Triff mich!

Juni 2019

Am 13.06.2019 werde ich gemeinsam mit der IHK Chemnitz eine kostenfreie Veranstaltung durchführen. Diese wird das Thema „Digitale Transformation und Unternehmenskultur“ haben. Weitere Infos folgen bald an dieser Stelle.

April 2019

Am 27.04.2019 werde ich beim Global Azure Bootcamp in Dresden als Sprecher dabei sein. Ich spreche über PowerApps und wie man damit auf einfache Weise Azure Anwendungen verbinden kann. Ich zeige unter anderem, wie man ein Bild in eine PowerApp lädt, die automatische Bilderkennung samt Verschlagwortung in Azure nutzt und das Bild anschließend mit Tags in SharePoint ablegt.

Das Treffen findet bei der Bright Skies GmbH, Galeriestraße 2, 01067 Dresden statt.

Arbeiten mit dem PowerApps Studio for the web

Dieser Blogartikel ist Teil einer Serie über das Erstellen von PowerApps. Weitere Artikel dieser Serie finden Sie hier:

  1. Arbeiten mit PowerApps – Grundlagen

In letzten Blogartikel haben wir uns mit den Grundlagen von PowerApps beschäftigt sowie unsere erste Canvas-App erstellt und dabei das PowerApps Studio for the web geöffnet. Dieser zweite Artikel der Serie erläutert, wie Sie mit diesem Studio arbeiten können und wie Sie Ihrer ersten App Funktionen hinzufügen. Geplant ist eine App, in welche Benutzer eine Bestellung für Büromaterial aufgeben können. Das Speichern der Anforderung erfolgt dabei in einer SharePoint Liste.

Arbeiten mit dem PowerApps Studio for the web

Die Abbildung unten zeigt das PowerApps Studio for the web unmittelbar nach dem öffnen. Dabei haben die folgenden Punkte die folgende Funktion:

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Ribbon: DieMenüleiste, in welcher sich die Steuerelemente befinden, welcher Sie der App hinzufügen können. Diese verteilen sich auf die Menüs Start und Einfügen. Im Weiteren werde ich auf verschiedene Steuerelemente eingehen.
Wenn Sie neue Elemente der PowerApp hinzufügen, sollten Sie diese sinnvoll umbenennen. In diesem Workshop werde ich ausnahmsweise darauf verzichten, da es das Verständnis noch weiter erschweren würde.

Formelfeld: Das Eingabefeld für eine Formel für ein ausgewähltes Element. Formeln ähneln stark dem bekannten Format aus Excel und sind für eine App unersetzlich. Eine Übersicht über alle Formeln finden Sie hier: Referenz zu Formeln für PowerApps.

App Überprüfung: Wenn Sie im Studio eine Formel eingeben, so wird diese unmittelbar geprüft. Falls Fehler gefunden wurden, wird hier ein roter Punkt angezeigt. Ein Klick darauf öffnet einen Dialog mit einer Übersicht aller Fehler. Sie können allerdings eine App trotz Fehler veröffentlichen.

App starten: Hier können Sie den aktuellen Start ihrer App testen. Dies geht partiell auch, wenn Sie die ALT Taste gedrückt halten und dann auf das die Elemente in Designer klicken. Eine entsprechende Meldung wird Ihnen auch angezeigt, wenn Sie den Test verlassen.

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Die App wird beim Starten allerdings nicht für andere Benutzer veröffentlicht und auch nicht gespeichert! Zwar gibt es eine Autosave Funktion, welche aber erst aktiv wird, nachdem Sie zumindest einmal manuell gespeichert haben. Sie sollten dies also gleich nach dem Erstellen der App als erstes machen.

App teilen: Geben Sie andern Mitarbeitern Zugriff auf Ihre App.

Alle Elemente in der App: Eine App besteht aus vielen verschiedenen Elementen. So können Sie mehrere Screen haben auf denen sich wiederum Formulare, Schaltflächen und vielen mehr befinden können. In dieser Übersicht können Sie schnell auf alle Elemente in der App zugreifen. Im rechten Bereich werden dann die jeweiligen Eigenschaften des Elementes angezeigt wenn Sie dieses anklicken.

App Screen: Hier erstellen Sie Ihre App. Platzieren Sie Elemente und schalten Sie zwischen den verschiedenen Screens um. Sie können diesen Bereich maximieren und darin zoomen.

Eigenschaften eines ausgewählten Elementes in der App: Hier befinden sich mehrere Reiter, in welchen Sie die Eigenschaften eines ausgewählten Elementes anpassen können. So können Sie zum Beispiel entweder hier oder im Formelfeld einem Element eine Formel mitgeben.

Workshop: Der PowerApps Elemente hinzufügen

Damit wir Daten in einer App speichern können, benutzen wir eine SharePoint Liste. Die App soll ja dazu dienen, eine interne Bestellung von Büromaterial zu ermöglichen. Die Bestellungen werden dabei in einer benutzerdefinierte SharePoint Liste mit dem folgende Format gespeichert:

Feldname Datentyp Beschreibung
Titel Text Dieses Feld ist von SharePoint vorbelegt. Sie können den Namen ändern, aber wenn Sie das Feld in der App ansprechen wollen, so wird immer noch auf den internen Namen Titel verwiesen.
Menge Zahl Wie viel soll bestellt werden
Beschreibung Textfeld Falls eine weitere Beschreibung nötig ist.

Arbeiten mit Datenquellen

Unsere SharePoint Liste liegt unter der angenommen URL httpS://xyz.sharepoint.com/sites/intern/ Lists/Bestellungen. Für alle weiteren Vorgänge müssen Sie diese URL natürlich mit ihrer eigenen URL ersetzen. Nachdem wir unsere neue PowerApp geöffnet haben, ist diese zunächst leer. Wir sehen einen leeren Screen als Container für unsere Elemente und sonst weiter nichts. Bevor wir jetzt beginnen neue Elemente dem Screen hinzuzufügen, müssen wir zuerst unsere Datenquelle, in dem Fall die SharePoint Liste, mit der PowerApp verbinden. Dies sollten Sie auch immer zuerst machen, weil Sie a.) damit eventuelle Probleme (und die gibt es immer mal!) sofort begegnen und b.) alle Elemente, sofern diese eine Datenbindung unterstützen, die Datenquelle gleich zur Auswahl anbieten.

Um eine Datenquelle an eine PowerApp anzubinden, gibt es verschiedene Konnektoren. Viele davon sind im Standardtarif enthalten, einige davon werden nur in PowerApps Plänen eins und zwei lizenziert. Ein Konnektor stellt eine Verbindung zu einer angegeben Datenquelle her und sorgt dabei für den jeweils spezifischen Zugriff auf die Daten. Außerdem werden im Hintergrund sämtliche Funktionen erstellt um die Daten in der Quelle zu lesen, zu ändern, zu löschen und neue hinzuzufügen. Diese Aktionen werden dann von Steuerelementen in der PowerApp ausgeführt. Wie dies im Einzelnen in der Datenquelle geschieht, kann uns egal sein.

Um eine SharePoint Liste der PowerApp hinzuzufügen, klicken Sie im PowerApps Studio for the web auf die Menüleiste Ansicht und dort auf Datenquelle. In dem erscheinenden Panel klicken Sie auf die Schaltfläche Datenquelle hinzufügen und auf +Neue Verbindung.

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Sie sehen eine Liste aller Konnektoren. Es werden Ihnen alle Konnektoren angezeigt, auch die in der Vorschau sind (Symbol Lampe) und die Premiumkonnektoren für Plan eins und zwei (Symbol Siegel). Suchen Sie den Konnektor SharePoint und klicken Sie auf Erstellen. Wie Sie sehen können, sind auch lokale Daten möglich. Allerdings benötigen Sie dazu einen Konnektor, welchen Sie im Vorfeld extra aufsetzen müssen.

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Geben Sie bei Verbindung mit einer SharePoint Website herstellen die Adresse der SharePoint Site ein, auf welcher sich die Liste Bestellung befindet und klicken Sie auf Los. In meinem Beispiel wäre dies httpS://xyz.sharepoint.com/sites/intern/. Markieren Sie die vorher erstellte Liste Bestellung und klicken Sie auf Verbinden. Damit ist die Liste aus SharePoint mit der PowerApp verbunden. Das Panel können Sie dann schließen.

Datentabelle hinzufügen

Um den Inhalt der SharePoint Liste zu sehen klicken Sie auf Einfügen und Datentabelle. Es öffnet sich ein Panel, in welchen Sie für die Datentabelle eine Datenquelle auswählen müssen. Wählen Sie die vorher erstellte Datenquelle Bestellung aus. Es werden sofort die schon vorhandenen Daten angezeigt. In dem Panel können Sie jetzt festlegen welche Felder angezeigt werden und in welcher Reihenfolge. Ziehen Sie dazu Felder auf dem Panel in die gewünschte Reihenfolge.

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Wenn Sie jetzt auf eine Spalte in der Tabelle klicken, sowohl im Screen aus als links in der Übersicht aller Elemente, können Sie sehen, wie Sie für jedes Element Eigenschaften, Regeln und mehr über Erweitert einstellen können.

Daten ändern und neu anlegen

Leider bietet das Steuerelement Datentabelle keine Möglichkeit Daten darin zu editieren oder neue hinzuzufügen. Um dies zu erreichen, fügen Sie dem Screen über Einfügen ein Formular vom Typ Bearbeiten hinzu.

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Auch dieses Steuerelement muss mit einer Datenquelle verbunden werden. Wählen Sie wieder die Datenquelle Bestellung. Bei der Einstellung An Spalten ausrichten wählen Sie 1. Positionieren Sie dann das Steuerelement rechts neben der Datentabelle.

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Damit in dem Formular der jeweils in der Datentabelle ausgewählte Datensatz angezeigt wird, muss dieser dem Formular noch mitgegeben werden. Markieren Sie dazu das Formular, damit Sie die Eigenschaften angezeigt bekommen. Klicken Sie auf die Registerkarte Erweitert. In Abschnitt Daten tragen Sie in die das Feld Items DataTable1.Selected ein. Damit verweisen Sie auf die Datentabelle und die jeweils darin selektierten Zeile.

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Haben Sie die Datentabelle umbenannt, müssen Sie die Formel natürlich ändern. Klicken Sie zum testen oben auf das Dreieck.

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Das Ergebnis sollte ähnlich der Abbildung unten sein. Wenn Sie eine Zeile anklicken, sollte die Werte in dem Formular stehen.

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Wie Sie weitere Aktionen in der PowerApp vornehmen können, erfahren Sie mit dem nächsten Beitrag.

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Arbeiten mit PowerApps – Grundlagen

 

Viele haben schon davon gehört, wenig (gefühlt) damit gearbeitet. Die Rede ist von PowerApps von Microsoft. PowerApps sind ein wichtiger Baustein in der Cloud Strategie von Microsoft. Denn PowerApps sollen über Funktion und Oberfläche alle Cloudsysteme miteinander verbinden. Da PowerApps mit der Microsoft Cloud Workflow Umgebung Flow umgehen können, ergänzen sich beide perfekt. Außerdem können beide Anwendungen auch mit lokalen Daten arbeiten, sind also nicht auf die Cloud beschränkt. Und nicht zu vergessen, in SharePoint Online können die Listenformulare schon lange mit PowerApps ersetzt werden. Zeit also, sich PowerApp etwas genauer anzuschauen.

Dieser Artikel ist der Start einer mehrteiligen Serie, welche sich den folgenden Schwerpunkten widmen wird.

1 – Arbeiten mit PowerApps – Grundlagen – Dieser Artikel
2 – Grundlagen von PowerApps Komponenten und PowerApps Studio
3 – Daten anlegen, ändern und löschen mit PowerApps Komponenten
4 – Arbeiten mit Katalogen in PowerApps
5 – Daten  durchsuchen und arbeiten mit Eingabefeldern in PowerApps

In der Serie wird es eine praktische Mischung zwischen Theorie und Praxis geben. Jeder Beitrag wird dabei eine Erläuterung enthalten und einen entsprechenden Workshop. Als Beispielanwendung werden wir eine Bestellung für Büromaterial implementieren. Wenn Sie das Beispiel nachvollziehen möchten, benötigen Sie eine Office 365 Lizenz oder zumindest einen SharePoint Online Plan.

Mein Einstieg in PowerApps verlief nicht ganz so erfreulich. Ich hatte die Möglichkeit schon die erste Beta zu testen, bin damit aber einfach nicht zurechtgekommen. Dies lag vielleicht auch daran, dass zu diesem Zeitpunkt die Doku einfach nicht ausreichend war und ich auch nicht unbedingt die Notwendigkeit gesehen habe. Dies hat sich geändert. PowerApps sind eine wunderbare Möglichkeit um einfach und schnell ohne Programmierung Lösungen zu entwickeln. Microsoft propagiert PowerApps auch als Nachfolger für InfoPath und wenn man einmal intensiver mit PowerApps gearbeitet hat, sind die Ähnlichkeiten nicht von der Hand zu weisen. Im Gegensatz zu InfoPath werden PowerApps auch ständig weiterentwickelt.

Es gibt natürlich viele Unterschiede zwischen PowerApps und InfoPath, z.B. Formeln. In PowerApps wird sehr oft mit Formeln gearbeitet, welche sich an die bekannte Syntax der Excelformeln anlehnen. Wenn man vorher schon mit diesen gearbeitet hat, fällt einen der Einstieg in PowerApps vergleichsweise leicht. Ein reiner Entwickler wird sich damit wahrscheinlich eher plagen, denn dieser wird sofort versuchen Aufgaben mit JavaScript oder ähnlich zu lösen. Nativ kann ich keinen solchen Code in PowerApps verwenden, aber ich kann mit Azure Functions arbeiten. Und in diesen wiederum habe ich (fast) völlige Freiheit.

Optimiert sind PowerApps für Tablet und Phones. Sie können natürlich auch im Browser laufen, entweder als eine ganze Seite oder aber eingebettet in einem iFrame. Da aber die mobilen Geräte die Zielgruppe sind, können Sie beim Erstellen einer App nur zwischen den beiden Geräteklassen Tablet und Phone unterscheiden. Die Auflösung der App können Sie nachträglich ändern. Für Android und iOS gibt es eine App, welche das Ausführen von PowerApps darin erlaubt.

Es kann grundlegend zwischen zwei Arten von PowerApps entschieden werden: Canvas-Apps und Modellgesteuerte Apps. In einer Canvas-App haben Sie die volle Kontrolle über das Layout und die Funktion. In der Regel erstellen Sie eine Canvas-Apps. Modellgesteuerte Apps setzen dagegen auf ein festes Datenmodell auf. Deren Funktion und Layout kann eingeschränkt sein. Diese Art von PowerApps werden unter anderem bei Dynamics 365 verwendet.

Jeder Benutzer, welche ein Office 365 Konto hat, kann PowerApps erstellen und ausführen. Daneben gibt es noch weitere Preismodelle. Wie üblich unterscheiden sich diese im Umfang der jeweiligen Möglichkeiten und im Mengengerüst. Eine Übersicht finden Sie unter https://powerapps.microsoft.com/de-de/pricing. Eine Besonderheit sind dabei die Benutzer von Dynamics 365, diese haben automatisch PowerApps im höchstmöglichen Tarif. Jeder Benutzer, der eine PowerApp ausführt, benötigt eine (kostenlose) Lizenz. Die Möglichkeiten unterscheiden sich auch noch einmal aufgrund des zu Grunde liegenden Office 365 Tarifes. Eine genaue Übersicht bietet https://docs.microsoft.com/de-de/powerapps/administrator/pricing-billing-skus

Workshop: Mit PowerApps starten

Dieser Abschnitt beschreibt, wie Sie Ihre erste PowerApp grundlegend erstellten können. Dazu benutzen wir das PowerApps Studio for the web. Das PowerApps Studio für Windows wird nicht weiter entwickelt und soll nicht mehr genutzt werden. In diesem ersten Teil werden wir die PowerApp erst einmal nur erstellen und in den weiteren Beiträgen entsprechend anpassen.

Gehen Sie im Browser Ihrer Wahl zu der Adresse https://powerapps.microsoft.com und melden Sie sich dort mit Ihrem Office 365 Konto an oder erstellen Sie ein kostenloses Konto. Sie kommen auf eine Startseite, auf welcher Sie sofort eine neue, eigene PowerApp erstellen können oder sich erst einmal eine Vorlage anschauen. Beim ersten Anmelden werden Sie nach der Sprache gefragt. Beachten Sie, dass wenn Sie Deutsch auswählen Sie in allen Formel nicht das Komma (,) verwenden müssen sondern das Semikolon (;).

Sich eine Vorlage anzuschauen ist für den Anfang keine schlechte Idee um damit ein Gefühl für PowerApps zu bekommen. In unserem Beispiel möchten wir aber zuerst eine Canvas-App ohne Vorlage für einen Tablet erstellen. Zeigen Sie auf die entsprechende Kachel in der Reihe der Vorlagen links. Über der Schaltfläche Diese App erstellen finden Sie zwei Symbole. Klicken Sie auf das Symbol für das Tablet und dann auf die Schaltfläche. Die folgende Meldung Willkommen bei PowerApps Studio überspringen wir vorerst.

Im Studio haben Sie oben ein Ribbon. Klicken Sie auf Datei und dann auf App-Einstellungen. Hier können Sie der App einen eindeutigen Namen geben und grundlegende Designanpassungen vornehmen. Klicken Sie auf Bildschirmgröße und Ausrichtung und geben Sie das Format und die Größe an. Dies sollten Sie am Anfang machen um später nicht zeitaufwendig das Layout zu ändern. Wie Sie im weiter an der App arbeiten, Steuerlemente und Datenquellen hinzufügen lernen Sie im nächsten Beitrag.
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Digitale Behördenprozesse in Deutschland – Ein Selbstversuch

Allenthalben hört man von digitalen Behördenprozessen und -abhängig vom Standpunkt- wie schlecht oder auch wie gut diese schon sind. Ich hatte das Vergnügen, nein, das Erlebnis dies bei der Umschreibung eines KFZ in Chemnitz zu testen. Umgeschrieben werden soll dabei das KFZ von Firma A auf Firma B. Komplett online geht das nicht, man kann aber zumindest online einen Termin reservieren und einige Stammdaten eingeben. Und da geht das Dilemma schon los.

Auf der Startseite der Anwendung  gibt es einen Hinweis, was ich als Firmeninhaber so brauche, wenn ich ein KFZ umschreiben möchte. Der Handelsregisterauszug wird als gegebenenfalls deklariert, dies wird später noch wichtig. Wann ich diesen brauche und wann nicht, wird aber nicht erwähnt. Da dieser was kostet, wenn er aktuell ist und ich wenig Zeit habe, besorgte ich diesen nicht.

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Irgendwann kommt man zur der Stelle, wo man für die KFZ Steuer die Kontodaten erfassen muss. Die BIC ist dabei ein Pflichtfeld. Warum eigentlich, die IBAN löst ja auch die Bank auf. Egal, würde das Feld auch die BIC der Postbank akzeptieren, wäre das auch kein Problem. Macht es aber nicht. Egal wie, hinein kopieren, von Hand eintragen, die Eingabe wäre „nicht plausibel“. Aus meiner Not heraus habe ich dann eine BIC eines anderen Kontos eingetragen, und siehe da, es geht! Auf der Website steht, Copyright 2015. Vielleicht wurde zu diesem Zeitpunkt eine Liste der damals gängigen BICs eingelesen und das war es dann. Wenn ich schon solche Klimmzüge machen muss, wie soll das ein nicht IT-affiner Mensch können? Und warum ist keine E-Mail Adresse o.ä. angegeben, damit man mal darüber informieren kann was nicht geht? Fragen über Fragen…

Meinen Termin, mit falsche BIC, habe ich dann noch erhalten. Also zum Amt um das Auto umzumelden. Geht aber nicht so einfach, denn, man vermutet es: Ein Handelsregisterauszug ist Pflicht. Das würde so auf der Webseite stehen, ich müsste nur richtig lesen. Aha. Wenn ich nur solch ein Selbstbewusstsein hätte… Mein Einwurf, ich muss das Auto heute ummelden, dass muss jetzt gehen, wurde damit beantwortet, ich kann mir doch einfach einen Handelsregisterauszug besorgen. Ja, das Amt kann es, der normale Bürger nicht. Denn der muss sich erst bei handelsregister.de anmelden, verifizieren und kann dann man mal einen Auszug bekommen. Stimmt natürlich nicht, laut Bearbeiter, das gehe einfacher. Wie denn nun aber, das war auch nach mehrmaliger Nachfrage nicht herauszubekommen. Da Prozesse von Menschen leben, wurde dann aber doch durch die Bearbeiterin amtsintern ein Auszug organisiert. Dafür vielen Dank, aber das alles wäre vermeidbar gewesen.

Das dann noch die vorläufige Versicherungsnummer nicht passte und das EDV Programm damit streikte, geschenkt. Eine neue Nummer wurde dann von mir via Telefon besorgt.

Fazit: Da liegt noch viel im Argen. Und vielleicht steht manchen doch ein wenig mehr Bescheidenheit an.

Artikel über Azure Speicher im Printmagazin IT-Administrator

Am 06.2.2019 erscheint von mir ein Artikel über Microsoft Azure Speicher im Printmagazin IT Administrator – https://www.it-administrator.de. Der Artikel erläutert, wie Sie Speicher in Microsoft Azure reservieren, was die Kosten beeinflusst und wie Sie den Speicher verwalten. Es hat viel Spaß gemacht den Artikel zu schreiben, weitere werden folgen. Als Vorgeschmack hier der Teaser sowie die ersten Absätze des Artikels.

„Wer sich mit Microsoft Azure beschäftigt, kommt an Azure Speicher kaum vorbei. Denn jede virtuelle Maschine, jedes Backup, jedes Log und jede Datenbank nutzt diesen Speicher. Dessen Verwaltung kann sich anfangs als komplexer herausstellen als zunächst gedacht. Der Workshop legt die Grundlagen für einen einfachen Einstieg und will gleichzeitig zum Experimentieren anregen.

Microsoft Azure Speicher ist von jedem Ort der Welt per HTTP oder HTTPS verfügbar, dabei sehr schnell und – wenn Sie einige Prinzipien verstanden haben – auch einfach zu verwalten. Natürlich sind die Daten verschlüsselt, wenn Sie möchten, sogar mit Ihrem eigenen Schlüssel. Der Preis setzt sich aus der Menge der gespeicherten Daten, deren Abruf aus dem Speicher von einem Client und Schreib- und Lesevorgängen in den Daten zusammen. Über verschiedene Optionen kann ein Administrator den für den jeweiligen Anwendungszweck besten Tarif wählen. Einige dieser Optionen lassen sich auch jederzeit ändern, zum Beispiel wann Daten, die bisher in ständigem Zugriff waren, zu Archivdaten werden. Um die dahinter liegende Infrastruktur zur Speicherung und dem Abruf der Daten muss sich der Administrator keine Sorgen machen. So bleibt mehr Zeit für das Wesentliche.

Um Microsoft Azure Speicher zu nutzen, müssen Sie zuerst über ein Azure-Abonnement verfügen und darin ein Speicherkonto erstellen. Das Speicherkonto dient dabei als Container, um verschiedene Anforderungen voneinander abzugrenzen. Um das Speicherkonto zu erstellen, erweitern Sie im Azure-Portal das Menü auf der linken Seite, um die Dienste zu öffnen, und klicken auf „Alle Dienste“. Scrollen Sie anschließend nach unten zu „Speicher“ und wählen Sie „Speicherkonten“. Klicken Sie im angezeigten Fenster auf „Hinzufügen“. “

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Acht Thesen zur digitalen Transformation These 4: „Zukunftsstrategie neu formulieren“

Autoren: Dr. Gerd Friese und Nico Thiemer

Dies ist der fünfte Artikel in der Serie „Acht Thesen zur digitalen Transformation“. Die vierte These lautete, dass eine Zukunftsstrategie neu formuliert werden muss.

These 4: Zukunftsstrategie neu formulieren

Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen. Helmut Schmidt sagte diesen Satz 1980 im Bundeswahlkampf über Willi Brandt. Wer aber seine speziellen Wähler einzig mit Geschenken kapern will, läuft Gefahr, seine eigentlichen Geldgeber (Steuerzahler) aus den Augen zu verlieren.

In der Wirtschaft läuft es genau anders herum. Ohne klare Orientierung gibt es keine Zukunft für die Firma. Je schneller sich der Wandel vollzieht, umso mehr brauchen wir einen emotionalen Bezug zu etwas, wofür es sich lohnt zu arbeiten. Und das ist nicht unbedingt nur klingende Münze. 

 Vielmehr geht es zunehmend um mehr persönliche Anerkennung, Sinnhaftigkeit und Lebensqualität bis ins hohe Alter!“

Was verstehen wir unter der These 4?

Eine Zukunftsstrategie setzt natürlich ein Bild von der Zukunft selbst voraus. Und im Mittelpunkt dieses Bildes sollte immer noch der „Mensch“ als die zentrale Gestaltungskompetenz stehen.  Dies so klar zu definieren ist in Zeiten der digitalen Transformation ein MUSS, keine Option! Ein Unternehmer, der zukünftig Wertschöpfung generieren will, kommt daran nicht vorbei.

Warum ist das so? Liest man nicht allerorten, dass die Maschinen uns bald alle Tätigkeiten abnehmen werden? Warum soll der Mensch überhaupt noch arbeiten. Dieser etwas simplen Aussage liegt eine fatale falsche Annahme zugrunde. Denn Tätigkeit ist nicht gleich Arbeit. Arbeit ist ein sozialer Akt, ein -wenn auch nicht immer sehr ausgeprägt- kreativer Akt. Eine Tätigkeit ist dies oft nicht. So werden Maschinen Tätigkeiten übernehmen, aber wahrscheinlich (hoffentlich, zu mindestens in der näheren Zukunft) keine Kreativität an den Tag legen können. Dies bleibt das „Privileg“ des Menschen.

Die Perspektiven: Sich auf seine Stärke besinnen und eine klare Orientierung entwickeln

  1. Wer keine Orientierung hat, wird von der Angst beherrscht und manipulierbar!

In vielen Organisationen ist auf verschiedenen Ebenen eine diffuse Angst zu spüren. Angst zu versagen, Angst Verantwortung zu übernehmen, Angst sich zu bewegen und damit auch (ganz unabsichtlich) den Zorn eines Vorgesetzten zu erregen. Diese Angst ist oftmals eine Folge des technologischen Wandels auf der einen Seite und intransparenter Prozesse und Abläufe im Arbeitsumfeld auf der anderen Seite.

Das Schlimme ist, dass Intransparenz das Entstehen von verdeckten Machtstrukturen fördert und demjenigen mit dem größten Ellenbogen erlaubt, den größten Gewinn daraus zu ziehen. Damit wird einer Manipulation Tür und Tor geöffnet und die Wertschöpfung komplett ausgehebelt.

Moderne transparente und chatbasierende Arbeitsumgebungen (z. B. Slack oder Microsoft Team) verhindern dies. Und genau das ist auch der Grund, warum gerade das mittlere Management solche Werkzeuge scheut bzw. ablehnt.

Und hier offenbart sich die Veränderung sehr deutlich! Die Führungskräfte „von heute“ müssen über die Kompetenz verfügen mehr zu moderieren, als nur „anzuweisen“! Aber das müssen Sie auch perfekt beherrschen!  Und, sie müssen es auch wollen.

  1. Vorwärts zurück in die Vergangenheit – das Nachwirken alter Frameworks!

Der Grund, warum viele Menschen ängstlich in die Zukunft schauen, ist einfach. Sie empfinden, dass der technologische Fortschritt in all seinen Facetten eine autonome Kraft darstellt. Sie können nichts dagegen tun. Sie können nichts daran ändern. Früher war alles einfacher, besser, schöner!

Aber die Zukunft ist nicht vorherbestimmt! Sie ist gestaltbar, entwickelbar! Man muss nur den Mut haben, es gemeinsam auch zu tun. Die Zeiten, wo jeder sich auf die „Vorsorgepflicht“ des Staates, des VEB oder der Aktiengesellschaft berufen konnte, gab es in der Realität nie (nur in der Phantasie)!

Wie bereits festgestellt, wird die zukünftige Arbeit Kopfarbeit, also kreative Arbeit sein. Dafür bedarf es eines entsprechenden denkfreundlichen „Arbeitsumfeldes“. Ist dies nicht vorhanden, dann sollte es schnellsten neu geschaffen bzw. die bestehenden bescheidenen Ansätze weiter entwickelt werden.

Die heutige Fixierung auf völlige Auslastung der Arbeitskraft eines Mitarbeiters stammt aus dem Industriezeitalter.  Es liegt die Annahme zugrunde, dass nur unter diese Maßgabe der maximale Profit entstehen kann. In den kreativen, den zukünftigen Arbeitsfeldern, ist solches Gedankengut das reinste Gift. Denn es entscheidet dann die Qualität mehr als die Quantität – auch wenn es bedeutet, dass der Mitarbeiter eben mal „geistigen Leerlauf“ hat. Quantität ist eine Frage der Tätigkeit und damit eine Aufgabe für Maschinen.

Es  bedarf folgender Voraussetzungen:

  • Wissen, um was es bei den Veränderungen im Kern überhaupt geht!
  • Einer klaren Zukunftsorientierung (Unternehmeridee, Unternehmensvision und eigener Platz)!
  • Genügend Mut bewusst teilhaben zu wollen und die Kraft es auch zu tun!

Das alles ist nicht neu! Führen über Kompetenz ist allerdings in der klassischen Lehre und auch in der Lebenserfahrung vieler gestandener Manager nicht ausreichend enthalten. Diskursivere Prozesse bedingen, dass man sich selber nicht so wichtig nimmt. Besser ist: Das man zuhört und auch lernt.

  1. Warum der Glaube an Linearität (Vorherbestimmbarkeit) genauso falsch ist wie die Annahme, dass Chaos könnte sich von selbst ordnen!

Linearität bedeutet, dass, wenn sich eine Komponente im Umfeld ändert,  sich alle anderen in gleicher, in adäquaten (proportionaler) Form ebenfalls ändern. Zukunft wäre  berechenbar!

Das würde nur dann eintreten, wenn

  • die technologische Entwicklung sehr langsam von statten geht und
  • die Veränderungen nicht parallel, sondern nacheinander ablaufen.

Somit wären sie vom Betrachter nachvollziehbar, verstehbar und damit beherrschbar.

Tatsächlich aber laufen viele Veränderungen vor dem Auge eines hypothetischen externen unbeteiligten Betrachters in Raum und Zeit unbestimmt bzw. undefiniert in ihren Parametern ab. Die Komplexität der Vorgänge übersteigt die rationalen Fähigkeiten unseres Gehirns zur Schaffung von Ordnung um ein Vielfaches. Wer nicht gelernt hat, das Wichtige vom Unwichtigen zu trennen, zu abstrahieren bzw. immer wiederkehrende Muster zu erkennen, wer es nicht schafft daraus für sich (das Team) eine Handlungsstruktur zu entwickeln, wird in der Flut der Informationen jämmerlich ertrinken. Es geht um das WIE, erst dann um das WAS und am Ende erst ums Geld!

Chaos an sich gibt es nicht! Chaos ist eine Chance für neue Möglichkeiten. Es ist die Grundlage für die Gestaltung der Zukunft – oder einen Rückfall in die Anarchie der vergangenen Jahrhunderte.

  1. Jeder von uns muss sich seinen Weg durch die „Unbestimmbarkeit“ ins digitale Kommunikations-Zeitalter suchen!

Statt des Begriffes Digitalisierung wird in der Öffentlichkeit zunehmend der Begriff „NEW WORK“ verwendet. Das ist sinnvoll!

Hier geht es aber nicht um die Arbeit an sich, sondern darum, wie Arbeit neu zu gestalten ist. Ohne „Vorbestimmtheit“ bedeutet dies für die an der Arbeit Beteiligten immer wieder die Durchquerung einer neuen Terra Inkognita.

Also, Jeder der erzählt, der wüsste wo eine digitale Reise hingeht, erzählt blanken Unsinn. Was man sagen kann, ist, dass sich die in 1. kurz beschriebe Transparenz immer weiter verbreiten wird (und muss). Es wird zunehmend egal sein, wer welche Werkzeuge wann benutzt. Solang diese miteinander kommunizieren können, ist alles gut. Die Schnelligkeit der Verfügbarkeit von Informationen bestimmt den Erfolg. Eine Weisheit, welche erstaunlicherweise nicht jeder hat.

Eines ist aber klar: Es kommt nur der gut und gestärkt durch, für den derartige Herausforderungen genau das Mittel sind, sich neu zu profilieren, sein Selbstwertgefühl zu stärken – sicher auch um die entsprechende Anerkennung dafür zu erhalten.

  1. Zukunftsvision – menschliche Imaginationsfähigkeit und Kreativität sind die Grundlage, um seine eigene Zukunft gedanklich vorwegnehmen zu können.

Die richtige Fragestellung ist wichtig! Welche Zukunft hätten wir denn gern? Gibt es eine reale Chance die gewünschte Zukunft unter den gegebenen gesellschaftspolitischen Verhältnissen überhaupt erfolgreich zu entwickeln? Oder anders gefragt,  was ist denn überhaupt möglich?

In einer Veröffentlichung des Handelsblattes vom 16.11.2018 (Dieter Fockenbrock) wird unter der Überschrift „Führende Weltkonzerne und Investoren legen Konzept für nachhaltigen Kapitalismus vor“ darüber referiert, wie man denn das bestehende Konzept in die Zukunft bringen könnte.

Das klingt dann so: „Traditionelle Unternehmensberichterstattung mit ihrer Beschränkung auf die kurzfristige finanzielle Performance vermittelt nur ein unvollständiges Bild der langfristigen Erfolgsaussichten eines Unternehmens“. Und weiter: „Wer langfristig investieren wolle, brauche mehr Informationen, als die übliche Rechnungslegung hergebe“.

Das wussten wir schon!

Aber es wird noch konkreter: „Im Einzelnen wird vorgeschlagen, die sogenannten Wertetreiber Mitarbeiter, Innovation, Vertrauen, gesellschaftlicher Nutzen und Corporate Governance in die Berichterstattung einzubauen. Das Konzept enthält etwa Kennzahlen, mit denen gemessen werden kann, wie ein Unternehmen das Können der Mitarbeiter nutzt“.

Damit ist die Katze aus dem Sack! Menschen (Arbeitskräfte) werden schlicht auf die benötigten Teilmengen reduziert und in Form einer Zahl dargestellt. Die Frage, was sie eigentlich wollen, wird an keiner Stelle des Beitrags gestellt!

Damit bleibt nur ein möglicher Weg übrig! Nur wer weiß, wie Wertschöpfung (Inhalt der neuen Arbeit) funktioniert, kann die daraus resultierenden monetären Ergebnisse und neuen Erkenntnisse so benutzen, um seine eigenen Ziele (Visionen) zu verwirklichen. Letzteres ist die Zugkraft, die uns besser macht.

 Es zeigt sich, dass unter den gegebenen Rahmenbedingungen eine persönliche Zukunftsvision nicht nur individuelle Sicherheit schafft, sondern die entscheidende Grundlage für unser persönliches Überleben ist! Den Rest schafft die KI in der Zukunft auch ohne uns!  

 Hilfestellung 

Damit Sie selber sehen können, wo sich Ihre Organisation befindet, beantworten sie einfach für sich die folgenden Fragen:

  1. Wie transparent ist Ihr Unternehmen? Wissen Sie wirklich, wie Ihre Abläufe sind und wie Ihr Wertschöpfungsablauf wirklich aussieht?
  2. Kenn Sie das Angstpotenzial, den Grad der Unsicherheit, welcher aus dem Slogan „Digitalisierung“ bei Ihren Mitarbeitern heraus resultiert?
  3. Wie hoch ist der Anteil der Kreativarbeit gegenüber den Teil, der als klassischen Erwerbsarbeit bezeichnet wird?
  4. Wissen Sie , wie stark die Methodenkompetenz, das Abstraktionsvermögen der Manager und Führungskräfte (Wie erreichen wir unsere Ziele?) im Unternehmen tatsächlich ausgeprägt ist?
  5. Kenne Sie die Mitarbeiter, welche diese „Unbestimmtheit“ als „Herausforderung zur eigenen Profilierung“ benutzen wollen?

Wir würden uns über eine rege Kommentierung dieser These freuen. Liegen wir falsch, was ist richtig oder haben Sie noch ganz andere Gedanken? Wir sind gespannt.

 

Jahresabschluss 2018

Das Jahr neigt sich dem Ende und gibt mir damit Gelegenheit alles Lesern dieses Blogs zu danken. Wenn ich der Statistik trauen darf, waren in 2018 ca. 14.000 eindeutige Besucher auf diesem Blog. Damit bin ich erst einmal zufrieden 🙂

Der am meisten gelesene Artikel ist –wie schon im letzten Jahr- der zum verschieben/kopieren von SharePoint  Listen, dicht gefolgt von Ampelfunktion für SharePoint Aufgabenlisten. Ich habe einige neue Blogs in Planung; wenn jemand eine Idee hat was ich mal schreiben soll, einfach in den Kommentar zu diesem Beitrag schreiben.

Treffen Sie mich in 2019 bei verschiedenen Veranstaltungen, ich werde rechtzeitig hier darüber informieren. Bis dahin wünsche ich allen ein schönes Fest und einen guten Rutsch!

Klassische SharePoint Oberflächen anpassen – Neue Themes erstellen

 

In praktisch jedem Projekt kommt früher oder später die Frage nach der optischen Anpassung einer SharePoint Oberfläche. Wobei damit nicht die Neupositionierung oder Neuanlage von Seitenelementen gemeint ist, sondern die Anpassung der Farben von Beschriftung und der Darstellung von Hintergrundbildern. Ein Set aus Farben und Bildern wird Theme genannt. Es gibt schon eine ganze Reihe vordefinierter Themes, Sie können aber relativ einfach auch selber welche erstellten. Ob Sie dabei SharePoint lokal betreiben oder in der Cloud, spielt keine Rolle. Wichtig ist nur, wenn Sie diesen Artikel nutzen möchten, müssen Sie in der klassischen Ansicht arbeiten, da die moderne Ansicht Themes auf andere Weise verwendet. Wenn Sie modern Sites anpassen möchten, geht es hier weiter: https://docs.microsoft.com/en-us/sharepoint/dev/declarative-customization/site-theming/sharepoint-site-theming-overview  oder zu dem guten Artikel von Martin Schlenker.
Dieser Artikel erläutert Ihnen die Themeanpassung von klassischen SharePoint Sites ab SharePoint 2013.

Arbeiten mit vorhandenen Themes

Um ein vorhandenes Theme auszuwählen, klicken Sie auf das Zahnrad oben rechts und dann auf Site Settings. Im Abschnitt Look and Feel klicken Sie auf den Link Change the look. Abhängig von Ihrer Konfiguration findet sich dieser Link auch direkt im Menü des Zahnrades. Sie erhalten eine Übersicht aller bisher vorhandenen Themes. Klicken Sie auf das, welches Sie nutzen möchten. Sie erhalten eine Vorschau, in welcher Sie noch das Farbset und das Hintergrundbild ändern können. Außerdem ist es auch möglich die Masterpage und den Font auszuwählen. Wenn Sie mit Ihrer Auswahl zufrieden sind, klicken Sie oberhalb der Abbildung auf Try it out.
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SharePoint benötigt einige Zeit und Sie sehen eine Vorschau Ihrer Auswahl zusammen mit Ihrem Inhalt. Wenn Sie diese Auswahl behalten möchten, klicken Sie oben rechts auf Yes, keep it. Beachten Sie, dass keine Elemente verschoben wurden, sie wurden nur farblich angepasst.

Ein neues Theme erstellen

Oftmals reichen die mitgelieferten Themes nicht aus und man möchte gern einen neues erstellen. Da sich ein Theme auf Dateiebene schwer bearbeiten läßt, stellt Microsoft dafür das Werkzeug SharePoint Color Palette Tool kostenfrei zur Verfügung. Sie können dies unter https://www.microsoft.com/en-us/download/details.aspx?id=38182 herunterladen. Starten Sie nach der Installation das Programm. Beim ersten Mal macht das Tool einen etwas verwirrenden Eindruck, die folgende Abbildung sollte dabei etwas helfen.

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  1. In diesem Dropdown können Sie die Masterpage auswählen, welche in der Vorschau verwendet wird. Außerdem sind noch zwei Tests möglich.
  2. Die Vorschau, wo Sie prüfen können welche Auswirkungen Ihre Änderungen haben.
  3. Hier können Sie ein Hintergrundbild hochladen oder ändern.
  4. Verschiedene Einstellungen für die Vorschau.
  5. Hier können Sie eine primäre Farbe auswählen und mit einem Klick auf Recolor diese auf alle Elemente anwenden.
  6. Dies ist tatsächlich ein Dropdown und legt Ihnen fest, wie die einzelnen Seitenelemente die Sie ändern können in der Anzeige gruppiert werden. Ich wähle immer UI Groups, da mir dies eine schnellere Arbeit erlaubt.
  7. Die einzelnen Oberflächenelemente, welche Sie ändern können. Wenn Sie auf eine Gruppe oder auf ein einzelnes Element klicken, können Sie die Farbe ändern.
  8. Wenn Sie alle Einstellungen vorgenommen haben, können Sie ein Theme hier als spcolor Datei speichern.

Experimentieren Sie ruhig damit herum in der schönen Gewissheit: Sie können nichts zerstören.

Wenn Sie das neue Theme als spcolor Datei gespeichert haben, gehen Sie wieder in die Siteeinstellung von SharePoint. Dort wieder in die Web Designer Galleries auf den Punkt Themes und dann in den Ordner 15.  Laden Sie die neue spcolor Datei in diesen Ordner hoch und notieren Sie sich den Namen. Gehen Sie wieder in die Web Designer Galleries und dann in Composed looks. Erstellen Sie hier ein neues Element und geben Sie dazu den Titel und den Namen ein. Wichtig ist die Theme URL, welche mit dem ganzen Pfad eingegeben werden muss. In meinem Fall, da ich die gespeicherte Datei red.spcolor genannt habe, ist der Pfad also https://<URL der Site>/_catalogs/theme/15/red.spcolor. Speichern Sie den neuen Eintrag, wenn Sie jetzt wieder ein Theme auswählen, sollten Sie dies auch verwenden können. Haben Sie dem Theme ein Bild oder eine Schriftart mitgegeben, dann müssen Sie diese natürlich auch noch angeben.
Haben Sie diese Anforderung schon einmal gehabt? Oder eine andere Frage? Dann schreiben Sie einen Kommentar!

 

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Gerne beantworte ich Ihnen persönlich weitergehende Fragen zu diesem Thema.
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Acht Thesen zur digitalen Transformation – These 3: Jugend mit ins Boot holen und von ihnen lernen

Autoren: Dr. Gerd Friese und Nico Thiemer

Dies ist der vierte Artikel in der Serie „Acht Thesen zur digitalen Transformation“. Die dritte These lautete, dass die Jugend mit ins Boot geholt werden muss.

These 3: Jugend mit ins Boot holen und von ihnen lernen

„Wenn wir heute über Netzwerke reden und Vernetzung propagieren, dann denken wir dabei nicht an ein Treffen auf dem Golfplatz oder an den Stammtisch in der Kneipe um die Ecke. Dass muss auch mal sein, aber erst nach der digitalen Vernetzung mittels moderner Kommunikationstools und der Bildung von dynamisch arbeitenden Communities.

Doch viele gestandene Unternehmer sehen das anders. Sie erschreckt die Vorstellung, in virtuellen Räumen am digitalen Kamin Smart Contracts abzuschließen zu müssen. Aber noch schlimmer ist, dass die Angst bei Ihnen umgeht. Sie könnten ihr Gesicht verlieren wenn sie zugeben müssten nicht mehr zu verstehen, wie die Welt der Jugend heute funktioniert.

Erst wenn die Patriarchen herabgestiegen sind und auf Augenhöhe mit den Digital Natives eine Kommunikation zulassen, werden wir vorankommen.“

Dies verstehen wir unter der These 3:
Die Entwicklung geht so schnell,  dass sich das „Wissen der Generationen“ nicht mehr überschneidet. Es entstehen Lücken und Brüche im Verständnis. Teilweise geht die Semantik der Inhalte verloren, weil der Informationsfluss längst die alten Kanäle verlassen hat, die alten  Nutzer aber -aus welchen Grund auch immer- dort weiter verharren.

1.) „Netzwerken“ – Von welchen Netzwerken sprechen wir eigentlich?

Der eine redet von Produktionsnetzwerken im operativen Geschäft und der andere von der Wertschätzung in der Social Media Community. Der andere redet von Hierarchie und Handarbeit und sein gegenüber von agilen (Hochleistungs-)Teams und digitaler Wertschöpfung. Ganz anders der IT-Spezialist: Für Ihn definiert sich ein Netzwerk über mind. 2 Computer, einen Router und einen Anschluss zum Internet!

Wer die Begrifflichkeiten und deren Bedeutung nicht versteht, wer sie nur verwendet, weil sie gut klingen oder im politischen Sprachgebrauch mal wieder ganz oben stehen, hat längst die Bodenhaftung verloren! Es  ist egal, welche Leistungen er bisher erbracht hat oder welche Stellung er gerade einnimmt, er wird nur ein müdes Lächeln und Unverständnis von den „Digital Natives“ ernten. Warum aber verhalten sich dann „viele Menschen“ so?

2.) Woher kommen diese unterschiedlichen Sichtweisen?

Zum einen gibt es den klassischen Blick von INNEN nach AUSSEN, typischerweise in gestandenen technisch orientierten Fertigungsunternehmen mit einem klassischen „Produktvertrieb“! Eine andere Sichtweise ist, das Unternehmen vom Markt her zu betrachten und zu analysieren.

Keiner dieser Blickwinkel ist für sich genommen falsch, aber es ist auch keiner umfassend richtig. Beide gehören direkt zusammen! Wichtig ist aber auch zu wissen, dass der Letztere, der Blick vom Kunden her, längst die führende Rolle übernommen hat!

Die Grundlage allen Wohlstandes ist der Handel mit Waren und Dienstleistungen. Materieller und ideeller Erfolg entsteht dort, wo es eine Nachfrage gibt! In unserer schnelllebigen Zeit ist kein Platz mehr für „technische Entwicklungs-Experimente“. Man muss schon sehr genau wissen, wohin der Markt sich „höchstwahrscheinlich“ entwickeln wird. Und Respekt gibt es nur für den Gewinner, nicht für den Verlierer – egal wie technisch versiert er ist.

3.) Wo liegen nun die Schnittpunkte zwischen diesen beiden Welten?

Wie können diese unterschiedlichen Sicht- und Vorgehensweisen, wie können diese teilweise konträren  Gedankenwelten sinnvoll verknüpft werden? Es geht um die „Verschränkung“  von analogen fassbaren und beständigen Produkten mit digitalen, sich schnell ändernden Nutzungs- und Verhaltensabläufen.

Quintessenz: Es gibt zukünftig keine fertigen Produkte mehr, nur individualisierte bzw. personalisierte und genau adressierte Dienstleitungen (Mehrwert-Dienste).  „Der operativ Schnellere schlägt den Langsameren“! Das ist eine Erkenntnis von GESTERN!  „Der Visionär, der Stratege mit einem klaren Leistungs- und Gewinnversprechen bekommt das Wachstumskapital“! Das ist der Slogan von HEUTE!

Dies bedeutet: Für klassisch produzierende Unternehmen wird es nicht einfacher, an Wachstumskapital zu kommen!

Während Unternehmen mit plattformbasierten (und teils mit digitalen) Geschäftsmodellen quasi das Geld hinterher geworfen wird (Reichweitenbonus), bleibt Mittelständlern nur noch ein Ausweg aus diesem Dilemma! Sie müssen ihr Geschäftsmodell an das digitale Kommunikationszeitalter anpassen – mit jenen jungen Menschen, die das längst verinnerlicht haben! Hier entstehen die Synergieeffekte!

4.) Erforderlich ist ein Neudenken der Organisation.

Diese Erkenntnis führt in (gefühlten) 90% aller Fälle zunächst nur zu operativen Aktivitäten:

  • Herstellung von absoluter Transparenz in allen Abläufen
  • Ausgliederung aller wertschöpfungsfremden Aktivitäten
  • Tiefe Automatisierung aller Abläufe (Beschaffung technischer Ressourcen)

Dieses Vorgehen ist teuer und stößt an Grenzen, da die Gesamtstruktur des Unternehmens (meist hierarchiedefiniert) nicht infrage gestellt wird.

Erst wenn dies nicht zum Erfolg führt, steigt die Bereitschaft, wirklich neu und frei zu denken. Diese Erkenntnisse aber verändern das „Weltbild der alten Hasen“  im Unternehmen drastisch.

5.) Denken in Geschäftsmodellen
Dies ist für viele „Traditionalisten“ schwer zu greifen. Produkte, welche man nicht anfassen kann. Plattformen, welche an den Benutzer nichts verkaufen und doch Milliarden verdienen. Dazu kommt, die „Digital Natives“ denken grundsätzlich in „digitalen Geschäftsmodellen“. Dies können nun beide Seiten zu ihrem Vorteil nutzen:

  • Dynamik entsteht, wenn sich die Generationen vernetzen
  • Jeder hat viel zu geben und zu gewinnen
  • Erfolg entsteht durch stetige Innovation, durch Transformation!

Fakt ist, es hat in der Geschichte bisher noch nie eine technische Entwicklung gegeben, welche auch nur annähernd die jetzige Geschwindigkeit hatte. Befeuert wird dies, weil der Rohstoff der Innovation billig und überall verfügbar ist. Da ist es nachvollziehbar, dass viele sich abgehängt fühlen. Aber hier hilft kein Jammern und Klagen: Wenn man selber den Sprung nicht macht, machen es andere. Und irgendwann dann kann man  überhaupt nicht mehr springen.

Es ist eine gute Idee, in einem Unternehmen Kompetenzcenter einzurichten, welche sich um bestimmte technologische und kulturelle Entwicklungen kümmern und diese auch aufarbeiten. Diese Kompetenzcenter agieren als Schnittstelle und sollten entsprechend auch Rechte innerhalb der Organisation genießen.

Am Ende noch eine Anmerkung:
Fragt man die Chefs kleinerer mittelständischer Unternehmen, wie Sie denn über die „Digitalisierung“ ihrer Unternehmen denken, kommt in vielen Fällen eine Antwort: Wir müssen nicht digitalisieren, wir sind zu klein dazu, haben nicht die Mittel und außerdem tauschen wir uns jeden Tag intensiv miteinander aus! Wie wünschen viel Erfolg!

Hilfestellung
Damit Sie selber sehen können, wo sich Ihre Organisation befindet, beantworten sie einfach für sich die folgenden Fragen:

  1. Welche Maßnahmen haben Sie unternommen, um „Traditionalisten“ und „Digital Natives“ zusammenzuführen?
  2. Geben Sie „Digital Natives“ genügend Raum, um ihre eigenen Gedanken für eine zukunftsorientierte Unternehmensgestaltung entwickeln zu können?
  3. Haben Sie eine Räumlichkeit, eine „Begegnungsstätte der Generationen“ zur Verfügung gestellt, wo „Zukunft“ gemeinsam, bildhaft, visionär gedacht und visualisiert werden kann?

Wir würden uns über eine rege Beteiligung zu dieser These in den Kommentaren unten freuen. Liegen wir falsch, was ist richtig? Wir sind gespannt.