Importieren und Update von Firmen- und Kontaktdaten in Microsoft Dynamics CRM 2013 Teil 2

Dies ist der zweite Beitrag zum Thema Importieren und Update von Daten in Microsoft Dynamics CRM. Der erste Beitrag hat sich mit dem Import von Daten befasst, dieser Beitrag wird sich mit dem Update beschäftigen.

Wenn Sie eine Weile mit einem CRM System arbeiten, häufen sich darin (hoffentlich) viele Daten an. Wenn Sie jetzt erneut Daten importieren möchten, so ist dies problemlos möglich, sofern es sich um neue Daten handelt. Wollen Sie aber schon vorhandene Daten aktualisieren, z.B. mit Werten aus einem Scoring, wird es komplexer. Wenn Sie versuchen, die Daten auf dem Weg wie im vorherigen Artikel beschrieben zu importieren, erhalten Sie einen Fehler. CRM wird Ihnen sagen, dass eine Firma mit dem entsprechenden Namen schon vorhanden ist und den Import abbrechen. Ein Update von Daten ist mit dem Verfahren ohne weiteres nicht möglich.

Wenn Sie von wenigen Daten ein Update machen möchten, so können Sie diese in Excel exportieren, dort ändern und importieren. Für Massenänderungen ist dieses Vorgehen aber untauglich. Hier hilft nur der Weg über eine zweite Entität und einen Workflow. Wir erstellen eine zweite Entität und verbinden diese mit einem Workflow. Dieser kopiert uns bei Änderungen in der neuen Entität die entsprechenden Felder in die Entität Firma. Starten soll der Workflow beim Erstellen eines neuen Datensatzes und bei Änderung. Der Einfachheit halber werde ich das Feld Ort ändern. Wenn Sie andere Felder ändern möchten, müssen Sie diese ggf. vorher noch anlegen.

Erstellen einer neuen Entität

Gehen Sie auf Einstellungen => Anpassungen => System anpassen und klicken Sie auf Neu => Entität.

Neue Entitaet anlegen

Die Daten meiner neuen Entität sehen Sie in der Abbildung unten. Deaktivieren Sie die Duplikatserkennung. Dieser Punkt befindet sich weiter unten.

Neue Entitaet name

Speichern Sie und legen Sie über den Punkt Felder am linken Rand die Felder Ort und Firmenname an. Beachten Sie, dass der Datentyp der Felder, welche Sie aktualisieren möchten, identisch sein muss. Bei Ort ist es eine einzelne Textzeile.

Neues-Feld-Ort

Das Feld Firmenname ist vom Typ Suche und hat als Zieldatentyp Firma. Die entsprechende Beziehung erstellt das System dabei von selbst.

Neues-Feld-Firma

Wenn Sie möchten, können Sie jetzt noch das Formular anpassen, damit Sie später den Eintrag prüfen können. Vergessen Sie nicht die Änderung am Formular zu veröffentlichen.

Workflow zum Kopieren der Daten erstellen

Um den Workflow zu erstellten, gehen Sie auf Einstellungen => Prozesse und klicken Sie dort auf Neu. Wählen Sie als Kategorie Workflow und binden Sie diesen an die Entität Update Firma. Die Option, den Workflow im Hintergrund auszuführen, habe ich deaktiviert.

Worflow-erstellen

In dem neu erscheinenden Fenster setzen Sie die Option auf Datensatzfelder werden geändert und klicken auf Schritt hinzufügen => Datensatz aktualisieren. Beim Aktualisieren wählen Sie Firmenname (Firma) aus und klicken dann auf Eigenschaften festlegen.

Datensatz-aktualisieren

Im neuen Fenster klicken Sie in das Feld Firmenname und wählen im Formular-Assistent an der rechten Seite den Eintrag Firmenname aus und klicken auf Hinzufügen. Klicken Sie dann noch einmal auf den Eintrag OK.

Firmenname-Workflow

Weitere Felder finden Sie, wenn Sie nach unten scrollen. Verfahren Sie mit den entsprechenden Feldern ebenso und klicken Sie abschließend auf Speichern und schließen.

Speichern Sie den Workflow und klicken Sie dann auf Aktivieren. Erst dann kann der Workflow verwendet werden.

Wf-aktivieren

Der Rest ist nun vergleichsweise einfach. Die Daten werden auf die Entität Update Firma importiert, wobei der Workflow die Daten auf die jeweiligen Firmen überträgt. Nach dem Update sollten Sie den Workflow wieder deaktivieren und die Einträge der Entität Update Firma löschen. Diese benötigen Sie ja nun nicht mehr.

Ich hoffe, ich habe Ihnen beim Import und Update von Daten in Microsoft Dynamics CRM helfen können und freue mich auf Kommentare und Anregungen!

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Nico Thiemer

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Importieren und Update von Firmen- und Kontaktdaten in Microsoft Dynamics CRM 2013 Teil 1

Wer mit Microsoft Dynamics CRM 2013 arbeitet und schon einmal versucht hat, einen Import von Firmen und Kontaktdaten zu machen, weiß um die damit verbundenen Schmerzen und Probleme. Diese Blogbeiträge sollen helfen, die größten Hürden zu umgehen und die Nerven zu schonen. Im ersten Teil stelle ich den allgemeinen Import von Daten in das CRM vor, im zweiten Teil wird es um das Update gehen.

Um es möglichst realistisch zu gestalten, betrachten wir zwei Konstellationen:

  • Den Import von Daten in ein frisches CRM
  • Den Import von Daten in ein gefülltes CRM, wobei wir nicht wissen, ob ein Teil der zu importierenden Daten schon im CRM vorhanden ist.

Wie gehen in beiden Fällen davon aus, dass uns die Daten in einer CSV Datei vorliegen, welche die Spalten mit einem Semikolon trennt. Die erste Spalte enthält die Überschrift. Die Datei hat die folgenden Spalten:

  • Firmenname
  • Ort
  • Straße
  • Nachname
  • Vorname
  • Telefon Kontakt
  • E-Mail Kontakt

Wie wir sehen können, haben wir hier zwei Entitäten vorliegen, jeweils die Entität

  • Firma und
  • Kontakt

Dieser Punkt wird später noch wichtig sein. Achten Sie darauf, dass Sie die entsprechenden Rechte besitzen. Im zweiten Beitrag benötigen Sie das Recht, das System anzupassen. Dies ist ein sehr hohes Recht.

Der Import von Daten in ein frisches CRM

Es gibt mehrere Wege, um Importe von Daten in Microsoft Dynamics CRM 2013 zu realisieren. Ich beschreibe hier einen Weg, welcher vergleichsweise aufwendig, aber dafür sehr sicher ist.

Um die Daten in ein frisches CRM zu importieren, bietet sich der Importassistent an. Sie finden diesen unter Einstellungen => Datenverwaltung => Importe. Sie finden dort in der Menüleiste den Punkt Daten importieren.

2014-08-07 08_44_41-Importe Meine Importe - Microsoft Dynamics CRM - Internet Explorer

Wenn Sie auf den Assistenten klicken, werden Sie aufgefordert, zuerst die Importdatei hochzuladen. Mit einen Klick auf Weiter wird die Datei hochgeladen und befindet sich damit in der Datenbank, wo sie natürlich auch Platz belegt. Als nächstes müssen Sie angeben, welche Trennzeichen Sie in der CSV-Datei verwenden möchten. Sollten Sie das falsche Zeichen auswählen, wird Sie das System darüber informieren, dass es keine Struktur in der Datei findet. Der Klick auf Weiter bringt uns zur Auswahl der Datenzuordnung. Hier sind schon einige Zuordnungen hinterlegt, wir lassen auch die Auswahl auf dem schon vorgeschlagenen Standard.

2014-08-07 09_11_14-_CRM 2013_ auf _MW1200NICO01_ - Verbindung mit virtuellen Computern

Da das System nicht weiß, welche Entität wir importieren möchten, wählen wir im folgenden Fenster den Eintrag Firma und klicken auf Weiter.

2014-08-07 09_13_18-_CRM 2013_ auf _MW1200NICO01_ - Verbindung mit virtuellen Computern

Das CRM versucht dann die Spalten aus der Datei mit den Spalten in der Entität zu verbinden. Das klappt auch recht gut, sofern die Spalten dieselbe Bezeichnung haben. Der Rest muss ergänzt werden. Die folgende Abbildung zeigt die Daten vor der Zuordnung.

2014-08-07 09_16_27-_CRM 2013_ auf _MW1200NICO01_ - Verbindung mit virtuellen Computern

In dem Dropdown, welches jetzt noch den Wert Nicht zugeordnet enthält, können Sie nun die Spalte auswählen, die den Importdaten zugeordnet werden soll. Die folgende Abbildung zeigt dies nach Fertigstellung. Dabei werden Werte, welche für die Firma keine Rolle spielen, ignoriert. Ebenso ist es möglich, dass Sie an dieser Stelle ein neues Feld erstellten, sofern Sie dies benötigen. Wählen Sie dazu aus dem Dropdown den dritten Eintrag.

2014-08-07 09_22_46-_CRM 2013_ auf _MW1200NICO01_ - Verbindung mit virtuellen Computern

Klicken Sie zweimal auf Weiter. In dem nun erscheinenden Fenster können Sie zuerst festlegen, ob Sie Duplikate zulassen möchten oder nicht. Diese Option zu deaktivieren ist durchaus sinnvoll. Die Duplikatprüfung von Microsoft Dynamics CRM 2013 verfügt über viel Logik, welche allerdings manchmal etwas zu weit geht. So ist es möglich, das eine Firma mit dem Name „Beispiel Firma“ existiert und Sie eine Firma mit dem Name „Beispiel-Firma“ importieren möchten. In dem Fall ist es möglich, dass das System meint, es wäre ein Duplikat vorhanden, obwohl sich die Firmen ja durch einen Bindestrich unterscheiden. Hier müssen Sie die Prüfung deaktivieren.

Neben der Zuordnung der Datensätze zu einem Besitzer ist noch die Option Name der Datenzuordnung interessant. Damit können Sie nämlich die Zuordnung der Spalten aus der Datei zu den Spalten der Entität, welche Sie einen Schritt vorher vorgenommen haben, dauerhaft speichern. Im Assistenten können Sie diese dann wieder unter dem Punkt Datenzuordnung auswählen nutzen. Dies erspart Ihnen für die Zukunft viel Arbeit. Nach dem Klick auf Absenden und Fertigstellten beginnt der Import.

Nach dem Import

Sie können den Import verfolgen und den aktuellen Stand einsehen, indem Sie das Datengrid aktualisieren und auf den Eintrag klicken. In dem Fenster können Sie sowohl die Erfolge als auch die Fehler sehen.

2014-08-07 09_35_26-_CRM 2013_ auf _MW1200NICO01_ - Verbindung mit virtuellen Computern

In manchen Fällen kommt es vor, dass Sie die importierten Daten wieder löschen müssen, z.B. weil die Datenqualität mangelhaft war. Bevor Sie jetzt jeden Eintrag löschen, markieren Sie den Importeintrag und klicken in der Menüleiste auf Löschen und dann auf Alle Datensätze, die während dieses Imports in diese Entität importiert wurden. In dem folgenden Dialog erstellen Sie einen Löschauftrag für diese Daten. Wenn Sie die Importdatei nicht mehr benötigen, sollten Sie diese auch löschen. Sie belegt sonst unnötigen Platz in der Datenbank.

2014-08-07 09_47_26-_CRM 2013_ auf _MW1200NICO01_ - Verbindung mit virtuellen Computern

Wenn Sie jetzt noch die Kontakte importieren möchten, gehen Sie analog wie oben vor und wählen Sie im Assistenten als Entität Kontakte aus. Wie Sie in einem gefüllten CRM ein Update machen, erfahren Sie im nächsten Beitrag.

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Nico Thiemer

Internetfreigabe über Handy bei Windows 8.1 – Blue Screen mit Fehler driver_irql_not_less_or_equal (netwsw00.sys)

Seit einer Woche habe ich auf meinem Laptop Windows 8.1 (ja, ja hat zu lange gedauert :). Gestern nun war ich zum ersten Mal damit in einem Hotel und wollte die Internetfreigabe meines Lumia 925 nutzen. Den Hotspot einrichten hat auch wunderbar funktioniert, was auch nicht anders zu erwarten war. Als nach ein paar Sekunden allerdings ein Bluescreen mit der Fehlermeldung driver_irql_not_less_or_equal (netwsw00.sys) erschien war ich schon irritiert. Die folgende Abbildung zeigt diesen, wenn auch nicht optimal fotografiert 🙂

WP_20140605_001

Nach einigen weiteren Tests war klar, es liegt wirklich an der Internetfreigabe. Wurde diese über das Handy aktiviert, kam unweigerlich ein paar Sekunden später der Bluescreen. Zum Glück gab es in dem Hotel auch ein Wlan, sonst hätte ich wahrscheinlich wirklich ein Problem bekommen. Eine Suche im Internet ergab dann auch schnell einen Hinweis auf das eigentliche Problem, z.B. hier http://gadgets.itwriting.com/1986-fixing-blue-screen-using-internet-connection-sharing-in-windows-phone-8.html Die Lösung ist also, in den Verbindungseigenschaften der mobilen Verbindung die FIPS Komptabilität zu aktivieren. Nur, wo findet sich diese Eigenschaften? In der Übersicht meiner Verbindungen gibt es diese nicht, in der dazugehörigen App auch nicht. Was also nun?

Eigenschaften-mobile-Verbindung

Erschwerend kommt hinzu, dass man eben nur ein paar Sekunden hat nach dem aktivieren der Verbindung, bevor der Bluescreen zuschlägt. Zum Teil habe ich nicht einmal geschafft, die App zur Verwaltung der Netzwerkeinstellungen aufzurufen. Sofern die FIPS Komptabilität nicht eingestellt ist, taucht die Verbindung zum Handy nicht einmal auf, da gibt es nur die Wlan Verbindung.

Die folgenden Schritte sollten deshalb erfolgen, bevor die mobile Verbindung hergestellt wird! Ich starte auf der Windows 8 Modern UI (ehemals Metro) und tippe netzwerk und ein. Die Suche gibt mir als Ergebnis das Netzwerk- und Freigabecenter zurück, welches ich öffne.

Suche

In diesem gibt es noch keine Verbindung, bzw. keine mobile. Stellen Sie nun die mobile Verbindung her. Jetzt müssen Sie schnell sein! Um die Eigenschaften der Verbindung aufzurufen, klicken Sie sofort wenn die Verbindung erscheint mit der linken Maustaste auf diese. Üblicherweise erhalte ich die Eigenschaften einer Einstellung mit der rechten Maustaste, diese Möglichkeit besteht hier nicht!

Netzwerk-und-Freigabecenter

Folgen Sie dann den Klickpfad, wie er unten gelb markiert ist. Die Bilder können durch anklicken vergrößert werden. Die Einstellung wird erst nach einen Neustart aktiv. Versuchen Sie unmittelbar nach dem Abschluss der Einstellung regulär neu zu starten. Ich habe es nicht geschafft, unmittelbar nach dem letzten OK stürzte der Rechner ab. Über Kommentare zu diesem Thema freue ich mich.

Status-von-WiFi

Eigenschaften-fuer-Drahtlosnetzwerk-NOKIA-Lumia-925_7315

Eigenschaften-fuer-Drahtlosnetzwerk-NOKIA-Lumia-925_7315-Erweitert

Erweiterte-Einstellungen-Fips

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Nico Thiemer

Der neue Design Manager in SharePoint Server 2013

Im letzten Blog erwähnte ich den neuen Design-manager in SharePoint Server 2013 Enterprise. Ich stellte dort die Behauptung auf, dass ein angepasstes Design damit viel einfacher zu realisieren sei als dies in SharePoint 2010 der Fall war. Den Beweis dafür möchte ich hier antreten. Übrigens ist der neue Design-Manager auch in Office 365 verfügbar. Dort macht das Arbeiten damit noch mehr Spaß.

Wenn man sich das erste Mal mit dem neuem Designmanager beschäftigt, ist die Verwirrung groß. Ich habe zumindest nicht sofort gewusst, was denn nun wie zu machen ist. Nach einigen Recherchen funktioniert es aber wunderbar.

Voraussetzungen

Der Gedanke hinter dem neuem Designmanager ist, ein schon vorgefertigtes xHTML Layout in SharePoint zu importieren und damit das manuelle Erstellen von Masteseiten in SharePoint Designer zu vermeiden bzw. stark zu erleichtern. Wer schon einmal das zweifelhafte Vergnügen hatte, im SharePoint Designer 2010 oder 2007 eine Masterdatei zu erstellen, weiß auch um die Schmerzen.

Es ist nun möglich, sich von einer Agentur ein xHTML Design erstellten zu lassen und mit diesem Template von SharePoint automatisch eine Masterdatei generieren zu lassen. Wichtig ist, es muss sich wirklich um eine xHTML Datei handeln. Für einen ordentlichen Webdesigner sollte dies kein Problem sein. Wird versucht, eine „normale“ HTML Datei zu verwenden, weißt SharePoint darauf hin und verweigert die Arbeit.

Es sind im Internet viele freie Templates verfügbar. Ich habe, zu Demonstrationszwecken, das Template Pinboard von http://www.justfreetemplates.com/web-templates/preview/3265.html heruntergeladen. Dieses Design will ich in SharePoint einsetzen und dabei die globale Navigation von SharePoint einbauen und natürlich einen Inhaltsbereich.

TemplatePinBoard

Vorbereitungen

Nachdem die .zip Datei heruntergeladen und entpackt ist, sind mehrere Schritte notwendig. Zuerst kopiere ich die verwenden Bilder aus dem Ordner images in den SharePoint Server. Dazu habe ich im Stamm der SharePoint Anwendung eine Bilderbibliothek mit dem Namen images angelegt und dort einen Ordner Pinboard. Ich navigiere im Internet Browser zu der Bibliothek und öffne diese dann im Windows Explorer. So kann ich die Dateien einfach per Drag Drop verschieben. Die verwendete CSS Datei benenne ich um in pinboard-style.css und kopiere diese auf dem SharePoint Server in die Bibliothek Style Library.

PinboardExplorer

Zum Schluss benenne ich die Datei index.html in pinboard.html um und kopiere diese, ebenfalls über den Explorer, in den Ordner _catalogs/masterpage auf dem SharePoint Server.

Pfade ändern

In der verwendeten xHTML und CSS Datei sind die Referenzen natürlich noch falsch gesetzt. Bevor die xHTML Datei in eine Masterdatei umgewandelt werden kann, müssen diese Pfade korrigiert werden. Dazu öffnen wir den SharePoint Designer 2013, verbinden uns mit der Website in die wir die Dateien kopiert haben und öffnen die HTML Datei _catalogs/masterpage/pinboard.html.

PinboardSPD

Tragen Sie dort die Verbindung zu der verwendeten CSS Datei ein. Achten Sie darauf, dass immer vom Speicherort der Masterdatei ausgegangen wird, Sie müssen also zwei Ordner nach oben.

<link rel=“stylesheet“ type=“text/css“ href=“../../Style Library/pinboard-style.css“ />

Suchen Sie anschließend alle Verknüpfungen zu Bildern und passen Sie den Pfad richtig an.

<img src=“../../images/pinboard/content_image.jpg“ alt=“content image“ />

Speichern Sie die Änderungen und schließen Sie die Datei.

Die Pfade zu den Bildern in der verwendeten CSS Datei wird SharePoint übrigens automatisch anpassen, hier ist kein Eingriff notwendig. Damit wären die Vorbereitungen abgeschlossen.

Masterpage erzeugen

Gehen Sie in eine beliebige SharePoint 2013 Website und klicken Sie auf das Radsymbol oben rechts neben ihrem Namen. Wählen Sie dann den Punkt Design-Manager.

PinboardDSLink

Klicken Sie in der linken Navigation auf den Punkt Gestaltungsvorlagen bearbeiten und dort auf den Punkt Konvertieren einer HTML-Datei in eine SharePoint-Gestaltungsvorlage.

PinboardVorlagenMasterPage

Markieren Sie die xHTML Datei und klicken Sie anschließend auf Einfügen.

PinboardKonvertieren

Wenn die Konvertierung erfolgreich war, können Sie dies sofort in der Übersicht sehen. Falls nicht, wird ein Link angeboten, die die Fehler enthält.

PinboardKonvertierenfertig

Ein Blick in den SharePoint Designer verrät, dass SharePoint jetzt automatisch eine pinboard.master erstellt hat. Diese ist jedoch für die Bearbeitung tabu! Jede Änderung wird ausschließlich in der Datei pinboard.html vorgenommen.

PinboardNeueMasterPage

SharePoint Navigation einfügen

Klicken Sie im Design-Manager auf die Datei pinboard. Sie sollte Ihnen ohne Probleme angezeigt werden. Klicken Sie oben rechts auf den Punkt Ausschnitte.

PinboardAusschnitte

Im dem sich nun öffnenden Fenster können Sie sich den Code für die benötigen Steuerelemente generieren lassen. Klicken Sie in der Menüleiste auf den Punkt Navigationsleiste oben und kopieren Sie den Code, der im Textfeld HTML Ausschnitt steht.

PinboardAusschnitteEinfuegen

Gehen Sie dann in den SharePoint Designer und öffnen Sie wieder die Datei pinboard.html. Sie können sehen, dass SharePoint viele Änderungen in der Datei vorgenommen hat, welche Sie nur ändern sollten, wenn Sie genau wissen, welche Auswirkung dies hat.

Suchen Sie den Tag <div id=“menu_items“> und fügen Sie darunter den kopierten Code ein. Löschen Sie alles, was innerhalb des <ul> Tags steht. Halten Sie die die STRG Taste gedrückt und klicken Sie auf den Link menu_items im div. Es sollte sich die Datei pinboard-style.css öffnen. Entfernen Sie die Klasse aus der Datei und speichern Sie die CSS und die xHTML Datei. Gehen Sie zum Browser und aktualisieren Sie das Fenster mit der Anzeige der Masterdatei. Was Sie sehen, ist aber nichts bzw. keine Änderung.

Damit Sie die Änderungen sehen können, müssen Sie die Datei noch veröffentlichen. Gehen Sie dazu in die Websiteeinstellungen der Website der höchsten Ebene und klicken dort auf Gestaltungsvorlagen und Seitenlayouts im Abschnitt Web-Designer-Kataloge. Suchen Sie die Datei pinboard.html und wählen Sie aus dem Kontextmenü den Eintrag Hauptversion veröffentlichen. Bestätigen Sie den folgenden Dialog.

PinboardHauptversion

Aktualisierten Sie die Vorschau im Browser. Die Navigation befindet sich jetzt auf der Seite, muss aber natürlich noch optisch angepasst werden.

PinboardFertig

Analog dem Vorgehen können Sie jetzt auch andere Elemente einfügen, experimentieren Sie ruhig eine Weile.

Bearbeitbaren Bereich einfügen

Den bearbeitbaren Bereich, in welchen dann die Inhaltsseite anzeigt wird, hat SharePoint schon von sich aus eingefügt. Sie finden diesen ganz am Ende der Datei mit dem Tag <div data-name=“ContentPlaceHolderMain“>. Wo Sie diesen Platzhalter letztendlich in der Datei platzieren, das bleibt Ihnen überlassen. In der Abbildung unten habe ich den Platzhalter entsprechend verschoben.

PinboardMasterBereich

Fazit: Der neue Design-Manager von SharePoint Server 2013 Enterprise ist ein mächtiges Werkzeug um anspruchsvolle Design einfach und schnell zu verwirklichen!

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Nico Thiemer

Fünf nützliche Tipps für Designanpassung in SharePoint

Hier einige Tipps, welche helfen sollen, wenn man SharePoint Server ab der Version 2010 optisch anpassen möchte. Die Tipps sind primär für SharePoint Server 2010, sollten aber auch für SharePoint Server 2013 Gültigkeit haben. Dort allerdings gibt es mit dem neuem Designer Manager in der Enterprise Version eine völlig neue Möglichkeit, welche viel Arbeit erspart bzw. erleichtert. Diese Möglichkeit betrachte ich hier aber nicht.

Tipp 1: Niemals Originaldateien bearbeiten

Es gibt keinen Grund, Originaldateien zu bearbeiten. Das Arbeiten mit Originaldateien wird nicht unterstützt und kann im Fall eines Upgrade zu bösen Fehlern führen. Erstelle immer eine Kopie der Datei und arbeite mit dieser. CSS Anpassungen, welche schon vorhandene Klassen überschreiben, werden in eigene CSS Dateien ausgelagert. Diese CSS Dateien werden dann entsprechend eingebunden. Aus verschiedenen Gründen sollten die CSS Dateien sich immer im Ordner

SPUrl:~sitecollection/Style Library

Tipp 2: Die richtige CSS Datei finden

SharePoint verwendet mehrere CSS Dateien, welche sich u.U. untereinander ergänzen oder auch nur in ganz bestimmten Konstellationen genutzt werden. Die Tabelle unten zeigt die wichtigsten Dateien und deren Speicherorte. Der Name lässt auch darauf schließen, wann die Datei verwendet wird. Natürlich dient diese Information nur zum Ansehen, nicht zum Bearbeiten der Dateien.

Dateiname Speicherort (C:\Programme\Gemeinsame Dateien\Microsoft Shared\Web Server Extensions\14)
Search.css TEMPLATE\LAYOUTS\{Gebietsschema-ID}\STYLES\Themable\Search.css
Wiki.css TEMPLATE\LAYOUTS\{Gebietsschema-ID}\STYLES\Themable\Wiki.css
Corev4.css TEMPLATE\LAYOUTS\{Gebietsschema-ID}\STYLES\Themable\Corev4.css
Controls.css /Style Library/{Sprache-Kultur}/Themable/Core Styles/Controls.css
Page-Layouts-21.css /Style Library/{Sprache-Kultur}/Themable/Core Styles/Page-Layouts-21.css
Nightandday.css /Style Library/{Sprache-Kultur}/Themable/Core Styles/Nighandday.css

{Sprache-Kultur} ist ein Platzhalter für Sprache und Kultur, z. B. de-de. {Gebietsschema-ID} ist ein weiterer Platzhalter für die Gebietsschema-ID, z. B. ist 1031 die Gebietsschema-ID für Deutsch-Deutschland, 1033 für Englisch-US.

Tipp 3: CSS Dateien in Masterpages einbinden

Mit der Variable SPUrl:~sitecollection hat man einen Verweis auf die aktuelle Websitesammlung. Dies ist besonders praktisch, wenn man an vielen Stellen gleichzeitig arbeitet. Es reduziert die Wahrscheinlichkeit von Fehlern drastisch. In meinem Beispiel binde ich die Datei custom.css ein. Da diese Anpassungen enthält, welche SharePoint interne CSS Klassen überschreiben, muss meine CSS nach der core4.css geladen werden. Eingebunden wird die Datei in den Header der Masterpage.

Bild

Tipp 4: Die richtige Masterdatei finden

Ähnlich wie CSS Dateien gibt es abgestimmte Masterseiten. Die Tabelle unten zeigt, welche Masterpage für welchen Einsatz verwendet wird. Demensprechend sollten dann auch die eigenen Masterpages abgeleitet werden. Am häufigsten werden dies wohl die minimal.master und nightandday.master sein.

Name der Masterdatei Beschreibung Nutzung in SharePoint
v4.master Wird für Inhalts- und Administrationsseiten benutzt. Nicht geeignet für Seiten auf Basis der Veröffentlichungsinfrastruktur. Team Sites Homepage, Listen – und Bibliotheken Seiten, Seite für die Websiteeinstellungen
minimal.master Masterpage, welche die minimalsten Anforderungen enthält, die eine Masterpage benötigt um in SharePoint zu arbeiten. Suchcenter
nightandday.master Für Seiten, welche die Veröffentlichungsinfrastruktur von SharePoint Server nutzen. Alle Seiten mit Veröffentlichungsinfrastruktur.
default.master Nur für Sites genutzt, welche noch im SharePoint 2007 Modul laufen und nicht auf SharePoint migriert wurden. SharePoint 2007 Sites vor dem visual upgrade.

Tipp 5: Die richtige CSS Klassen finden

In SharePoint mit seiner großen Anzahl an verwendeten CSS Klassen ist es nicht ganz einfach die richtige zu finden. Verschiedene Wege führen hier zum Ziel.

Nachschlagen

Die Microsoft MVP Heather Solomon hat auf ihrer Website viele Klassen zusammengetragen und erläutert. Sehr wichtig und sehr interessant: http://sharepointexperience.com/csschart/csschart.html

Selber finden mit Microsoft Explorer Bordmitteln

Am einfachsten lassen sich eine bzw. mehrere verwendete CSS Klassen finden, indem mithilfe der integrierten Microsoft Internet Explorer Entwicklertools diese gesucht werden. Dazu ruft man die gewünschte SharePoint Seite auf und drückt dann auf F12. Im sich öffnenden Fenster klickt man auf das Pfeil Symbol – Element auswählen und markiert dann den gewünschten Bereich. In den Entwicklertools werden dann die entsprechenden Klassen im rechten Fenster angezeigt. Wer möchte, kann dort auch direkt manipulieren, um eine spätere Auswirkung zu testen.

IE Tools

Arbeiten im SharePoint Designer

Im SharePoint Designer ist es möglich, einen Code Hyperlink zu klicken, wobei sich, sofern die Klasse vergeben ist, die Datei in der sich diese Klasse befindet, öffnet. Immer daran denken, wenn es sich um eine SharePoint interne Datei handelt, diese nicht editieren. Um den Link zu folgen auf diesen zeigen, die Shifetaste gedrück halten und klicken.

SPD

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Nico Thiemer

Nokia Lumia 925 – Headset Ausgang ist nur auf einer Seite hörbar

Ich bin ja stolzer Besitzer eines Lumia 925 was für mich, entgegen allen Unkenrufen, ein hervorragendes Smartphone ist. Nichtsdestotrotz hat dieses aber immer wieder mal einige Macken, wie das nun mal mit solchen Geräten üblich ist. Gestern hatte ich allerdings etwas, für meine Begriffe, schon exotisches.

Wenn ich mein Headset angesteckt habe, war der Ton nur auf einer Seite zu hören. Die andere Seite blieb komplett stumm. Klarer Fall von Kabelbruch denkt man sich und tauscht das Headset. Aber welch Überraschung, hier war das gleiche Verhalten. Der Versuch, in den Tiefen der Einstellung so etwas wie Balance zu finden, war nicht erfolgreich. Ebenso der Versuch, mit Druckluft den Anschluss auszublasen. Auch die Suche in Google Bing brachte keine Ergebnisse.

Als erfahrener Lumia Anwender bleibt dann nur eins: Ein Softreset durch längeres gleichzeitiges Drücken der Laut-Leise Wippe und des Startknopfs. Und siehe da, nach dem Neustart geht das Headset wieder wunderbar. Eine Welt voller Zeichen und Wunder 🙂

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