücksichtigen, haben die Chance aus Arbeitnehmern echte Mitarbeiter zu machen. „Und das trifft nicht nur auf den Kreativbereich zu“, (so Theo Wehner) sondern auch auf Menschen, die am Fließband stehen“!  Dies zeigt sehr deutlich, warum Führung heute den Vorrang hat vor dem klassischen Managen von Prozessen und Abläufen.

Von der Hand zur Kopfarbeit 

Wir reden immer von „Wettbewerbsfähigkeit“. Das ist ein Begriff aus der Betriebswirtschaftslehre und bedeutet: Harte Auseinandersetzung und ein stetigen Kampf um den günstigsten Preis! Und trotzdem muss ein Gewinn übrig bleiben. Das kann auf Dauer nicht funktionieren, weil es immer einen Mitbewerber gibt der noch günstiger anbieten kann.

Wird aber Wettbewerbsfähigkeit durch „Zukunftsfähigkeit“ ersetzt, dann bedeutet dies ganz klar eine Veränderung des bestehenden Geschäftsmodells (vor allem in der Bereichen der der klassischen Lohnfertigung). Es gilt, zukünftiger unternehmerischer Erfolg wird durch Innovationen angetrieben. Dies bedeutet aber auch, dass jeder Unternehmer wissen muss,  was Kunden in der Zukunft brauchen und nicht versuchen, ihm noch mehr alte Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen. Innovationen werden aus der Zukunft gedacht und nicht aus der Vergangenheit – siehe auch unsere Kommentierung zur These 2: 4. Das neue Wissen kommt aus der Zukunft!

Die Wahrheit ist schmerzlich, die Erkenntnis bitter: Maschinen machen weniger Fehler und werden nicht müde. Lohnarbeit muss automatisiert werden oder das Unternehmen verschwindet vom Markt! Moderne Unternehmer verfügen über Weitsicht und Mut, ebenso wie Einfühlungsvermögen und Gestaltungskraft. Sie haben längst erkannt, dass eine Investition in die Zukunft etwa nur 20% an Ressourcen bedarf, als zum ständigen LÖCHERFLICKEN im operativen Geschäft benötigt werden.

Alexander Schröter schreibt in einem Beitrag im Onlineblog absatzwirtschaft unter der Überschrift „Die Prinzipien der Zukunftsfähigkeit“:  „Nachhaltig erfolgreiche Marken meistern den Spagat zwischen Innovation bzw. immer kürzer werdenden Innovationszyklen und vertrauensbildender Wertekonsistenz. Übergreifend lässt sich dies als harmonische Balance von Führerschaft (Aktualität und Vordenkertum) und Echtheit (Authentizität und Best-in-Class) beschreiben.“

Schließen wir den Kreis: Wenn sich das Geschäftsmodell  ändert, ändern sich auch die Rollen der einzelnen Protagonisten.

Der klassische Manager wird zum Führer, zum Unternehmer mit einer klaren Orientierung!

Der Abteilungsleiter ist nicht mehr der klassische Soldat, sondern ganz er selbst und konzentriert sich auf die Menschen!

Der Arbeitnehmer wird zum Mitarbeiter, zu einer mitdenkenden und eigenständig handelnden Persönlichkeit, welche Teil hat am Erfolg des Unternehmens!

„Arbeit nehmen und realisieren“, welche inhaltlich klar beschrieben werden kann, ist zukünftig Sache intelligenter Maschinen. Menschen sind DENKER, sie sind Visionäre, für sie geht es immer um ein gutes, sinnvolles und erfülltes Leben. Die Bewältigung von Herausforderungen ist die Grundlage für die Entwicklung der Persönlichkeit. Jeden Tag ein Stück weiter ins „unbekannte Land“ vordringen erzeugt ein Gefühl, selbst ein Forscher, ein Erkunder und ein Gestalter zu sein. Was hindert uns daran, es zu tun?

Daten durchsuchen in PowerApps und Delegierung

 

In den vorherigen Artikeln dieser Serie haben wir eine PowerApp mit Daten verbunden und diese sowohl in einer Datentabelle als auch in einem Katalog (Gallery) bearbeitet. Dieser Beitrag wird zeigen, wie wir innerhalb dieser Steuerelemente suchen können.

Die bisherigen Artikel der Serie sind:

  1. Arbeiten mit PowerApps – Grundlagen
  2. Grundlagen von PowerApps Komponenten und PowerApps Studio
  3. Daten anlegen, ändern und löschen mit PowerApps
  4. Arbeiten mit Katalogen in PowerApps

Die im Folgenden gezeigten Lösungen gehen sowohl mit einer Datentabelle als auch mit einem Katalog. Da ich aber primär mit dem Katalog arbeite, werde ich sämtliche Beschreibungen und Screenshots mit einem Katalog machen.

Es gibt in PowerApp zwei Möglichkeiten Daten zu finden; dies sind filtern und suchen. Dabei findet die Filter- Formel alle Datensätze in einer Tabelle, die eine vorher definierte Formel erfüllen. Die Suche findet Datensätze in einer Tabelle, die eine Zeichenfolge in einer ihrer Spalten enthalten. Dabei können Sie auch über mehrere Spalten suchen, in der Filter Formel verbinden Sie diese mit ||, in der Search Formel mit ;. Wenn an eine Tabelle eine Suche oder Filter ohne Inhalt übergeben wird, so findet keine Aktion statt, es werden alle Einträge angezeigt.

Arbeiten mit der Suche

Die Such- oder Filterformel wird dabei an die Items Eigenschaft der Datentabelle oder des Kataloges gebunden. Markiert man das Steuerelement, ist diese Eigenschaft auch die Standardeigenschaft.

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Als Beispiel soll eine Suche dienen. Prinzipiell funktioniert es mit Filtern genauso. Um die Suche interaktiv zu nutzen, fügen wir dem Screen über dem Katalog ein Textfeld hinzu. Umbenennen Sie das Feld in txtGallSuche. Fügen Sie in die Items Eigenschaft des Katalogs die folgende Formel ein. Dabei ist ‚Beschaffung‘ die Datenquelle, txtGallSuche.Text der Inhalt des Suchfelds und „Title“;“Beschreibung“ -immer in Anführungsstrichen- die Spalten in denen gesucht wird.

Search(‚Beschaffung‘;txtGallSuche.Text;“Title“;“Beschreibung“)

Diese Formel filtert den Katalog also nach dem Inhalt des Feldes txtGallSuche. Dabei werden die Spalten Titel und Beschreibung durchsucht. Die Suche sucht dabei automatisch in allen Wortbestanteilen in Echtzeit.

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Was ist Delegierung in PowerApps?

Wenn die Eigenschaft Items der Gallery mit einer Suche manipuliert wird, erscheint ein kleines Achtungszeichen an der Gallery. Dies ist eine Warnung zur Delegierung. Dies bedeutet, dass die Suche in der Gallery nicht auf dem Endgerät stattfindet, sondern tatsächlich in der Datenquelle. Dies ist sinnvoll, denn gerade mobile Geräte sind nicht dafür gedacht mit großen Datenmengen zu arbeiten. So werden auch immer nur die ersten 500 Datensätze einer Datenquelle geholt, wobei dies auf 2.000 Einträge erhöht werden kann. Mehr geht aber dann nicht. Unter Umständen bekommen sie damit also falsche Ergebnisse. Die Delegierung verringert damit dieses Problem.

Welche Datenquellen bzw. Konnektoren und welche Formeln Delegierung nutzen, können Sie hier nachlesen. Der Artikel gibt auch eine gute Übersicht über die Problematik an sich: https://docs.microsoft.com/de-de/powerapps/maker/canvas-apps/delegation-overview

Arbeiten mit Katalogen in PowerApps

In den vorherigen Beiträgen haben wir uns mit den Grundlagen von Microsoft PowerApps beschäftigt und diese mit Daten verbunden sowie diese bearbeitet.

  1. Arbeiten mit PowerApps – Grundlagen
  2. Grundlagen von PowerApps Komponenten und PowerApps Studio
  3. Daten anlegen, ändern und löschen mit PowerApps

Dabei haben wir im letzten Artikel mit Datentabellen (Datatables) gearbeitet. Diese bieten den Vorteil relativ einfach Daten anzeigen zu lassen, Sie können aber keine Daten in der Tabelle direkt bearbeiten. Dieses Manko und einige Funktionen mehr bieten Kataloge. Ein Katalog präsentiert Ihnen eine ansprechende Übersicht über Ihre Daten und Sie können auf einzelne Zeilen reagieren. Auch ist das Design der Ansichten viel flexibler als Datentabellen. Wollen Sie allerdings ein Design wie in einer Datentabelle, ist der initiale Aufwand etwas höher. Dieser Artikel beschreibt, wie Sie mit Katalogen engl. Gallerys, genau dies erreichen. Wir beginnen also gleich mit dem Workshop.

Gehen Sie zu der App welche wir in den vorherigen Artikeln erstellt haben und fügen Sie über das Ribbon Home oder Einfügen der App einen neuen leeren Bildschirm (Screen) hinzu. Dies dient nur Demonstrationszwecken, in der realen Welt können Sie dies natürlich auf dem Startscreen machen. Auf dem neuen Screen fügen Sie über das Ribbon Einfügen einen Katalog hinzu. Sie können dabei aus mehreren Vorlagen auswählen, wir wählen die Vorlage Leer.

Verbinden Sie zuerst den Katalog mit der Datenquelle, welche wir vorher erstellt haben. Klicken Sie dazu den Katalog an. In den Eigenschaften können Sie dann die Datenverbindung auswählen.

In der Gallery stehen zwei Links, Element aus der Registerkarte „Einfügen“ hinzufügen und Verbindung mit Daten herstellen. Klicken Sie  auf das Ribbon Einfügen und fügen Sie über Text eine Texteingabe hinzu. Wenn Sie das Feld hinzufügen hat diese noch keine Bindung. Um dies zu erreichen, klicken Sie auf die Gallery und unterhalb von Datenquellen auf Felder => Bearbeiten. Jetzt können Sie dem Feld mitgeben welche Spalte der Datenquelle Sie an das Feld binden möchten. In meinen Fall habe ich das Feld an die Spalte Titel gebunden. Sie werden sehen, dass für jeden Eintrag in der Datenquelle eine Zeile erzeugt wird.

Wiederholen Sie dieses Vorgehen noch zwei Mal, wobei Sie die Textfelder nebeneinander anordnen können. Das fertige Layout könnte dann folgendermaßen aussehen:

Wir sehen jetzt alle Einträge in der Datenquelle im Katalog, wobei zwischen den Einträgen relativ große Abstände bestehen und jede Zelle einen Rahmen hat. Um dies zu ändern, klicken Sie auf dem Katalog und dort oben links auf das Stift Symbol. Sie sehen dann ein Rechteck, wobei dieses mit runden Markern markiert ist. Ziehen Sie an der unteren Seite des Rechteckes dieses am mittleren Marker nach oben. Dies solange, bis das Rechteck fast nicht mehr vorhanden ist. Sie sehen gleichzeitig, wie sich die Abstände zwischen den Zeilen verändern. Wählen Sie den für Sie richtigen Abstand.

Klicken Sie dann auf das erste Feld ganz oben links in der ersten Zeile. In der Eigenschaft Rand des Feldes in dessen Eigenschaften können Sie jetzt den Rahmen auswählen bzw. keinen Rahmen anzeigen lassen. Diese Anpassung können Sie mit jeder Spalte individuell vornehmen.

Automatische Speicherung von Zeilen aktivieren

Nachdem wir die optische Anpassung erledigt haben, wäre es noch gut die automatische Speicherung zu konfigurieren, wenn Benutzer innerhalb einer Zeile etwas ändern. Dabei brauchen wir keine Schaltfläche, es genügt wenn wir einen Datensatz in einer Zelle bearbeiten und diese Zelle verlassen. Die Formel um einen Datensatz in einer Datenquelle zu ändern, ist Patch. Ähnlich wie Collect müssen wir dieser Formel sagen, welche Felder in der Datenquelle verändern werden sollen und wo sich die Felder in der PowerApp befinden welche die Daten enthalten. Die Formel ist aufgebaut in dem Format

Patch(Datenquelle; Zu ändernder Datensatz; {Datenfeld(er)})

In unserem Beispiel könnte die Formel also so aussehen, wenn das Feld Title geändert wird.

Patch(Beschaffung;Gallery.Selected;{Titel:txtGallTitle.Text})

Dabei ist Beschaffung die Datenquelle, die Gallery hat den Namen Gallery, Titel ist der Name der Spalte in der Datenquelle und txtGallTitle.Text ist der Name des Feldes in der PowerApp.

Klicken Sie wieder auf das Stift Symbol im Katalog und klicken Sie jedes Feld an. Im jedem Feld fügen Sie unter Erweitert der Eigenschaft OnChange die Formel hinzu, natürlich angepasst auf das jeweilige Feld. Wenn das Feld verlassen wird, wird die Formel ausgeführt.

Neue Datensätze hinzufügen oder bestehende Datensätze löschen ist analog der Datentabelle im vorherigen Artikel. Fügen Sie ein Formular und Schaltflächen hinzu und konfigurieren Sie beides.

Haben Sie diese Anforderung schon einmal gehabt? Oder eine andere Frage? Dann schreiben Sie einen Kommentar!

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