In Projekten stehe ich oft vor der Herausforderung die Performance einer vermeintlichen oder tatsächlich langsamen SharePoint Installation zu messen. Am besten geht dies, indem ich eine Anzahl ausgewählter Performancecounter gleichzeitig überwache. Nun sind dies eine ganze Menge und jedes Mal diese zu konfigurieren recht aufwendig. Dieser Blogartikel zeigt, wie sich diese Arbeit erleichtern lässt.

Vorbemerkung

Der Gedanke ist, ein PowerShell Script zu erstellen, welches die Counter aus eine Textdatei liest und in eine Datei schreibt, welche ich wieder in den Performancemonitor einlesen kann. Dort kann ich mir dann alle Werte anzeigen lassen oder nur einige davon. Das Script läuft dann so lange, bis ich es eben abbreche. Folgende Voraussetzungen, damit alles funktioniert, müssen unbedingt vorhanden sein:

  • Das Script muss von einem Konto gestartet werden, welches das Recht zum Ausführen von Scripten hat, in den Ordner schreiben und alle Performancecounter lesen darf. Typischerweise ist dies ein administratives Konto.
  • Diese Anleitung wird nur mit einem englischen SharePoint auf einem englischen Windowsserver funktionieren. Bei anderen Sprachen müssen die Performancecounter entsprechend übersetzt werden.
  • Es sollte die aktuellste PowerShell Version installiert sein.
  • Das Script sollte nicht in der Root ausgeführt werden, sondern in einem extra Ordner.
  • Das Script muss für jedem SharePoint Server auf dem jeweiligen Server ausgeführt werden.

Daten erfassen

Erstellen Sie zuerst eine Textdatei, in welcher Sie die folgenden Counter kopieren. Jeder Counter stellt dabei eine Zeile dar. Der Namen meiner Datei ist counter.txt

\.NET CLR Memory(*)\% Time in GC
\ASP.NET\Application Restarts
\ASP.NET\Request Execution Time
\ASP.NET\Requests Rejected
\ASP.NET\Requests Queued
\ASP.NET\Worker Process Restarts
\ASP.NET\Request Wait Time
\ASP.NET Applications(*)\Requests/Sec
\LogicalDisk(*)\% Idle Time
\Memory\Available MBytes
\Memory\% Committed Bytes In Use
\Memory\Page Faults/sec
\Memory\Pages Input/sec
\Memory\Page Reads/sec
\Memory\Pages/sec
\Memory\Pool Nonpaged Bytes
\Network Interface(*)\Bytes Total/sec
\Network Interface(*)\Packets/sec
\Paging File(*)\% Usage
\PhysicalDisk(*)\Current Disk Queue Length
\PhysicalDisk(*)\% Disk Time
\PhysicalDisk(*)\Disk Transfers/sec
\PhysicalDisk(*)\Avg. Disk sec/Transfer
\Process(*)\% Processor Time
\Process(*)\Page Faults/sec
\Process(*)\Page File Bytes Peak
\Process(*)\Page File Bytes
\Process(*)\Private Bytes
\Process(*)\Virtual Bytes Peak
\Process(*)\Virtual Bytes
\Process(*)\Working Set Peak
\Process(*)\Working Set
\Processor(*)\% Processor Time
\Processor(*)\Interrupts/sec
\Redirector\Server Sessions Hung
\Server\Work Item Shortages
\System\Context Switches/sec
\System\Processor Queue Length
\Web Service(*)\Bytes Received/sec
\Web Service(*)\Bytes Sent/sec
\Web Service(*)\Total Connection Attempts (all instances)
\Web Service(*)\Current Connections
\Web Service(*)\Get Requests/sec
\SharePoint Foundation(*)\Active Threads
\SharePoint Foundation(*)\Sql Query Executing  time
\SharePoint Foundation(*)\Executing Sql Queries
\SharePoint Foundation(*)\Responded Page Requests Rate
\SharePoint Foundation(*)\Executing Time/Page Request
\SharePoint Foundation(*)\Current Page Requests
\SharePoint Foundation(*)\Reject Page Requests Rate
\SharePoint Foundation(*)\Incoming Page Requests Rate

Erstellen Sie danach eine PowerShell Datei, welche den folgenden Code enthält. Die Counter werden aller fünf Sekunden erfasst. Bei weniger oder mehr passen Sie -sampleinterval 5 an. Die Datei, in welcher die Counter gespeichert werden heißt counter.bin.

get-counter -counter (get-content counter.txt) -MaxSamples 100 -sampleinterval 5 | export-counter counter.bin

Starten Sie das Script aus einer PowerShell Umgehung und lassen Sie es laufen solange Sie die Daten erfassen möchten.

Daten auswerten

Starten Sie den Performancemonitor perfmon.msc und klicken Sie auf Performance -> Monitoring Tools – Performance Monitor. Ziehen Sie die Datei counter.bin per D&D ins Fenster. Damit Sie die erfassten Werte sehen können, müssen Sie diese noch hinzufügen. Denn jetzt sollten eigentlich überhaupt keine Werte mehr gemessen werden. Klicken Sie auf + und fügen Sie die gewünschten Werte hinzu. Sie können in der Liste auch alle Werte markieren und mit einmal hinzufügen. Das war es dann auch schon. Inspiriert zu dem Artikel wurde ich von https://gallery.technet.microsoft.com/office/PowerShell-script-for-59cf3f70

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